Kambodscha: Mehr als 70 Näherinnen fallen wegen Erschöpfung in Ohnmacht

In Kambodscha sind mehr als 70 Näherinnen wegen Erschöpfung in Ohnmacht gefallen. Der Zwischenfall ereignete sich in der Fabrik Berry Apparel, wo die Kleidung für die schwedische Marke H&M hergestellt wird. Der Zeitung Daily Sabah zufolge wurden 73 Arbeiterinnen in Krankenhäuser eingeliefert.

Die Textilindustrie ist eine der wichtigsten Wirtschaftsbrachen des Landes und ist der größte Arbeitgeber für Frauen. In 500 Fabriken arbeiten rund 500.000 Einwohnerinnen Kambodschas.

Dabei sind kambodschanische Textilfabriken wegen massenhaften Ohnmachtsanfällen berüchtigt, die durch Überstunden, mangelnde Ernährung sowie Hitze verursacht werden. So waren im Jahr 2011 etwa 200 Arbeiterinnen in derselben Fabrik in Ohnmacht gefallen.

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4 Antworten zu Kambodscha: Mehr als 70 Näherinnen fallen wegen Erschöpfung in Ohnmacht

  1. Avatar Sozial-Jango sagt:

    <a href="http://www.schoenes-thailand.at">STIN</a>: Frauchen und auch Schwiegertochter in TH und auch in DACH kaufen recht gerne bei H&M ein – hat sich somit erledigt.

    Mr. STIN,

    selbst die Luxusmarken wie Armani, Versage, LM usw. lassen ihre sauteure Kleidung unter den gleichen Arbeitsbedingungen herstellen, wie die Ultra-Billig-Marken wie Kik, C&A usw.

    Darüber gibt es im Internet genügend Dokumentationen, in denen die betroffenen Arbeiter und Menschenrechtler sagen:

    “….jeden Montag, Dienstag und Mittwoch haben wir für Kik gearbeitet. Wir haben dann zuletzt die Kik-Etiketten eingenäht und anschliessend wurde die billige Stoff-Qualität von Kik in die Lager geräumt und dann die Produktion durch hochwertige Stoffwaren von Versage, Armani oder andere Luxusmarken umgestellt. Aber die schrecklichen Arbeitsbedingungen und das Akkord-Tempo blieben die gleichen und unser Lohn wurde nicht um eine Rupie erhöht!”

    Übrigens wichtig zu wissen:

    So sehr ich diese Ausbeutung verachte, so sehr bin ich doch Realist und weiß, dass z.B. in Deutschland die Niedrig-Lohnarbeiter und die Leih-Sklaven gezwungen sind, bei Kik und Konsorten ihre Billig-Kleidung kaufen zu müssen, weil ihnen schlicht das Geld fehlt! Fuer jede Billig-Hose für 10 Euro müssen die 3 x überlegen, ob die sich die jetzt leisten können!!!

    Von daher kann man diesen Billig-Lohn-Arbeitern keine moralischen Vorwürfe machen!

    Moralische Verbrecher sind die, die mit dem dicken BMW oder Audi A 5 verborgen in der Nebenstraße parken und bei Kik oder H&M einkaufen, um noch mehr Geld zu sparen!

    Ich kenne jedoch die Gegenargumente der wohlhabenden Klasse, die nicht zu Unrecht sagen:

    “Ob ich bei Kik einkaufe, bei H&M oder direkt auf der Promenade im Edelladen bei Lacoste macht moralisch den Braten nicht fett, denn die Arbeiter in den Näh-Fabriken werden dort genauso ausgebeutet wie bei den Billig-Labels!”

    Die traurige Wahrheit ist:

    Das stimmt!!!

    Man müsste schon ausgewiesene Fair-Trade-Produkte kaufen,….

    ….und selbst dann weiß man nicht, ob das alles getürkt ist, um noch mehr Profit zu machen!

    • STIN STIN sagt:

      selbst die Luxusmarken wie Armani, Versage, LM usw. lassen ihre sauteure Kleidung unter den gleichen Arbeitsbedingungen herstellen, wie die Ultra-Billig-Marken wie Kik, C&A usw.

      das ist sicher nicht falsch. Obwohl es gibt schon einige Modehäuser, die nicht mehr so herstellen lassen.
      Aber wir sind ja keine Aktivisten, aber wenn ich so etwas höre, dann kauf ich halt woanders. Gibt ja viele Mode-Ketten. Bis man halt
      von denen auch das gleiche hört, dann wechselt man halt wieder.

  2. Avatar Raoul Duarte sagt:

    Die menschenverachtenden Zustände in den kambodschanischen Fabriken spiegeln sehr plastisch die Haltung der dortigen “Regierung” wider – mit einem Ex-Khmer Rouge-Mitglied als Premierminister.

    Hun Sen ist ein “Busenfreund” des flüchtigen Ex-PM und Kriminellen Thaksin, der von ihm zum “Wirtschaftsberater” gekürt wurde. Beide Politiker verfolgen den Plan, ihr jeweiliges Land in die Hände ihres Familien-Clans zu geben, um es dann in einer Art “königlicher Dynastie” zu führen – ungeachtet der ekelhaften Ausbeutung der allerärmsten Bevölkerungsschichten.

    Und beide Autokraten haben sich ein Mäntelchen von angeblich “sozialer Gerechtigkeit” umgehängt, um ihr Treiben nach außen hin zumindest etwas zu verschleiern.

    Wie in einem Brennglas kann man an den sich stetig verschlechternden Zuständen im Nachbarland ablesen, wohin Thailand unter den Shinawatras gesteuert werden sollte.

    Wir können uns glücklich schätzen, daß es ihnen bisher nicht gelungen ist, das Land noch weiter in die Abgründe eines feudal geführten Unrechts-Systems zu führen, um sich weiter die Taschen zu füllen.

      Raoul Duarte(Zitat)  (Antwort)

  3. STIN STIN sagt:

    Frauchen und auch Schwiegertochter in TH und auch in DACH kaufen recht gerne bei H&M ein – hat sich somit erledigt.

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