Reisbauer suchen Alternativen zum Reisanbau

Momentan steigen immer mehr Reisbauern der Provinz Chonburi mit finanzieller Unterstützung der Behörden und entsprechenden Umschulungen auf den Anbau alternativer Produkte um.

Bereits seit Anfang November 2015 informierte Gouverneur Khomsan Ekachai die Landräte und Gemeindeverwaltungen aller Distrikte der Provinz auf einer Videokonferenz darüber, dass die sehr spärlich ausgefallene Regenzeit die Wasserreservoire nicht ausreichend auffüllen werden können, um genug Wasser für den Reisanbau zur Verfügung stellen zu können.

Doch die Ankündigungen des Gouverneurs, dass ein aus Bangkok mitfinanzierter Aktionsplan mit Hilfe der Distrikt- und Gemeindeverwaltungen umgesetzt werden müsse, der vor allem darauf ausgerichtet sei, Bauern davon zuüberzeugen, wegen des hohen Wasserverbrauchs auf eine weitere Reisanpflanzung zu verzichten und statt dessenauf alternativen Gemüseanbau oder Viehzucht umzusteigen, stieß in vielen der betroffenen Gemeinden auf Verständnislosigkeit und Ablehnung.

Inzwischen melden die Landräte der zuständigen Distrikte jedoch erste Erfolge bei dem mit 12 Millionen Baht finanzierten Projekt zur Umbestellung von Ackerflächen in 27 Gemeinden, die vorerst nur als Pilotprojekt dienen sollen.

Dabei erfreut sich neben Bambus vor allem Mungobohnen großer Beliebtheit. Das ausgesprochen widerstandsfähige Gemüse benötigt deutlich weniger Wasser als Reis und sogar als Bambus, verhindert zudem den Wuchs von Unkraut und kann zudem als natürlicher Dünger benutzt werden.

Außerdem sind Mungo-Sprossen — in Deutschland fälschlicherweise als Sojasprossen bekannt — sowohl in der thailändischen als auch chinesischen Küche sehr beliebt.

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7 Antworten zu Reisbauer suchen Alternativen zum Reisanbau

  1. Avatar emi_rambus sagt:

    Da kommt es raus:

    800.000 landlose Bürger warten auf staatlich zugeteilte Grundstücke
    http://www.wochenblitz.com/nachrichten/bangkok/72920-800000-landlose-buerger-warten-auf-staatlich-zugeteilte-grundstuecke.html#contenttxt

    63.000 Landwirte (/Familien=12,7Pers/Fam?!) sollem 800.000Rai/Fam bekommen (=9,5 Rai/fam).
    Demgegenueber haben 10.000 Gross-Landwirte 4.000.000Rai (=400 Rai/GLW im Schnitt). Soweit ich es verstehe, soll davon jeder Maximal 500Rai behalten duerfen!
    Da waere bestimmt interessant zu wissen, wieviel Staats-Land die 100 groesstenGLW besitzen!
    Ich halte das fuer ein mehr als grosszuegiges Angebot (fuer GLW).
    Die Frage bleibt, inwieweit das Land jeweils bewaessert ist!
    Wenn es STeuern auf Ackerland gibt, sollte bewaessertes Land 2-3mal so hoch besteuert werden, wie nichtbewaessertes Land. Mit den Einnahmen sollte weitere Bewaesserung auf dem bisher nichtbewaesserten Land hergestellt werden.

  2. Avatar Hanseat sagt:

    Moin an die Runde,
    die Überschrift ist nicht richtig. Nicht die Bauern, das betreffende Ministerium sucht nach Lösungen. Die Bauern sind hauptsächlich daran interessiert, Subventionen von der öffentlichen Hand zu bekommen. Hier wird das Rad versucht neu zu erfinden. Der besonders von den Republikanern in der UDD verschmähte Monarch hatte seinen Landeskindern immer und immer wieder davor gewarnt, sich in die Monokultur zu begeben. Nach US System des angeblichen liberalen Marktes wird dann nur Reis oder Gummi geerntet. Wenn der Weltmarkt wegen Überproduktion die Preise in den Keller drücken oder wie jetzt Wasserknappheit herrscht, wird nach den Subventionen geschrieen. Stattdessen einmal in den Spiegel zu schauen, um den (dummen) Produzenten zu identifizieren. Ein Bauer, der nur auf ein Produkt setzt, muss sich nicht wundern, wenn er Probleme bekommen kann. Wo sind denn die klugen Farmer, die studiert haben und den unwissenden Kollegen mit Rat und Tat zur Seite stehen könnten? Ok, das Hauptproblem ist, dass der Monarch gesundheitlich nicht in der Lage ist, seinen stupiden Landeskindern einmal den Marsch zu blasen.

  3. Avatar emi_rambus sagt:

    Das zuechten von Nuetzlingen waere ein sehr sinnvoller Nebenerwerb.
    Gab es mal Ohrwuermer*, Florfliegen, Schlupfwespen , …. in TH?
    Marienkaefer kenne ich noch, meine Kinder nur von Bildern!
    Kann man in TH so etwas kaufen?
    Das Vakuum das nach dem Spruehen entsteht, koennte damit aufgefuellt werden.
    Allerdings waere Forschung erforderlich!
    Einsatz bei Unterglas-/UnterfolilienAnbau waere ein guter Anfang!

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_N%C3%BCtzlinge
    https://de.wikipedia.org/wiki/Biologische_Sch%C3%A4dlingsbek%C3%A4mpfung
    https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCtzling
    https://de.wikipedia.org/wiki/Curinus_coeruleus
    https://de.wikipedia.org/wiki/Marienk%C3%A4fer

    *wurde frueher pulverisiert bei Ohrenschmerzen benutzt

  4. Avatar emi_rambus sagt:

    445.000TB pro Gemeinde, ist ja nicht so viel Geld. Das nimmt ja jeder PhuYaiBan an Zinsen im Jahr ein!?
    Was geht denn in den vielen anderen Gemeinden, wo auch Trockenheit ist?

    • STIN STIN sagt:

      445.000TB pro Gemeinde, ist ja nicht so viel Geld.

      wenn nur ein paar Reisbauern mitmachen, reicht das schon pro Dorf. Bei uns wäre es genug. Es gibt so ca 20 Reisfarmer und die kommen in der
      Regel mit 20.000 Baht bei durchschnittlich 10-15 Rai aus. Also Aussaat/Pflanzung usw. Viele pflügen hier bei uns noch selbst mit den kleinen
      Lot Thais. Ist ja nur erstmal ein Pilotprojekt – wird das positiv aufgenommen, gibt es sicher mehr Hilfen.

  5. Avatar berndgrimm sagt:

    , dass die sehr spärlich ausgefallene Regenzeit die Wasserreservoire nicht ausreichend auffüllen werden können, um genug Wasser für den Reisanbau zur Verfügung stellen zu können.

    Das Bang Phra Reservoir unterhalb des Khao Kieo Regenwaldes welches auch uns
    mit Wasser versorgt ist so leer wie nie zuvor um diese Zeit.
    So wird es den anderen Talperren in der Provinz Choburi auch gehen!
    Chonburi ist sehr nahe an den Märkten Bangkoks und hat auch selbst viele
    Märkte auf denen Produkte die nicht soviel Wasser brauchen wie Reis
    verkauft werden können.
    Hier ist es viel einfacher als im Norden oder im Issan Produkte anzubauen
    die schnell verkauft werden müssen.
    Es ist höchste Zeit wenigstens hier die Bauern vom Reisanbau wegzubringen!

      berndgrimm(Quote)  (Reply)

  6. STIN STIN sagt:

    na endlich, wir haben das hier versucht – den Leuten klarzumachen, besser süsse Kartoffeln anzubauen, haben denen das auch erfolgreich vorgemacht – hatte nicht wirklich einer Interesse daran. Nun passiert da was, finde ich gut.

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