Wurde der radikale Rothemden-Führer Kotee in Laos verhaftet?

Regierung und Sicherheitsbeamte konnten oder wollten bisher nicht die Gerüchte bestätigen, dass der militante Rothemdenführer Wuthipong Kochathamakun alias Kotee, eine der meist gesuchten Personen Thailands, am Samstagabend angeblich in Laos verhaftet wurde.

Behörden fahnden seit fast drei Jahren nach dem gewaltbereiten Aktivisten wegen Majestätsbeleidigung, wegen Planung und Durchführung mehrerer Anschläge auf Demonstranten des Volksdemokratischen Reformkomitees in 2014 und wegen der Aufbewahrung eines ganzen Arsenals an Kriegswaffen und Munition in einem seiner Privathäuser.

Sowohl der stellvertretende Premierminister und Verteidigungsminister Prawit Wongsuwon, als auch Armee-Chef Chalermchai Sitthisad sowie Polizeisprecher Krissana Pattanacharoen sagten gegenüber Reportern nur, dass man die in Social Networks aufgetauchten Gerüchte über Wuthipongs angebliche Festnahme prüfe, aber bisher nicht bestätigen könne.

Mitte Juni dieses Jahres zahlten sich die mehrfach gestellten Anfragen an das laotische Außenministerium hinsichtlich einer Unterstützung bei der Suche des Rothemdenführers und einer Sperrung seines Radiokanals erstmalig aus: Laotische Behörden blockierten Kotees Internet-Radiokanal, über den er fast zwei Jahre lang Hassbotschaften verbreitet und zu Gewalt gegen die thailändische Regierung aufgerufen hatte.

Vizepremierminister Prawit hatte die Schließung von Kotees Hetzkanals auf die guten Beziehungen zur laotischen Regierung zurückgeführt, betonte allerdings jetzt, er wisse nichts von einer Verhaftung.

Kotee-Sympathisanten, die mit Netzwerken der Rothemden verbunden sind, wie der in den USA lebende YouTube-Aktivist Jom Petchpradab, behaupten jedoch, dass es sich nicht um Gerüchte handele. Auf seiner Facebook-Seite schrieb Jom, er habe persönlich von Wuthipongs Mitarbeitern vor Ort erfahren, dass Kothee und zwei seiner Leute am Samstag von etwa zehn bewaffneten Männern verhaftet und an einen geheimen Ort gebracht wurden.

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berndgrimm
Gast
berndgrimm
3. August 2017 5:32 am

aus khaosod:

Like his deputy, Prayuth said it was implausible that an armed operation could be carried out in a foreign country.

“Just think about it, whoever wants to do it, can they do it in another country? Is it possible? I don’t know,” Prayuth said.

Ko Tee is known as a radical Redshirt activist who often called for violent confrontation with his opponents. He operated the Red Guard radio station until he fled Thailand following the 2014 coup. At the time he was under investigation for defaming the royal family comments made about the monarchy in an interview with Vice News.

During his exile in Laos, the activist has advocated replacing the monarchy with a federalist republic, a taboo topic back home.

He was also charged in absentia with terrorism in March for allegedly stockpiling heavy weapons at a former residence in northern metro Bangkok, though Wutthipong strongly denied the allegations.

Also zunächst mal muss ich unserem kleinen Grossen Diktator vollkommen
zustimmen!
Warum sollen Thai Behörden etwas im Ausland tun können,
zudem sie im eigenen Land nicht fähig sind?
Jetzt tun Thaksins Hanseln plötzlich so als gehöre Ko Tee zu ihren
LM-Verfolgten.
Die ist nicht so.
Er war genauso ein Terrorist wie Jatuporn,Nattawut und Arisaman
und hat mehr noch als diese zu Mord ,Totschlag und Gewalt aufgerufen.
Er war kurz vor Yinglucks Abgang noch bei der Roten Demo im
Rajamangala Stadion und hat dazu aufgerufen Sutheps Volksmarschierer
abzuknallen!
Bei Sutheps Demos wurden 30 Demonstranten oder unbeteiligte Zuschauer
darunter auch Kinder von “Unbekannten” ermordet!

Wenn also Ko Tee plötzlich wirklich verschollen wäre, so sollte man
diesem keine Träne nachweinen angesehen dessen welche anständigen Leute
in Thailand während der Thaksin Herrschaft entsorgt wurden.

Thaksins Rote Hassprediger haben sich immer von Ko Tee distanziert
wenn er wieder mal durchdrehte.
Aber sie haben ihn immer wieder geholt und waren deshalb sicher
auch seine Komplizen.
Deshalb bin ich auch überzeugt davon dass er garnicht in Laos
sondern höchstens im Grezgebiet aber auf Thai Boden war.

  berndgrimm(Zitat)  (Antwort)

berndgrimm
Gast
berndgrimm
2. August 2017 12:29 pm

ben: uf Asian Correspondent wird der Ärmste schon mit dem Umweltschützer Den Kamlae verglichen – und man hofft dass Kotee nicht auf ähnliche weise ‚vermisst‘ wird

Leider keine Chance.
Der war weder in Laos noch in Kambodscha sondern immer im
Thaksinschen Grenzgebiet.
Er will jetzt wahrscheinlich für länger abtauchen
deshalb seine gefakte Festnahme.

ben
Gast
ben
2. August 2017 12:07 pm

Höchste Zeit, wenn sie den endlich unschädlich machten…
Auf Asian Correspondent wird der Ärmste schon mit dem Umweltschützer Den Kamlae verglichen – und man hofft dass Kotee nicht auf ähnliche weise ‘vermisst’ wird