Verhafteter Polizeioffizier war ungewöhnlich reich

Der Polizeibeamte Prakrom Warunprapa, der wegen Majestätsbeleidigung in Haft saß und kurz nach Inhaftierung Selbstmord begann, war ungewöhnlich wohlhabend, wie die Polizei nun gegenüber den Medien erklärte.

Er soll Teil des gleichen Korruptionsnetzwerkes gewesen sein, dem auch der in Haft sitzende ehemalige Chef des Central Investigation Bureau (CIB), Pongpat Chayaphan, angehörte.

Die Ermittlungen ergaben bislang, dass Prakrom 26 Wohnungen in einem Gebäude in der Soi Phahon Yothin 24 besaß. In den Räumen wurden Hunderttausende Baht in verschiedenen  Währungen gefunden. Er soll mehrere Fahrzeuge besessen haben, darunter ein Bentley, ein Rolls-Royce und ein Mercedes. Auch soll eine Reihe von Gegenständen Leuten gehören, die zu Pongpats Netzwerk gehörten.

Zehn wertvolle Buddha-Amulette wurden in einem Safe gefunden. Die sollen Polizeioberst Akkharawut Limrat gehört haben, dem letztes Jahr Majestätsbeleidigung vorgeworfen wurde und vor seiner Verhaftung aus dem Fenster fiel.

police

In Prakroms Zimmern wurden drei  Gitarren im Wert von über 400.000 Baht gefunden, die Ex-CIB-Chef Pongpatgehört haben sollen.

Nach Behördenangaben wurde Prakroms Leiche obduziert. Zunächst war erklärt worden, die Leiche würde dem Forensischen Institut zur Obduktion überreicht. Dann wurde gesagt, dies sei nicht nötig, weil die Leiche bereits imGefängnishospital obduziert wurde. Prakroms sterbliche Überreste wurden am Montag der Familie übergeben, die den Leichnam ungewöhnlicherweise noch am selben Tag einäschern ließ.

Unterdessen gibt es Spekulationen über den Gesundheitszustand des Verdächtigen Suriyan Sucharitpolwong. Der Wahrsager soll angeblich unter einer Gesichtslähmung gelitten haben, was auf einen Schlaganfall hindeuten könnte.Da eine Untersuchung in einem Krankenhaus ohne Befund blieb, teilten die Behörden mit, dass Suriyan möglicherweise nur simulierte.

Bei der Überprüfung von Suriyans Computern stellte die Polizei ausserdem fest, dass dieser im Rahmen der Veranstaltungen Bike For Mom und Bike For Dad  Sponsorengelder von Firmen anforderte, diese aber nicht für die Veranstaltungen benutzte, sondern in die eigene Tasche gesteckt haben soll. Ein nicht näher genannter Großkonzern sei misstrauisch geworden, als dieser von Suriyan aufgefordert wurde, 100 Millionen Baht zu spenden. Der Konzern wandte sich an die Polizei, die Ermittlungen aufnahm.

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4 Antworten zu Verhafteter Polizeioffizier war ungewöhnlich reich

  1. Avatar Hanseat sagt:

    Moin an die Runde,
    interessant wird weiter sein, wo sich die anderen Aderfakte und sonstigen Wertgegenstände des in Haft befindlichen ehemalige Chefs des Central Investigation Bureau (CIB), Pongpat Chayaphan momentan aufhalten. Zumindest ist es für den nun nicht mehr unter den Lebenden sich befindenen Polizeibeamten Prakrom Warunprapa hier dumm gelaufen. Seinen seidenen Lebensstil wegen einer LM aufs Spiel zu setzen, zeugt aber für die große Liebe gegenüber des uns bekannten Dubaier. Ich gehe davon aus, dass in der näheren Zukunft noch mehr Spitzen des Eisberges gesichtet werden.
    Ob der gute Mann sich selber gerichtet hat, ist auch nicht plausibel.
    „..Nach Behördenangaben wurde Prakroms Leiche obduziert. Zunächst war erklärt worden, die Leiche würde dem Forensischen Institut zur Obduktion überreicht. Dann wurde gesagt, dies sei nicht nötig, weil die Leiche bereits im Gefängnishospital obduziert wurde. Prakroms sterbliche Überreste wurden am Montag der Familie übergeben, die den Leichnam ungewöhnlicherweise noch am selben Tag einäschern ließ..“
    Fachleute eines Forensischen Instituts haben eine spezielle Ausbildung, an Leichen auch etwas festzustellen, was Ärzte nicht finden können. Somit hat (auf wessen Weisung?) die Pflaster und Pillen gebenden Ärzte des Gefängnishospitals es übernommen. Damit denn auch nichts nachkontrolliert werden konnte, lies die Familie (auf wessen Weisung?) den Leichnam noch am selbigen Tag verbrennen. Das, liebe Freunde, richt aber sehr nach Beseitigung eines Mitwissers, der dem Klüngel schaden könnte. Eine in bestimmter Höhe gespendete Abfindung an die Familie , die Verbrennung zu forcieren, hat dann allen beteiligten Seiten etwas gebracht. Ok, muss nicht so gelaufen sein, es kann aber durchweg so abgelaufen sein.

    • STIN STIN sagt:

      Ok, muss nicht so gelaufen sein, es kann aber durchweg so abgelaufen sein.

      ist nicht schon vorher der andere Polizeioffizier, der auch mit Pongpats Fall zusammen in Verbindung gebracht wurde – auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen?
      Ich glaube er sprang von einem Hochhaus und wurde, soweit ich mich erinnern kann, ebenfalls gleich verbrannt.

  2. Avatar berndgrimm sagt:

    Was die “Polizei” plötzlich alles herausfindet……..
    Warum werden Polizeioffiziere erst dann überprüft
    wenn sie LM begangen haben oder selber abgesprungen sind?

    Ungewöhnlich Reich sind in Thailand ungewöhnlich viele Leute….
    Ich kenne kein anderes Land wo Leute deren einziges Talent
    das Handaufhalten und das Ausschaltend jeglicher Skrupel ist
    so leicht und absolut gefahrlos Reich werden können.

      berndgrimm(Quote)  (Reply)

    • STIN STIN sagt:

      Warum werden Polizeioffiziere erst dann überprüft
      wenn sie LM begangen haben oder selber abgesprungen sind?

      für Prayuth ist es nicht so einfach, solche Leute rauszufiltern. Dazu benötigt er ja die Polizei, die ja selbst durch und durch korrupt ist.
      Er müsste eine handverlesene Sondereinheit gründen, die keinem Polizeichef unterstellt ist, sondern nur ihm oder dem Innenministerium. Sonst wird eine Krähe der anderen nie ein Auge aushacken. Mal sehen, wieviele korrupte Polizisten nun in der Anti-Mafia-Aktion hängenbleiben werden. Vermutlich nicht viele, wenn die Polizei diese Aktion macht.

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