Deutsche Familie möchte 2,1 Millionen Baht Entschädigung wegen Unfall

Die Familie eines Deutschen, der im Dezember letzten Jahres bei einem Unfall auf Phuket tödlich verunglückte, verlangt 1,3 Millionen Baht als Entschädigung für seinen Tod und 800.000 Baht für die Verletzungen seiner Partnerin.

Der Angeklagte Jakarin Rodpradit (26) hat am Freitag nach einer ersten Verhandlung vor dem Landgericht über einen Monat Zeit erhalten, um die Angelegenheit zu beurteilen. Die Kläger und der Angeklagte werden am 4. August wieder vor Gericht erscheinen.

Herr Jakarin hatte ursprünglich jegliche Verantwortung für den Unfall zwischen seinem Auto und dem Motorrad verweigert, auf dem Herr W. (47) und seine Partnerin Patcharin Lammai (35) saßen

Etwa eine Woche nach dem Unfall hatte die Familie von Frau Patcharin Zeugen und Aufnahmen von Sicherheits-Kameras der Polizei präsentiert. Herr Jakarin wurde mit den neuen Beweisen konfrontiert und er gestand den Unfall verursacht zu haben. Er wurde des rücksichtslosen Fahrens mit Todesfolge, Verletzten, Sachbeschädigung und ohne den Opfern zu helfen angeklagt. Dies ist Schwerwiegender als nur rücksichtslosen Fahrens, sagte der Anwalt von Frau Patcharin.

Die Familie des Deutschen wollte zunächst, dass Herr Jakarin ins Gefängnis geht. Doch nach seinem Geständnis einigten sie sich eine Entschädigungszahlung auszuhandeln. Der Angeklagte nutzte die Gelegenheit um sich für sein Vorgehen zu entschuldigen und verhandelt derzeit mit seinem privaten Autoversicherer und der staatlichen Kfz-Versicherung.

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Soweit konnte Herr Jakarin sagen, dass die private Versicherungsgesellschaft eine Millionen Baht auszahlen würde und weitere 200.000 Baht von staatlicher Seite. Er sagte jedoch, dass die 800.000 Baht für Frau Patcharin recht hoch seien. Allerdings versucht er dies in Betracht zu ziehen und wird nach Wegen suchen das Geld aufzutreiben.

Frau Patcharin blieb jedoch hartnäckig und sagte, dass dieser Betrag die Krankenhauskosten wie plastische Chirurgie, Laserbehandlung, Einkommensverluste während ihrer Zeit im Hospital, Schäden am Motorrad und andere Ausgaben beinhalte. Wenn er diese Bedingungen nicht erfüllen kann, dann wird die Familie alles daran setzen, dass Herr Jakarin ins Gefängnis geht.

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emi_rambus
Gast
emi_rambus
23. Juli 2016 4:34 pm

<a href="http://www.schoenes-thailand.at">STIN</a>: STIN sagt:
23. Juli 2016 um 3:50 pm

Der war doch bestimmt betrunken und hat als jugendlicher schon aehnliche Straftaten begangen,

keine Ahnung. Das weiss die Polizei aber schon – wird dann straferschwerend bewertet, wenn er vorbestraft sein sollte.

Der kommt bestimmt auf Kaution frei und das wird dann auf die Bewaehrungszeit angerechnet.

nein, wird nie auf die Haftzeit angerechnet, nur U-Haft.

Ich wollte dich nur auf die Schippe nehmen! 🙄

emi_rambus
Gast
emi_rambus
23. Juli 2016 2:22 pm

<a href="http://www.schoenes-thailand.at">STIN</a>: STIN sagt:
23. Juli 2016 um 9:00 am

Und der kann sich jetzt auch bei der EX freikaufen??

wohl nicht ganz, weil er auch noch wegen Waffenbesitz, Drogen usw. angeklagt wird.
Für den Mord kann er sich wohl auch nicht mit Entschädigungszahlung mildernde Umstände holen, da
der Schwede mit der Frau wohl nicht mehr zusammen lebte. Kommt dann darauf an, ob die beiden noch verheiratet
waren.

Der war doch bestimmt betrunken und hat als jugendlicher schon aehnliche Straftaten begangen, muss ja alles beruecksichtigt werden. Wo stand da was vom unerlaubten Waffenbesitz? Der kommt bestimmt auf Kaution frei und das wird dann auf die Bewaehrungszeit angerechnet.