Taxifahrer konnte nach Diebstahl identifiziert und verhaftet werden

Schon oft wurde über die ehrlichen Taxifahrer in Bangkok berichtet, die ihren Kunden vergessene Gegenstände oder Bargeld im Wert von mehreren Hunderttausend Baht wieder zurück gebracht haben. Obwohl es sich bei den in einer Taxe vergessenen Wertgegenstände oft um ein kleines, wenn nicht sogar um ein großes Vermögen handelte, haben die Taxifahrer oft genug gezeigt, dass ihr Ruf meistens besser ist, als in der Öffentlichkeit oft behauptet wird.

Aber natürlich gibt es auch genügend schwarze Schafe unter den Chauffeuren, die den guten Ruf ihrer Kollegen beschmutzen. Einer dieser Taxifahrer, der es mit der Ehrlichkeit nicht ganz so ernst nahm, ist der 45 Jahre alte Taxifahrer Kamphee Hongsakhu.

Wie Coconuts Bangkok berichtet, hatte Kamphee am Sonntag Touristen aus Taiwan am Flughafen Suvarnabhumi aufgenommen und sie zu ihrem Hotel in die Gegend von Huai Khwang gebracht. Als die Touristen vor ihrem Hotel ankamen, vergaßen sie ausgerechnet ihre Tasche mit dem Bargeld, ihren papieren und weiteren wichtigen Gegenständen in der Taxe.

Wie die Taiwaner später den lokalen Medien berichten, hatten sie den Verlust erst nach der Ankunft in ihrem Hotel bemerkt und zunächst nichts unternommen, da sie gehofft hatten, dass der Taxifahrer die Tasche findet und ihnen zurückbringt. Als sie allerdings eine längere Zeit vergeblich auf die Rückkehr des Taxifahrers gewartet hatten, war ihre Geduld am Ende und sie entschieden sich dazu, ihren Fall auf der nächsten Polizeistation zu melden.

Die Beamten nahmen den Fall zu Protokoll und waren erfreut darüber, dass die Taiwaner die Quittung der Taxe aufgehoben hatten. Anhand der Quittung konnten sie Kamphee ziemlich schnell aufspüren und ihn zur Rede stellen. Allerdings stritt der Taxifahrer ab, die Touristen überhaupt befördert zu haben und demzufolge auch nicht die Tasche an sich nehmen konnte.

Der Mann wurde von den Beamten wieder zurück zum internationalen Flughafen Suvarnabhumi gebracht, wo sich die Beamten zunächst zusammen mit dem Taxifahrer die Videoaufzeichnungen der Sicherheitskameras ansahen.

Dabei war allerdings genau zu sehen, dass er die Touristen aus Taiwan vor dem Flughafengebäude aufgenommen hatte. Nun gab der Mann den Diebstahl der Tasche zu und erklärte den Ermittlern, dass sich die Tasche in seiner Wohnung in Bangkok befinden würde. Zusammen mit den Beamten durfte er dann zu seiner Wohnung fahren und die Tasche wieder herausrücken.

Jetzt erzählte der Taxifahrer den Ermittlern eine neue Geschichte und erklärte, dass er sie Tasche natürlich seinem rechtmäßigen Eigentümer zurück geben wollte. Allerdings habe er nicht gewusst, wie er die Touristen erreichen sollte. Auf die Idee, in dem Hotel nachzufragen oder die tasche auf einer Polizeistation abzugeben, sei er dabei aber nicht gekommen.

Die Beamten kauften ihm seine Geschichte allerdings nicht ab und nahmen den Taxifahrer vorläufig fest. Anschließend informierten die Beamten die rechtmäßigen Eigentümer der Tasche, in denen sich Bargeld und verschiedene andere Gegenstände im Wert von gut 200.000 Baht befanden.

Die taiwanesischen Touristen waren natürlich überglücklich, als sie ihre Tasche, ihr Bargeld und ihre Wertgegenstände wieder in Empfang nehmen konnten. Sie bedankten sich bei der Polizei für ihre erfolgreiche Jagd nach ihrem Eigentum.

Die Beamten nutzten diese Gelegenheit und erklärten gegenüber der lokalen Presse, Dass die Leute immer ihre Taxiquittung verlangen und aufheben sollten. Sollten sie im Nachhinein feststellen, dass sie etwas in der taxe vergessen haben, ist es für die Ermittler der Polizei wesentlich einfacher, den Taxifahrer anhand der Quittung zu identifizieren.

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1 Antwort zu Taxifahrer konnte nach Diebstahl identifiziert und verhaftet werden

  1. Avatar Raoul Duarte sagt:

    Das passiert doch echt täglich tausendfach – auch in DACH, anderswo in Europa oder sonstwo auf der Welt. Was daran ist nun für den TT berichtenswert?

    Daß es in Bangkok einen Taxifahrer gibt, der erst eine “offizielle Quittung” ausstellt (haben wir noch nie bekommen – braucht man doch auch gar nicht), und danach die persönlichen Dinge der Fahrgäste, denen er gerade seine Daten “verraten” hat, mitnimmt und zuhause ablegt?

    Na, wenn’s denn wirklich keine größeren “Probleme” gibt, sieht’s doch gut aus mit dem Königreich.

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