Yingluck-Prozess: Regierung warnt Rothemden vor Unruhen

Das Urteil im Strafprozess gegen die ehemalige Premierministerin Yingluck Shinawatra soll am 25. August gefällt werden. Ihr werden Pflichtversäumnisse beim Reisprogramm vorgeworfen. Ihr droht eine Höchststrafe von zehn Jahren Haft.

Regierung und Sympathisanten tauschen gegenseitige Warnungen aus. So hatte Premierminister General Prayuth Chan-ocha vorgestern eine Warnung an Yingluck-Sympathisanten gerichtet, dass sie keine Unruhen anzetteln sollen.

Gestern warnten die Rothemden die Regierung, dass es zu Konfrontationen kommen könnte, wenn den Unterstützern der ehemaligen Regierungschefin verboten wird, sich kommenden Monat vor Gericht zu versammeln.

Vor dem 25. August soll Yingluck noch einmal zu Wort kommen. Am 1. August wird sie ihr Schlussplädoyer halten.

Beim letzten Verhandlungstag am Freitag hatten sich trotz Versammlungsverbot etwa 1000 Sympathisanten vor Gericht versammelt. Es wird darüber spekuliert, dass es im August noch sehr viel mehr werden könnten.

Die Behörden beobachten unterdessen die Bewegungen bestimmter Gruppierungen, sagte General Chalermchai Sitthisart. Die „Peace-Keeping“-Truppen vor Ort seien mit der Aufgabe betraut, die Aktionen „aller involvierten Gruppen“ bis zur Urteilsverkündung zu beobachten. Falls sie Pläne entdecken, dass seitens der Rothemden eine Mobilmachung geplant ist, sollen die Anführer überzeugt werden, von diesen Plänen Abstand zu nehmen.

Auch beim thailändischen Aktienindex SET laufen Vorbereitungen wegen des zu erwartenden Urteils. SET-Präsident Kerara Manchusree sagte, dass der thailändische Kapitalmarkt vor Schockwellen, die das Urteil auslösen könnten, geschützt sei. Falls es Auswirkungen gäbe, dann nur vorübergehend.

Ohne ins Detail zu gehen, sagte Kesara, dass die Börse Werkzeuge habe, um mit dem Problem umzugehen. Außerdem seien die Investoren jetzt erwachsener als früher, und der Aktienmarkt habe so einige politische Unruhen überstanden.

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1 Antwort zu Yingluck-Prozess: Regierung warnt Rothemden vor Unruhen

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    Beim letzten Verhandlungstag am Freitag hatten sich trotz Versammlungsverbot etwa 1000 Sympathisanten vor Gericht versammelt. Es wird darüber spekuliert, dass es im August noch sehr viel mehr werden könnten.

    Solche Veranstaltungen laden Thaksin geradezu ein eine neue Volksoper
    aufführen zu lassen.
    Wie dumm muss man eigentlich sein um jemanden den man eigentlich
    von der Macht entfernen wollte noch eine grössere Bühne für seine
    Opernaufführungen zu liefern???
    Wer wie ich die politischen Demonstrationen 2008-2011 und ff besucht hat
    weiss woran es in Thailand mangelt:
    Nicht an Demokratie und Freiheit sondern an Recht,Ordnung
    und vor Allem Verantwortung der Amtsinhaber (egal auf welcher Ebene)
    Die Mehrzahl der Eingeborenen und fast alle Machtbesitzer sind
    für die Demokratie vollkommen ungeeignet weil sie die ihnen
    verliehene Macht ausschliesslich zum eigenen Vorteil missbrauchen.
    Und Freiheit?
    Im Land der „Freien“ gibt es viel zuviele Freiheiten für die Eingeborenen.
    Natürlich ausser der Freiheit zur politischen Meinungäusserung.
    Aber sonst dürfen die Eingeborenen Alles:
    Sie dürfen ungestraft oder nur Showbestraft :
    Lügen,Stehlen,Morden,Vergewaltigen,Betrügen und was ihnen sonst noch so
    an UNESCO geschützten Thainess Eigenheiten einfällt.
    Warum?
    Ganz einfach, weil man zwar im Westen viel zuviele Gesetze abgeschrieben hat,
    aber diese nicht gegen jeden anwenden will.
    Weil die dazugehörige Exekutive in Thailand auch nach 3 Jahren
    „guter“ Militärdiktatur weiterhin inaktiv und parteiisch ist.

    Und da von dieser Militärdiktatur zwar viel zuviel Gerede aber
    überhaupt keine zielgerichtete Taten kommen bekommt
    jetzt auch Thaksins Nummerngirl nochmal eine grosse Bühne
    für ihren letzten(?) Auftritt geliefert!
    Jeder weiss dass solche Showveranstaltungen eine Spezialität Thaksins
    und seiner Teilzeitterroristen sind.
    So war es 2009 und 2010. Und so wird es auch wieder werden.
    Prayuth meint vielleicht er hätte aus 2010 gelernt.
    Dies glaube ich aber nicht.
    Da die „Polizei“ weiterhin Thaksins Prvatarmee ist und wenn sie
    wirklich eingreift sicherlich keine Ordnungsmacht ist, sondern
    das Gegenteil.
    Das Militär wird wie am 10.April 2010 in einen Hinterhalt laufen
    und es wird viele Tote und Verletzte geben für die am Ende
    diese „gute“ Militärdiktatur verantwortlich gemacht wird.

    Wenn man in Thailand wirklich soetwas wie Demokratie
    und Meinungsfreiheit zulassen wollte, so hätte man
    schon lange politische Demos unter kontrollierten Bedingungen
    zulassen müssen und die „Polizei“ in ihrer eigentlichen Aufgabe
    als Ordnungsmacht und nicht parteiischer Anarchist schulen müssen.
    Wenn nötig mit vorgehaltener Knarre.

    Man hat inzwischen zwar Thaksin in Sachen Propaganda den Rang
    abgelaufen aber Thaksin ist jeder ordentlichen Regierung in Thailand
    meilenweit voraus. Denn im Gegensatz zu unseren Militärdiktatoren
    entscheidet er allein was geschieht und muss nicht erst auf Befehle warten.

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