Krabi: US-Lehrer vor internationaler Schule verhaftet

Die Polizei in Krabi konnte gestern einen Lehrer aus der USA verhaften, der von den Behörden der Vereinigten Staaten wegen verschiedener Drogendelikte gesucht wird. Der Amerikaner war an der internationalen Schule in Krabi als englischer Sprachlehrer angemeldet und tätig.

Der von den US-Behörden gesuchte Herr Alexander Jonathan Rosen wurde von der Polizei vor der internationalen Schule in Krabi verhaftet, nachdem die US-Botschaft einen Antrag auf Unterstützung beim nationalen Polizeichef General Chakthip Chaijinda eingereicht hatte.

Bei ihren Ermittlungen stellten die Behörden zunächst fest, dass der Verdächtige bereits zum siebten Mal nach Thailand Ein- bzw. ausgereist war. Er war zunächst am 31. Oktober 2015 auf dem internationalen Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok gelandet und hatte Thailand wieder am 2. November 2015 verlassen. Sein neuester und letzter Eintrag stammte von seiner Einreise am 23. Oktober 2016.

In der Zwischenzeit hatte Herr Rosen am 14. September einen Antrag für einen vorübergehenden Aufenthalt im Königreich eingereicht. Damit wollte er eine Genehmigung beantragen um an der internationalen Schule in Krabi als englischer Sprachlehrer arbeiten zu können.

Da er den Antrag bereits eingereicht hatte, bevor die Behörden in den USA die thailändischen Behörden um Amtshilfe gebeten hatten, wurde sein Antrag von der Einwanderungsbehörde ohne Bedenken genehmigt. Dadurch wurde dem englischen Sprachlehrer der Aufenthalt bis zum Juli 2017 bestätigt.

Dagegen wurde der Verdächtige bereits wegen verschiedener Drogendelikte per Haftbefehl seit dem 11. Dezember 2015 in seinem Heimatland gesucht. Nachdem die amerikanische Botschaft die thailändische Polizei über den Haftbefehl informiert und um Hilfe gebeten hatte, konnte der Aufenthaltsort des Amerikaners anhand der Datenbank der Einwanderungsbehörde lokalisiert werden.

Für die Polizei war es dann ein leichtes, den Mann vor der internationalen Schule zu verhaften. Der Chef der Einwanderungsbehörde, Oberst Leutnant Nattorn Prohsunthorn erkärte gegenüber den lokalen Medien, dass die Einwanderungsbehörde in Thailand aufgrund der Informationen über den Mann sein Visum bereits widerrufen haben.

Zeitgleich wurde er auch auf die schwarze Liste der Einwanderungsbehörde gesetzt um ihn daran zu hindern, erneut in das Königreich einzureisen. Herr Rosen wurde zwischenzeitlich von der Polizei in Krabi an die Einwanderungsbehörden in Bangkok überführt.

Oberst Leutnant Nattorn warnte alle internationalen Schulen vor der Vergabe von Arbeitsplätzen an Ausländische Fachkräfte, diese vor ihrer Einstellung zur Sicherheit der Schüler und des Schulpersonals gründlich zu überprüfen. Sollten sie dabei ein verdächtiges Verhalten feststellen, sollte die Schulleitung die Polizei oder die Einwanderungsbehörde einschalten und über den Fall informieren.

Er forderte die Schulen weiter auf, die „Arbeitserlaubnisse und die verlängerten Aufenthalte“ für ihre ausländischen Lehrer selber zu beantragen, um so gefährliche Leute von vorneherein aus dem Dienst auszuschließen.

 

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4 Antworten zu Krabi: US-Lehrer vor internationaler Schule verhaftet

  1. Avatar Der Sozial-Jango sagt:

    berndgrimm: Keine International School stellt Lehrer ein die kein Work Permit haben!
    Der normale Weg ist, dass die Papiere der Lehrer die angestellt werden sollen
    an die Immigration gegeben werden und erst wenn diese ein Work Permit
    ausgestellt haben wird der Vertrag gemacht.
    Es soll nur wieder die eigene Verantwortung abgeschoben werden!

    Typisch Thai eben!

    Mr. Grimm,

    genauso ist es!

    Aber eigentlich sollte man sich als intelligenter Mensch die Frage stellen, was der Amerikaner tatsächlich “verbockt” hat:

    Er hat also “etwas” mit Drogen zu tun gehabt, aber keine Angaben dazu. Doch dann sollte man wissen, dass man im tollen Amerika in gewissen Bundesstaaten bereits für 20 Jahre in den Kerker gejagt wird,…

    …wenn man mehrfach dabei ertappt wird, wenn man an der Marihuana-Tüte geschnuppert hat oder auch, wenn man mehrfach im Supermarkt Lebensmittel klaute und dabei erwischt wurde!

    Denn die Justiz in Amerika ist nämlich nicht ganz knusper:

    In den USA kommt man wegen lächerlichen Pille-Palle-Delikten Jahre in den Kerker, aber bei richtigen Schwerverbrechern aus dem Bankwesen, die Tausende und Abertausende von Kleinanlegern um ihr ganzes Vermögen gebracht haben, ist man weitaus nachsichtiger und toleranter!

    Ich glaube, das hat das schöne Land von den Amis 1:1 kopiert!

    Ich kann jedoch die Ami-Justiz absolut verstehen: (Ich kann übrigens alles verstehen und nachvollziehen, aber nur einen verschwindet geringen Teil davon kann ich akzeptieren!)

    In den USA sind sehr viele Gefängnisse Privateigentum von Unternehmern, die solche Strafanstalten als sehr erfolgreiches Geschäftsmodell betreiben.

    Und die brauchen selbstverständlich immer und jederzeit Strafgefangene, damit sie ordentlich Kohle verdienen. Denn ein fast leerer Knast bring genauso wenig Profit wie ein fast leeres Restaurant!

    Darum haben solche ökonomischen “Gefängnis-Betreiber” auch sehr gute Kontakte zu den entschiedenen Staatsanwälten und Richtern, um genügend Kartoffelräuber inhaftieren zu können.

    Das geht dann zuweilen folgendermaßen ab……

    An manchen schönen Abenden sitzen der Gefängnis-Betreiber und der Staatsanwalt/Richter im Edel-Restaurant “La Elitäro” und unterhalten sich:

    Gefängnis-Betreiber: “Hör’ mal Jack, ich habe derzeit meinen Knast nicht voll ausgelastet, ich brauch unbedingt in der nächsten Zeit einige Hundert Knast-Schweine. Kann‘ste mir welche besorgen? Für jede Sau gebe ich Dir das versprochene Geschenk!“

    Staatsanwalt/Richter:
    „Kein Problem John, ich hab noch einen Haufen Kleinkriminelle, Ladendiebe, Marihuana-Raucher und son menschlichen Mist, die kann ich Dir bringen. Ich wollte doch immer schon einen AMG Benz fahren!“

    Hahahha hahahah hahahah…….

    • STIN STIN sagt:

      In den USA kommt man wegen lächerlichen Pille-Palle-Delikten Jahre in den Kerker, aber bei richtigen Schwerverbrechern aus dem Bankwesen, die Tausende und Abertausende von Kleinanlegern um ihr ganzes Vermögen gebracht haben, ist man weitaus nachsichtiger und toleranter!

      naja, so wenig bekommen die Anlage-Betrüger auch nicht. 150 Jahre usw. sind keine Seltenheit. Die Strafen sind in der USA
      prinzipiell sehr hoch, man kommt aber auch dann wsentlich früher raus, meist nach einem Drittel, bei guter Führung und wenn eine
      vorzeitige Entlassung nicht vom Richter ausgeschlossen wurde.

  2. Avatar berndgrimm sagt:

    Oberst Leutnant Nattorn warnte alle internationalen Schulen vor der Vergabe von Arbeitsplätzen an Ausländische Fachkräfte, diese vor ihrer Einstellung zur Sicherheit der Schüler und des Schulpersonals gründlich zu überprüfen. Sollten sie dabei ein verdächtiges Verhalten feststellen, sollte die Schulleitung die Polizei oder die Einwanderungsbehörde einschalten und über den Fall informieren.

    Keine International School stellt Lehrer ein die kein Work Permit haben!
    Der normale Weg ist, dass die Papiere der Lehrer die angestellt werden sollen
    an die Immigration gegeben werden und erst wenn diese ein Work Permit
    ausgestellt haben wird der Vertrag gemacht.
    Es soll nur wieder die eigene Verantwortung abgeschoben werden!
    Typisch Thai eben!

  3. STIN STIN sagt:

    wieder ein Native-Speaker weniger 🙁
    Dazu noch ein guter ausgebildeter auch noch.

    Mal sehen, wie man nun die Expats wieder ärgern wird, mit Verschärfungen.
    Dort 2 Farangs, die einen Briten killen, der auch scheinbar ein Gangster war, nun einen
    gesuchten Drogenhändler.

    Besser die Thais killen sich gegenseitig, Farangs sollten sich korrekt verhalten.
    Kommt alles auf uns zurück. Aber keiner hört auf mich…..:-)

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