Regierung fordert Rückzahlung der Studentenkredite

Der Studentendarlehen-Fonds (SLF) bemüht sich nun verstärkt, noch ausstehende Studentenkredite von mehr als 60.000 Beamte einzutreiben. Die säumigen Beamten müssen bestätigen, dass sie bereit sind, eine monatliche Rückzahlung direkt von ihren Gehaltskonten zu leisten. Sollten sie nicht einverstanden sein, wird sich der SLF direkt mit ihren derzeitigen Arbeitgebern/Behörden in Verbindung setzen, um das Problem des Lohnabzuges mit denen zu lösen.

„Viele Arbeitgeberorganisationen haben bereits eine Vereinbarung unterzeichnet, Rückzahlungen in unserem Namen ab den Lohnkonten zu tätigen“, sagte SLF Manager Thitima Vichairatana gestern. Unter den Arbeitgebern sind die Abteilung des Comptroller General, der Universität von Phayao und Naresuan University. Herr Thitima fügte hinzu, dass der SLF auch ähnliche Vereinbarungen mit etwa 100 anderen Arbeitgebern zu erzielen versuche.

Mehr als 4,5 Millionen Menschen haben bisher Studentenkredite erhalten. Von ihnen haben über zwei Millionen Schuldner entweder gar nichts bezahlt oder sind mit den Raten im Rückstand. Das total der ausstehenden Schulden betrage über 56 Milliarden Baht. Unter den Schuldnern seien rund 60000 Beamte.

Der Vorsitzende der SLF, Somchai Sujjapongse, er ist auch Staatssekretär für Finanzen, sagte gestern, dass er Berichte erhalten hatte, dass etwa 1.000 Schuldner im Finanzministerium arbeiten. „Ich möchte nicht, dass Beamte des Ministeriums Schuldner sind“,sagte er. Beamten, die bis zum 15. Februar dem Lohnabzug zustimmen, wird der Abzug ab September gemacht, sagte er weiter.

Es wurden aber auch schon härtere Massnahmen getroffen. Zum Beispiel hat das SLF bereits Benachrichtigungsschreiben und Mahnungen verschickt, und ein Inkassounternehmen eingeschaltet. Das Unternehmen hat bei säumigen Schuldnern im Jahr 2014 800 Millionen Baht an Rückzahlungen erreicht und im Jahr 2015 gar 1,7 Milliarden Baht zurück in den Fond gebracht.

„Darüber hinaus werden wir versuchen, die Zusammenarbeit mit allen Regierungsstellen und Staatsunternehmen zu verbessern, um zu erreichen, dass die Schulden zurückgezahlt werden“, sagte Somchai. Man werde auch die Zusammenarbeit mit dem Privatsektor suchen.

Im Jahr 2013 konnte der Fonds 11 Milliarden Baht sammeln. Im folgenden Jahr waren es 13 Milliarden Baht und im letzten Jahr waren es mehr als 17 Milliarden Baht. „In diesem Jahr hofft der SLF bis zu 19 Milliarden Baht zu sammeln“, sagte er. Für dieses Jahr plant der SLF, Darlehen an 670.000 Studenten zur Verfügung zu stellen. Davon werden 200.000 Studenten neue Darlehensnehmer sein.

http://www.nationmultimedia.com/national/Civil-servants-must-repay-student-loans-30278933.html

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7 Antworten zu Regierung fordert Rückzahlung der Studentenkredite

  1. Avatar exil sagt:

    Und wieder einmal zeigt es auf wie es mit der Rückzahlungsmoral der lieben Thais aussieht.

    Harvard Universität blockiert ihre Facebook-Seite für thailändische Netizens

    PDFDruckenE-Mail

    Bangkok/Cambridge – Die Harvard Universität hat den Zugriff auf ihre Facebook-Seite (https://www.facebook.com/Harvard/) für Internetnutzer aus Thailand komplett blockiert. Die Sperrung erfolgte, nachdem hunderte von thailändischen Usern in der Bewertung die mangelnde Bereitschaft der Universität kritisiert hatten, für das in Thailand erhaltene und nicht zurückgezahlte Stipendium ihrer Dozentin Dr. Dolrudee Jumlongras aufzukommen und stattdessen lieber die vier thailändischen Bürgen auf dem Schuldenberg sitzen zu lassen.

    Das Thema hatte auch im Königreich eine Diskussion ausgelöst, bei der Akademiker eine Überarbeitung der bestehenden Kriterien für die Vergabe von Stipendien forderten (Wochenblitz berichtete: http://goo.gl/NLi0hF). Der Stein war ins Rollen geraten, nachdem herausgekommen war, dass Frau Dr. Dolrudee Jumlongras, eine ehemalige Dozentin der Mahidol Universität, eine neue Stelle an der bekannten Harvard Universität angenommen hatte und in die USA gezogen war, ohne auch nur einen Teil ihres Stipendiums in Höhe von 30 Millionen Baht! zurückzuzahlen.

    Warum sollte Cambridge das Stipendium zurück bezahlen, die liebe Thai sollte doch genug verdienen um ihre Schulden zu begleichen, aber lieber ausleihen und dann vergessen.

  2. Avatar emi_rambus sagt:

    <a href="http://www.schoenes-thailand.at">STIN</a>: Und warum macht man das nicht staendig?
    Diese Fonds ergeben keinen Sinn!

    ausser das Geld ist schon ausgebucht. Dann macht ein Fond schon Sinn und kann z.B. nun für die Bezahlung der Englischausbildungen, Native-Speaker
    herangezogen werden, ohne den Haushalt zu belasten.

    Was genau verstehst du Haushaltsspezialist unter “ausbuchen”.
    Es verstoesst bestimmt gegen “Haushaltswahrheit und Haushaltsklarheit”!!

    <a href="http://www.schoenes-thailand.at">STIN</a>: Wer kassiert denn da die 12 % Zinsen im Jahr?

    die kommen dann wohl auch in den Fond. Da ist dann nun genug Kohle drin, um den Thais mal vernünftiges Englisch beibringen zu lassen.

    DIE sollen sich das selbst bezahlen! Fuer die Kinder braucht es lange nicht soviel, wenn man endlich das Abschreiben durch Lernen ersetzt!

  3. Avatar berndgrimm sagt:

    Unter den Schuldnern seien rund 60000 Beamte.

    Die kann ich sehr gut verstehen!
    Schliesslich wird man in Thailand nicht Beamter
    um Geld zu bezahlen!

  4. Avatar emi_rambus sagt:

    <a href="http://www.schoenes-thailand.at">STIN</a>: Haben die jetzt neue “Kreditvertraege” der Inkassounternehmen?

    die werden Inkassooffices eingeschalten haben, die kassieren dann ihre Gebühren vom Schuldner, nicht vom Gläubiger.

    Wo haben die Thais auf einmal soviel Geld her, ohne einen neuen Kredit abzuschliessen? Der dann auch wieder mit Landrechten abgesichert wird!?

    <a href="http://www.schoenes-thailand.at">STIN</a>: Warum gibt es da einen FOND? Wo lagert das Geld, wenn es zurueckgezahlt wird? Wieviel kommt da jedes Jahr neu dazu?

    insgesamt gibt es wohl eine 2-Stellen Milliarden-Summe. Das wird halt alles eingesammelt, danach weiss ich nicht, was sie mit dem machen.
    Zurück führen woher es gekommen ist.

    Und warum macht man das nicht staendig?
    Diese Fonds ergeben keinen Sinn!
    In D gab es unverzinsliche Kredite fuer Sozialhilfeempfaenger zur Unternehmensgruendung (zB Currywurstbude) . Da wurden jedes Jahr neue Ausgaben veranschlagt, das galt aber auch fuer die Einnahmen und die gingen natuerlich an die Kasse(Bargeldlos!!). Da wurde nix zwischengelagert! Wer kassiert denn da die 12 % Zinsen im Jahr?

    • STIN STIN sagt:

      Wo haben die Thais auf einmal soviel Geld her, ohne einen neuen Kredit abzuschliessen?

      das wird monatlich vom Gehalt abgezogen, nicht auf einmal.

      Und warum macht man das nicht staendig?
      Diese Fonds ergeben keinen Sinn!

      ausser das Geld ist schon ausgebucht. Dann macht ein Fond schon Sinn und kann z.B. nun für die Bezahlung der Englischausbildungen, Native-Speaker
      herangezogen werden, ohne den Haushalt zu belasten.

      Wer kassiert denn da die 12 % Zinsen im Jahr?

      die kommen dann wohl auch in den Fond. Da ist dann nun genug Kohle drin, um den Thais mal vernünftiges Englisch beibringen zu lassen.

  5. Avatar emi_rambus sagt:

    und ein Inkassounternehmen eingeschaltet. Das Unternehmen hat bei säumigen Schuldnern im Jahr 2014 800 Millionen Baht an Rückzahlungen erreicht und im Jahr 2015 gar 1,7 Milliarden Baht zurück in den Fond gebracht.

    Haben die jetzt neue “Kreditvertraege” der Inkassounternehmen? 😥
    Warum gibt es da einen FOND? Wo lagert das Geld, wenn es zurueckgezahlt wird? Wieviel kommt da jedes Jahr neu dazu?

    • STIN STIN sagt:

      Haben die jetzt neue “Kreditvertraege” der Inkassounternehmen?

      die werden Inkassooffices eingeschalten haben, die kassieren dann ihre Gebühren vom Schuldner, nicht vom Gläubiger.

      Warum gibt es da einen FOND? Wo lagert das Geld, wenn es zurueckgezahlt wird? Wieviel kommt da jedes Jahr neu dazu?

      insgesamt gibt es wohl eine 2-Stellen Milliarden-Summe. Das wird halt alles eingesammelt, danach weiss ich nicht, was sie mit dem machen.
      Zurück führen woher es gekommen ist.

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