Armee-Offiziere setzen Soldaten als Diener ein

Die Armee hat sich nun gegen Kritik verteidigt, wonach es nicht statthaft sein soll, Wehrpflichtige in den Häusern von Offizieren als Diener oder Haushaltshilfen einzusetzen.

Laut Armee sind die Wehrpflichtigen mit dieser Aufgabe, die mit der Landesverteidigung eher nichts zu tun hat, einverstanden. Außerdem gebe es laut Armee weniger Soldaten-Haushaltshilfen als früher.

Nachdem mehrere Fälle bekannt wurden, in denen Wehrpflichtige wegen mutmaßlich schlechter Hausarbeit von ihren Vorgesetzten bestraft wurden, zeigte sich die Öffentlichkeit besorgt über diese Praxis.

Die Nationale Menschenrechtskommission (NHRC) rief die Armee dazu auf, davon Abstand zu nehmen, Wehrpflichtige zur Hausarbeit in Häusern von Offizieren heranzuziehen.

Die stellvertretende Armeesprecherin Oberst Sirichan Ngathong sagte, dass Wehrpflichtige ihr Einverständnis geben müssten, bevor sie zur Hausarbeit abkommandiert würden.

Armeesprecher Oberst Winthai Suvaree erklärte, dass die meisten Häuser der Vorgesetzten innerhalb von Kasernen gelegen seien. Die Wehrpflichtigen, die in diesen Häusern arbeiten, könnte man nicht Soldatendiener nennen. Sie arbeiteten zwar für ihre Vorgesetzten, seien aber immer noch im Dienst.

Wehrpflichtige erhalten ein durchschnittliches Monatsgehalt von 10.000 Baht. Die in Haushalten arbeitenden Wehrpflichtigen können sich etwas hinzuverdienen, aber hier handelt es sich lediglich um Trinkgelder, wenn ihre Vorgesetzten zufrieden waren.

Die Offiziere sparen demnach das Geld für Haushaltshilfen. Dass es sich daher um eine Form von Korruption handelt, wurde von der NHRC nicht moniert.

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Raoul Duarte
Gast
Raoul Duarte
2. November 2017 8:15 am

emi_rambus: Ich bin kein Fachmann fuer Menschenrechte …

Das haben wir doch längst gemerkt.

emi_rambus
Gast
emi_rambus
2. November 2017 3:05 am

<a href="http://www.schoenes-thailand.at">STIN</a>: Raoul Duarte: Welche Menschenrechte sind hier Ihrer Meinung nach tangiert?

Die der Soldaten.

gibt es in Deutschland auch. Offiziell nicht erlaubt, aber man macht es. Einen haben sie mal
angeklagt, der meinte damals dazu – das es alle machen.

Ich bin kein Fachmann fuer Menschenrechte, aber einen solchen sollte man mal fragen und der wird schon einen Stapel an Antworten bereit haben.
Menschenrechte koennen aus besonderen gruenden eingeschraenkt werden.
So MUSS der Soldat zum Militaer, weil die aeussere Sicherheit des Landes sichergestellt werden muss!
Aber wenn da Zehntausende den Diener machen muessen, ist DAS kein Grund um Menschenrechte einzuschraenken.

emi_rambus
Gast
emi_rambus
31. Oktober 2017 3:31 pm

<a href="http://www.schoenes-thailand.at">STIN</a>: Unsere Bekannte Pin hat nun schon um die 12.000.

Als Wehrpflichtiger!?

emi_rambus
Gast
emi_rambus
31. Oktober 2017 3:16 pm

<a href="http://www.schoenes-thailand.at">STIN</a>: Wenn das also der General macht, dann ist Bussgeld fällig.

Achso!

Raoul Duarte
Gast
Raoul Duarte
31. Oktober 2017 10:15 am

STIN: … also wird es wohl weltweit dann so laufen …

Das mag sein.

Aber welches “Menschenrecht” wird hier (wie vom “Emi” behauptet) tangiert?

Verstöße gegen allgemeines Arbeits- und Dienstrecht, möglicherweise auch gegen Steuerrecht und “gewerkschaftliche Vereinbarungen” und dergleichen: Ja.

Aber “Menschenrechts-Verletzungen”? Das ist doch purer Unsinn.

emi_rambus
Gast
emi_rambus
31. Oktober 2017 10:05 am

Wehrpflichtige erhalten ein durchschnittliches Monatsgehalt von 10.000 Baht. Die in Haushalten arbeitenden Wehrpflichtigen können sich etwas hinzuverdienen, aber hier handelt es sich lediglich um Trinkgelder, wenn ihre Vorgesetzten zufrieden waren.

Wenn man sich ueberlegt, gemaess STIN bekommt man beim 7/11 nur 11.000TB!!!

Das mit der Wehrpflicht ist ja schon in D etwas laenger her, aber die haben wohl etwas um die 300DM gehabt.

emi_rambusn1hhders!!ede
Gast
31. Oktober 2017 9:15 am

Raoul Duarte: Welche Menschenrechte sind hier Ihrer Meinung nach tangiert?

Die der Soldaten.

Raoul Duarte
Gast
Raoul Duarte
31. Oktober 2017 3:30 am

emi_rambus: Menschenrechtlich haette ich da auch meine Bedenken …

Über diese Praxis kann und sollte man trefflich streiten. Aber:
Welche Menschenrechte sind hier Ihrer Meinung nach tangiert?

emi_rambus
Gast
emi_rambus
31. Oktober 2017 3:13 am

Wenn NationalParkMitarbeiter mit Dienstfahrzeugen Material zum Privathotel verladen koennen, sollte das mit den Dienern auch erlaubt sein!!??????????

Menschenrechtlich haette ich da auch meine Bedenken.
Na ja, bei Offiziersbaellen muessen die Faehnriche auch die Eintaenzer fuer die OffzToechter machen. Das war halt Glueckssache! 55555
GsD ging dieser Kelch an mir vorueber!

Steuerrechtlich noch viel mehr.
Mindestlohn sind 9.000TB fuer einen 8Stunden Job. Bei 24/7 sollte das wenigstens 15.000TB sein. Diesen geltwerten Vorteil muessen die Generaele nachversteuern.
Bei 20Jahren (ist wohl auch noch waehrend der Pensionierung so??!) ginge es da immerhin um 3,6mioTB!
Mit gestellter Uniform, Gesundheitsversorgung, Verpflegung, … auch bis zu 5mioTB!

Interessant waere doch, wieviel da gebunden sind!! Wenn das auch im Ruhestand gilt, sind das > 2 Divisionen!!
Wenn die auch die MiaNois bedienen muessen, dann waere das schon eine halbe Armee.
Fahrer haben die ja meist auch noch!?
wie waere das dann, wenn der General auf dem Beifahrersitz >0,5 ‰ haette??!

berndgrimm
Gast
berndgrimm
31. Oktober 2017 2:58 am

Also es ist sehr erfreulich wenn Soldaten in Thailand überhaupt mal
für etwas Nützliches eingesetzt werden.
Und wenn es nur darum geht den Dreck den ihre Vorgesetzten machen
Da haben sie ja viel zu tun!
Aus eigener Erfahrung mit den “Angestellten” unserer Anlage weiss ich
dass viele Thai lieber dienern als zu arbeiten und dass dies von ihren
Thai Vorgesetzten auch goutiert wird da diese echte Arbeit garnicht
beurteilen können weil sie nie welche geleistet haben.
Was den Vorwurf der Korruption angeht so läuft dieser natürlich
vollkommen ins Leere.
Jeder weiss wie gnadenlos die Junta Korruption bekämpft
und sie wird deshalb soetwas in ihren eigenen Reihen nicht zulassen.
Oder?
Ausserdem wäre es erst dann illegal wenn die Vorgesetzten ihre Leibeigenen
gegen Bezahlung weitervermieten würden.
Dies wäre eine typisch thailändische Erfolgsgeschichte!