Flugsicherheit: Ausländische Experten soll Thailand helfen

Alle Thai-Fluggesellschaften wurden aufgefordert, innerhalb von zwei Wochen qualifiziertes Personal bereitzustellen, um dabei zu helfen, die von der US-Bundesluftfahrtbehörde FAA bemängelten Kriterien bei der Flugsicherheit zu beheben.

Wie schon berichtet, war Thailand von der USA am Dienstag in Bezug auf die Flugsicherheit von Kategorie 1 auf Kategorie 2 heruntergestuft worden, nachdem die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO)bereits im Juni von Mängeln sprach und Thailand die rote Flagge zeigte mit der Aufforderung, die Probleme innerhalb von drei Monaten zu lösen.

Am kommenden Donnerstag wird die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) darüber befinden, wie es mit der Sicherheit der thailändischen Zivilluftfahrt bestellt ist. Nicht auszuschließen ist, dass sich die EASA dem Urteil der FAA anschließt und Sanktionen gegen thailändische Airlines einleitet – die zu einem Startverbot in der EU
führen könnten.

Am Freitag trafen sich Regierungsvertreter unter Vorsitz des Verteidigungsministers General Prawit Wongsuwon mit Vertretern von 41 Fluggesellschaften.

Nach dem Treffen sagte Luftwaffengeneral Preecha Pradapmuk, dass man übereingekommen sei, dass Fluggesellschaften qualifiziertes Personal entsenden, das überprüfen soll, ob Piloten qualifiziert sind, nach internationalen Sicherheitsstandards Flugzeuge zu fliegen. General Prawit sagte, dass hierfür 86 Stellen vorgesehen sind, aber die thailändische Zivilluftfahrtbehörde Probleme habe, diese mit qualifiziertem Personal zu besetzen.

Daher sollen jetzt Experten aus dem Ausland eingestellt werden, die den betroffenen 28 Fluggesellschaften mit ihren 414 Flugzeugen helfen, die ICAO-Qualitätsmaßstäbe zu erfüllen.

Der für die Wirtschaft zuständige Vizepremierminister Somkid Jatursipitak sagte, dass Piloten eine wichtige Rolle in der Luftfahrt spielen. Daher müssen alle neuen Piloten bezüglich internationaler Standards überprüft werden, was bedeutet, dass man für diese Aufgabe qualifizierte Inspektoren benötige. Es sei nötig, dass ausländische Experten und ausländische Beraterfirmen unter Vertrag genommen werden, um diese Aufgaben zu erfüllen.

Ähnlich wie bei den zahlreichen Skandalen über Thailands Rolle im Menschenhandel macht die Herabstufung in der Flugsicherheit deutlich, dass Behörden und Beamte sich jahrelang der Pflichtverletzung schuldig machten und damit eine Mitschuld tragen.

„Thailand hatte in der Welt einst ein tolles Image. Thailändische Küche, Leute, die Spaß wollen und lächeln“, sagteMichael Montesano, der am Institut für Südostasiatische Studien in Singapur arbeitet. „Dieses Image verblasst, und es ist nicht klar, wie das Image in Zukunft aussehen könnte. Die Wirtschaft ist in einem schlechten Zustand, die politische Spaltung ist nicht überwunden, die Moral ist sehr schlecht und jetzt das“, sagte Montesano. „Touristen, die Urlaub am Strand machen wollen, interessieren sich vielleicht nicht für Thailands chaotische Politik oderKorruption, aber Dinge, wie Sicherheit in der Luftfahrt, sind etwas ganz anderes.“

Premierminister General Prayuth Chan-ocha gab zu, dass Maßnahmen ergriffen werden müssten: „Wir müssen zugeben, dass Thailands Luftfahrtindustrie internationale Qualitätsmaßstäbe nicht erfüllt“, sagte er. „Wir müssenuns darauf konzentrieren, diese Probleme zu lösen.“

Während die Militärregierung kaum für alle Probleme Thailands verantwortlich gemacht werden kann, scheint es ihr aber auch nicht möglich zu sein, sie zu lösen.

„Die Probleme stapeln sich jedes Mal für jede Regierung, aber es liegt in der Natur einer Militärregierung, komplexe Themen und Herausforderungen nur bedingt anpacken zu können“, sagte Thitinan Pongsudhirak, Direktor des Instituts für Sicherheit und Internationale Studien an der Bangkoker Chulalongkorn Universität.

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2 Antworten zu Flugsicherheit: Ausländische Experten soll Thailand helfen

  1. Avatar emi_rambus sagt:

    <a href="http://www.schoenes-thailand.at">STIN</a>: Thais werden das nicht schaffen.

    Denen geht es wie Frau Merkel, “mann” rollt ihnen ueberall Steine in den Weg, den Rest macht die Propaganda! Ursache ist dieselbe, nur nicht der Ursprung!

    Soweit ich das beurteilen kann, werden immer wieder qualifizierte Mitarbeiter ausgebildet. Kaum sind sie aber fertig werden sie, vom Ausland, aber auch von Fluggesellschaften abgeworben!
    Das liegt doch ganz einfach daran, man zahlt in TH zu wenig!
    Natuerlich muessen Menschen, die eine gute Ausbildung bekommen, auch verpflichtet werden, dies beim “kostenlosen Ausbilder” auch wieder abzudienen!
    Dies gilt fuer viele Bereiche!!
    Es kann nicht sein, der Steuerhaushalt finanziert das Studium fuer Spitzen-Aerzte im In-und Ausland und die stuerzen sich dann zum Geldverdienen in die freie Wirtschaft!
    Nix da, die muessen Frohndienst dafuer leisten! Oder die Gesamtkosten mit Zinsen zurueckzahlen. Vorsicht, zu den “Zinsen” gehoert auch die Kosten fuer eine zeitgerechte Ersatzkraft.
    Es kann auch nicht sein, eine Lehrkraft wird auf Staatskosten ausgebildet und mit internationalen Zertifikaten ausgestatten, damit diese Lehrkraft sich dann ebenfalls in der Privat-Wirtschaft (Privat-Schulen) im In und Ausland nach besser bezahlten Jobs umschaut.
    Das gilt natuerlich auch in anderen Verwaltungsbereichen, auch bei der Polizei!
    Keiner darf sein Wissen “bunkern”! Sie muessen im Gegenteil als “Multiplikatoren” eingesetzt werden.
    Aehnlich bei der aktuellen Englisch-Lehrer Qualifizierung!!
    300 Lehrkraefte werden im Inland in den naechsten Schulferien von Auslaendern aufgebildet!
    Die 50 Besten der Ausbildung setzen dies fort, geben also ihr Wissen weiter.
    Geschieht das in einem Abend-Kurs und in einem zweiten Wochenendkurs und das zweimal im Jahr, sind die erforderlichen Lehrer in etwa 3 Jahre alle ausgebildet.
    Aber hier braucht es auch eine Verpflichtung!! Die “Besten-Hilfs-Lehrer” haben ihren Dienst abgeleistet und sollten durch Befoerderungen gebunden werden.
    Alle anderen, muessen fuer 6-10 Jahre verpflichtet werden, allerdings muss auch gleichzeitig die Bezahlung angepasst werden.
    35.000TB/Monat fuer 35.000 Englischlehrer kosten den Staat nur etwa 15 MrdTB. Das kann man alleine schon durch den Wegfall der Faranglehrer decken.
    Natuerlich muessen die die Lernziele erreichen, ohne Nachhilfe , in der normalen Unterrichtszeit. Deswegen waeren Praemien besser! 20.000Grundgehalt. Lernziele fuer 70% der Klasse erreicht +5.000TB, Lernziele fuer 75% erreicht +12.000TB, Lernziele fuer 80% erreicht +18.000 TB, Lernziele fuer 85% erreicht +25.000TB.
    Das Erreichen der Lernziele wird durch einen jaehrlich neuen Test auf der Grundlage der Lernziele und des Klassenbuches ueberprueft! Die Tests werden an einen unbekannten Lehrer geprueft. Danach von einem Zweiten Pruefer. Weichen Erst- und Zweit-Korrektor um mehr als 1 Note von einander ab, braucht es einen dritten.
    Das gilt analog fuer andere Schulfaecher auch!
    Wobei diese Teste erst ab der 4. Klasse ueberhaupt geschrieben werden!
    Die Menschen brauchen eine gute Ausbildung und Motivation. Bisher hatten sie nur eine Motivation durch Korruption!
    Natuerlich muss der Staat und auch der Beamte selbst, durch Fort-/Weiterbildung dafuer sorgen, der Wissensstand bleibt mindestens erhalten.
    Mit diesem Vorschlag:

    Alle Thai-Fluggesellschaften wurden aufgefordert, innerhalb von zwei Wochen qualifiziertes Personal bereitzustellen, um dabei zu helfen, die von der US-Bundesluftfahrtbehörde FAA bemängelten Kriterien bei der Flugsicherheit zu beheben.

    … wird man die Kuh vom Eis bringen!
    Fremde? Wenn es Unternehmensberater in TH gibt, braucht es auch hier keine Fremden! Wichtig ist, die Auftragsnehmer (auch hier Wettbewerb!) stellen ihre Soll-Loesung vor, diese wird eventuell geringfuehgig (gegen Bezahlung , zB HOAI)abgeaendert, und dann uebernimmt der Unternehmensberater die Umsetzung.
    Das waere bei Polizei, Verwaltung (Einzelbereiche), Militaer, TAT, Gesundheit, Bildung, …. nicht anders.
    Prayut und seine Reformer koennen hoechstens die “Lenkungsgruppe” ueber allem sein!

  2. STIN STIN sagt:

    na endlich haben sie es kapiert. Ich schreib mir in Twitter, Facebook und hier schon die Finger wund. Endlich hat man mich erhört. Es geht nicht ohne ausländische Experten. Thailand hat keine Experten und bald auch keine Forensikerin mehr. Nun werde ich noch in allen Sozialmedien die Idee vorbringen, das auch bei den Englischlehrern zu machen. Ansosnten wird das auch nichts. Thailand benötigt fast in jedem Bereich ausländische Experten. Die können dann geeignete Thais hinzuziehen und diese schulen. Ich wäre sogar dafür, ausländische Polizeiberater zu holen, die die Thai-Police mal ordentlich schult, wie man Ermittlungen einleitet, wie man Spuren sichert (siehe Ko Tao). Dazu würde ich ev. das deutsche BKA um Hilfe ersuchen, die haben das im Kosovo auch sehr gut gemacht. Scotland Yard wäre auch eine Option. Es geht hier in erster Linie um die Kriminalpolizei und nicht Verkehrspolizei. Für die Thai-Airways empfehle ich weiterhin einen Farang-Experten, der bekommt die wieder hoch. Thais werden das nicht schaffen.

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