Süd-Thailand: Armee verbietet grosse Kochgas-Stahlflaschen

Die vierte Armee hat einen Befehl unterzeichnet, wonach in drei südlichen Provinzen und in vier Bezirken von Songkhla die Benutzung der in Thailand üblichen großen Stahlkochgasflaschen verboten sind. Viel zu oft werden gerade im Süden des Landes diese großen Gasflaschen zu gefährlichen Bomben umfunktioniert und eingesetzt.

Das Verbot betrifft die südlichen Provinzen Yala, Pattani und Narathiwat, sowie die vier Bezirke Chana, Na Thawi, Saba Yoi und Thepa in der Provinz Songkhla. Das Verbot für die Stahlkochgasflaschen wurde vom Kommandanten der vierten Armee, General Leutnant Piyawat Nakwanich unterzeichnet und ist seit dem 13. Januar dieses Jahres in Kraft.

Das Internal Security Operations Command (Isoc) der Region 4 hat die Lieferanten der Gasflaschen aufgefordert, die Stahl Gasflaschen durch eine Gasflasche aus Verbundwerkstoffen zu ersetzen. So möchte die Armee für die Zukunft verhindern, dass diese Stahlkochgasflaschen von den Aufständischen im Süden des Landes immer wieder als gefährliche Bombenbehälter verwendet werden.

Bei verschiedenen Tests und Isokontrollen wurde festgestellt, dass die zusammengesetzten Zylinder aus Verbundwerkstoffen bei einer Explosion wesentliche kleinere und leichtere Fragmente freisetzen, als die schweren Stahl Gasflaschen.

Dies bedeutet unter anderem auch, dass diese Zylinder aus Verbundwerkstoffen nur eine begrenzte Reichweite haben und dadurch weniger gefährlich sind und wesentlich weniger Schaden anrichten als die Gasflaschen aus Stahl.

Diese neuen Gasbehälter bestehen hauptsächlich aus mit harzgefülltem Fieberglas. Dieser Verbundstoff wird in der Industrie bereits seit langem eingesetzt und wegen seiner hohen Haltbarkeit und seinem geringen Gewicht vor allem in der Flugzeug Industrie und beim Bau von Schiffen verwendet.

Zusätzlich wurden die Sicherheitsbehörden in den vier Provinzen informiert und dazu aufgefordert, ihre Beamten in den entsprechenden Gebieten einzusetzen, um die Gas Tankstellen in den Sperrgebieten entsprechend des neuen Verbots zu kontrollieren. Die Beamten sollen dabei gleichzeitig auch darauf achten, dass der Verkauf von flüssigem Erdgas (LPG) an die privaten Haushalte für Kochzwecke verhindert wird.

Die Behörden in Pattani hatten gestern zu einer Diskussionsrunde eingeladen, an der die Behörden der südlichen Grenzprovinzen, die Verwaltungsorganisationen und Studenten aus den drei südlichen Grenzprovinzen teilgenommen haben. Bei der Diskussion ging es um weitere Vorschläge, wie die Unruhen im Süden des Landes weiter eingeschränkt bzw. verhindert werden können.

Der Generalsekretär der SBPAC, Herr Supanat Siranthawineti sagte gegenüber den Schülern und Studenten bei der Diskussionsrunde, dass gerade die Jugendlichen für die Bemühungen zu einem Friedensaufbau in der Region sehr wichtig sind.

Er forderte sie in seiner Rede dazu auf, die Verbreitung von falschen oder verzerrten Informationen, sowie die Verbreitung ihrer religiösen Überzeugungen zu stoppen.

Der Vorschlag, die schweren Stahlgasflaschen durch die neuen Gasflaschen aus Verbundwerkstoffen zu ersetzen ist nicht neu und wurde bereits im September 2013 von dem Internal Security Operations Command (ISOC) vorgeschlagen.

Die Gasflaschen aus Verbundwerkstoffen werden von der „PAP Gas and Oil Co“ produziert und werden für den Gebrauch in Gemeinden der drei südlichen Grenzprovinzen zur Verfügung gestellt, sagte Maj Gen Surachart Jitjang, Leiter für Öffentlichkeitsarbeit im Verteidigungsministerium.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Gasflaschen aus dem Verbundmaterial wie andere Flaschen bersten. Doch nach den Explosionstests fanden die Experten, dass die Bruchstücke kleiner und leichter waren und nicht so weit herumgeschleudert wurden wie Metalteile, sagte Maj Gen Surachart.

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