Lage der Medienfreiheit in Thailand

ROG – Thailand steht möglicherweise vor großen Veränderungen. Vor rund zehn Tagen wurde Glossar Yingluck Shinawatra zur ersten Ministerpräsidentin des südostasiatischen Landes ernannt. Die Chefin der vorher oppositionellen Glossar Pheu Thai-Partei hat weitgreifende Reformen angekündigt. Sie will den Mindestlohn anheben, den Zugang zu Bildung verbessern und plant massive Unterstützungsmaßnahmen für Bauern und Investitionen in die Infrastruktur.
Nichtregierungsorganisationen wie Reporter ohne Grenzen (ROG) appellieren an die neue Regierung, ebenfalls die Menschenrechte zu einer Priorität ihrer Politik zu machen. So steht Thailand auf der Rangliste der Pressefreiheit derzeit auf Rang 153 von insgesamt 178 Ländern. Außerdem fällt das Land im ROG-Report “Feinde des Internets” in die Kategorie “unter Beobachtung”.

Der ROG-Thailand-Experte Serhat Ünaldi ist derzeit in Bangkok und kann detailliert über die aktuelle Lage der Medienfreiheit berichten. Vor allem Gesetze zur Majestätsbeleidigung werden von der thailändischen Regierung und Justiz missbraucht, um missliebige Journalisten und kritische Blogger einzuschüchtern und zu verfolgen. In 95 Prozent der Fälle kommt es nach einer Anklage wegen “Majestätsbeleidigung” zu einer Verurteilung. Jede verleumderische, beleidigende oder bedrohliche Äußerung über den König, die Königin oder den Kronprinzen kann mit drei bis fünfzehn Jahren Haft bestraft werden.

Aktuell wurde beispielsweise am 26. Juli der Journalist Somyot Prueksakasemsuk in zwei Fällen der “Majestätsbeleidigung” angeklagt. Ihm droht eine Strafe von bis zu dreißig Jahren Haft. Am 5. August wurde zudem Norawase Yospiyasathien festgenommen, ein 23-jähriger Absolvent der Kasetsart Universität in Bangkok. Der stellvertretende Rektor der Universität hatte den damals im Abschlussjahr studierenden Norawase bereits im Oktober 2010 angezeigt. Er soll einen Textauszug von einer subversiven Internetplattform auf seine Windows Live Seite kopiert haben. Nach drei Nächten im Gefängnis wurde Norawase inzwischen auf Kaution freigelassen.

Gesetze über die innere Sicherheit gestatten der Regierung und den Streitkräften zudem eine weitreichende Zensur – ohne notwendiges Einverständnis durch ein Gericht.

Bei Interesse an INTERVIEWS MIT DEM ROG-EXPERTEN FÜR THAILAND, SERHAT ÜNALDI, wenden Sie sich bitte an die ROG-Pressestelle.

Pressekontakt:
Reporter ohne Grenzen
Anja Viohl
Pressearbeit
presse@reporter-ohne-grenzen.de
www.reporter-ohne-grenzen.de
T: +49 (0)30 202 15 10 – 16
F: +49 (0)30 202 15 10 – 29
Quelle: http://www.presseportal.de/pm/51548/2096693/lage-der-medienfreiheit-in-thailand-interviewangebot-mit-rog-experten

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2 Kommentare zu Lage der Medienfreiheit in Thailand

  1. eni_rambus sagt:

    Mal ein Beispiel fuer die allgemeine Volksverdummung:
    Platz 1-45* haben im Schnitt 660 Seiten** gesperrt.
    Da sind im Schnitt 600*** Kinder-Pornoseiten, 20*** Verstoesse gegen Religionsfreiheit, …..,
    30*** Seiten auf denen staendig die Regierung aufs allerletzte angepisst wird.
    ……..

    Thailand Platz 153 hat 65665** Seiten gesperrt. Davon sind 600*** Kinder-Pornoseiten, 20 ***Verstoesse gegen die Religionsfreihet, …. 30*** Seiten auf denen staendig die Regierung aufs allerletzte angepisst wird , 5*** Seiten wegen Verstoss 112,
    und 65.000*** Seiten mit Pornos.
    Mein Ratschlag ****an das Land meiner Kinder, hebt die Sperrung der Pornoseiten auf und setzt dafuer das Mindestalter in Thaipuffs***** auf ……. nicht allzuweit unter 18 Jahren fest.
    :I

    *Rangliste der Pressefreiheit
    **willkuerliche Annahme!
    ***stimmt oder auch nicht
    ****kostenlos
    *****natuerlich weiss ich, in TH gibt es keine Puffs :rofl:

  2. bukeo sagt:

    Thailand steht möglicherweise vor großen Veränderungen. Vor rund zehn Tagen wurde Glossar Yingluck Shinawatra zur ersten Ministerpräsidentin des südostasiatischen Landes ernannt. Die Chefin der vorher oppositionellen Glossar Pheu Thai-Partei hat weitgreifende Reformen angekündigt. Sie will den Mindestlohn anheben, den Zugang zu Bildung verbessern und plant massive Unterstützungsmaßnahmen für Bauern und Investitionen in die Infrastruktur.

    dazu meint der ROG-Thailand-Experte im Interview zur neuen Regierung:

    Interview: “Von Veränderungen kann bisher keine Rede sein”

    Weiters ist der Experte der Meinung, das momentan nichts in Sachen Menschrechte, Zensur, LM usw. getan wird, sondern es wird lediglich versucht – Thaksin wieder nachhause zu holen.
    Auch ist er der Meinung, das auch Thaksin Menschenrechte, Zensur usw. nicht auf seiner Prioriätenliste hat und das sich Yingluck nicht nach ihren Bruder richten soll.
    Also ob das so leicht möglich ist….

    Nachzulesen hier:

    http://www.medienmilch.de/frischmilch/exklusiv/interview/artikel/details/101803interview-von-veraenderungen-kann-bisher-keine-rede-sein/

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