Aung San Suu Kyi lässt alle politischen Gefangenen frei

Nach dem Machtwechsel in Myanmar hat die zivile Regierung damit begonnen, Spuren der Militärdiktatur zu beseitigen. Etwa 90 politische Gefangene sollen bald frei sein.

Myanmars neue Regierung um Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat eine Freilassung aller politischen Gefangenen des Landes in den nächsten Tagen angekündigt. Sie sollen freikommen, bevor am kommenden Montag das neue Jahr im myanmarischen Kalender beginnt, teilte Suu Kyi mit.
Nach Zahlen der Gefangenenhilfsorganisation Assistance Association for Political Prisoners (Burma) gibt es in Myanmar 90 politische Gefangene. Einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge wurden seit dem Beginn landesweiter Proteste im Jahr 2014 zahlreiche Studenten, Aktivisten und Journalisten inhaftiert.

Die Partei der während der Militärdiktatur jahrelang unter Hausarrest eingesperrten Suu Kyi, die Nationalliga für Demokratie (NLD), gewann bei Parlamentswahlen im November die absolute Mehrheit. Laut der vom Militär diktierten Verfassung konnte Suu Kyi jedoch nicht Präsidentin werden, weil ihre Söhne ausländische Pässe haben.

Das Amt übernahm vergangene Woche ihr enger Vertrauter, der Ökonom Htin Kyaw (69). Eigens für Suu Kyi wurde der Posten der Staatsberaterin geschaffen. Sie soll wie ein Ministerpräsident ressortübergreifend arbeiten. Außerdem wurde sie Außenministerin und Leiterin des Präsidialamtes.

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emi_rambus
Gast
emi_rambus
8. April 2016 7:58 am

<a href="http://www.schoenes-thailand.at">STIN</a>: Sie muss die Gunst der Stunde ausnutzen!

sehr gefährlich. Die Generäle haben schon die erste Parlamentssitzung demonstrativ verlassen. Sie sollte aufpassen – es ist niemanden geholfen,
wenn sie durch ihr schnelles Handeln wieder eine Diktatur schafft. Zwar werden sich die Generäle das sicher 2x überlegen, aber egal.
Sie sollte auch versuchen, mächtige Militärs auf ihre Seite zu ziehen. Damit könnte sie die macht um Than Shwe ev. brechen.

Du meinst wie der Spender von den roten WC-Schuesseln?

Anonym
Gast
Anonym
8. April 2016 4:05 am

<a href="http://www.schoenes-thailand.at">STIN</a>: sehr gefährlich. Die Generäle haben schon die erste Parlamentssitzung demonstrativ verlassen. Sie sollte aufpassen – es ist niemanden geholfen,
wenn sie durch ihr schnelles Handeln wieder eine Diktatur schafft.

STIN,

ich helfe Ihnen mal auf die (realistischen) Sprünge:

1. Aung San Suu Kyi hat niemals eine Diktatur geschaffen, noch ist sie maßgeblich daran beteiligt, eine Diktatur schaffen zu wollen! Wäre diese tapfer Frau nicht in Burma, hätte das Land bis heute eine kapital-faschistische Diktatur!

2. Die Diktatur wurde einzig und allein von Anbeginn bis zum heutigen Tag von mächtigen und stinkreichen Personen geschaffen, die bereits ein gigantisches Vermögen angehäuft haben, aber den gierigen Hals immer noch nicht voll kriegen!

Mit solchen Kapital-Faschisten, die dort mit ihren Familien seit mehr als 50 Jahren ihr bestialisches Unwesen treiben, kann man auch nicht diskutieren, sondern nur direkt Klartext sprechen!

Soll heißen:

1. Sofort mit drakonischer Härte verhaften,
2. alle in Arbeitslager jagen,
3. arbeiten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang,
4. Wasser und Reis,
5. bei kapital-faschistischen Umtrieben sofort handeln,
6. alle Aufseher sind ehemalige Kerker-Sklaven, die unter bestialischen Bedingungen über Jahre eingekerkert waren, weil sie Demokratie und soziale Reformen erbeten habe!!!
7. Haftentlassung: Niemals!!!
8. Diese menschenverachtenden Lumpen tragen den Kapital-Faschismus-Virus in sich und werden aufgrund ihrer Geld- und Machtgier sofort zurück zur Ausbeutung anderer Menschen übergehen, sobald sie die kleinste Möglichkeit sehen!!!

emi_rambus
Gast
emi_rambus
7. April 2016 3:34 pm

Sie muss die Gunst der Stunde ausnutzen! Aber auch Freunde haben , die auf ihre Gesundheit achten!!