Phichit-Mord: Mutter korrigiert Berichte über ihren Sohn

Die Mutter von Amaury Rigaud, dem Franzosen, der den italienischen Ehemann seiner thailändischen Freundin ermordet, verstümmelt und zusammen mit einem Reifenstapel angezündet haben soll, hat Kontakt mit Thai Visa France aufgenommen, um ihre Version über den Tod des Italieners in einer Reihe von Berichten über ihren Sohn zu veröffentlichen.

Sie sagt zunächst, dass seine thailändische Freundin, die 37 Jahre alte Frau Rujira Iamlamai, die zusammen mit Amaury die Ermordung ihres 61 Jahre alten italienischen Ehemanns Giuseppe de Stefani gestanden hat, ihren Sohn Amaury unter Druck gesetzt hat, damit er illegal nach Thailand einreist, und sie hier einen ständigen Einfluss auf ihn hatte. STIN berichtete hier.

Laut den Angaben von Amaurys Mutter hatte Rujira ihren Sohn überredet, obwohl er bereits auf der Schwarzen Liste der Behörden stand, das Gesetz zu brechen und sich erneut nach Thailand einzuschleichen. Wie und über welchen Grenzübergang ihr Sohn wieder illegal nach Thailand eingereist war, sagte sie jedoch nicht.

Allerdings erklärte die Mutter weiter, dass Rujira bereits im letzten Jahr während eines Streits ihren Sohn gewaltsam angegriffen hatte. Wie heute noch deutlich zu sehen ist, hatte sie Amaury während des Streits mit einem Messer angegriffen und ihm dabei mit der Klinge quer über das Gesicht geschnitten. Dabei hat sie ihm einen tiefen Schnitt und eine Narbe quer über das Gesicht verpasst, die von der Oberseite seiner Stirn bis zur Nasenwurzel deutliche Spuren hinterlassen hat.

Allerdings hatte ihr Sohn trotz der schweren Verletzungen keine Anklage bei der Polizei gegen seine Freundin erhoben, fügte die Mutter ihren Angaben hinzu. Der Fall wurde erst dadurch bekannt, nachdem das Krankenhauspersonal selber die Angelegenheit bei der Polizei gemeldet und einen offiziellen Bericht eingereicht hatte.

Sie fügt hinzu, dass, als ihr Sohn vor kurzem in ihrem Haus blieb, er an sein Telefon fast geklebt war, während Rujira ihn ständig anrief und Nachrichten sandte, in denen sie sich nach seinem Aufenthaltsort erkundigte und ständig nachfragte, was er im Moment gerade tut.

Dabei habe sie ihren Sohn immer wieder bewusst aufgestachelt und ihm oft erzählt, dass sie von ihrem italienischen Ehemann schlagen und auch mit Zigaretten gequält wird. Allerdings habe es für die Behauptungen niemals irgendwelche Beweise gegeben, fügte sie weiter hinzu.

Sie berichtete gegenüber Thai Visa France weiter, dass ihr Sohn völlig mittellos sei und nicht wie in den Medien behauptet wird, ein Scharfschütze in der Armee war. Sie sagte, dass ihr Sohn in der Armee war, als er noch ein Teenager war, aber nach nur 3 Monaten die Armee verlassen und ausgeschieden sei.

Sie sagte weiter, dass jegliche Überlebensfähigkeiten die er kennt, wahrscheinlich in den Zeiten gelernt hat, in denen er obdachlos war und nicht von seinem kurzen Aufenthalt in der Armee.

Schließlich sagte Amaurys Mutter aber auch, dass, wenn ihr Sohn von der Anklage gegen ihn für schuldig befunden wird, er für das zahlen muss, was er getan hat. Aber die ihm zur Last gelegten Verbrechen sollten vorher von den Behörden in Thailand gründlich untersucht werden, betonte sie.

Wie die thailändischen Medien berichten, soll der Franzose den Mord bereits zugegeben haben. Seine Freundin Rujira soll ebenfalls zugegeben haben, dass sie die Leiche ihres Ehemanns und schließlich auch auf den Reifenstapel gelegt haben.

Der zerstückelte und verbrannte Körper von Giuseppe de Stefani wurde am 19. Januar in der Provinz Phichit von der Polizei gefunden. Die Polizei hat Amaury und Rujira wegen Mordes angeklagt.

Am Dienstag wurden Amaury und Rujira zu drei Orten in der Provinz Phichit gebracht, um ihre Verbrechen nachzustellen. Dorfbewohner in Phichit, die davon hörten, dass eine Nachstellung stattfinden würde, sahen zu, wie die Polizei von Beung Na Rong einen Franzosen und seine thailändische Freundin an drei Orten zu einer Nachstellung ihres Verbrechens brachte.

Dabei wurden der 34 Jahre alte Amaury Rigaud, und seine 37 Jahre alte Freundin Rujira Lamlamai von den wütenden Anwohnern mit Beschimpfungen bombardiert. Mehrere Polizeibeamten boten dem Paar vor den aufgebrachten Anwohnern Schutz, als sie bei der Rekonstruktion des Mordes zeigten, was sie bei der Ermordung des 61-jährigen Italieners Giuseppe de Stefani, dem Ehemann der Thai-Frau, angetan hatten.

Der erste Halt war in der Nähe des Stausees, wo die Leiche mit zwei Reifen und Benzin verbrannt wurde, das der Franzose und seine Freundin vorher an einer münzbetriebenen Maschine in einer Wohnsiedlung gekauft hatten.

Der zweite Stopp war die Stelle in Klong Nong Mee, wo der Mord tatsächlich stattgefunden hatte. Rujira und Amaury waren dorthin gefahren, damit die drei die Bedingungen für die weitere Zukunft der Beziehung besprechen konnten. Wie bereits berichtet, soll der 61-jährige de Stefani am Tag des Mordes dem Franzosen Rigaud gesagt haben, dass er mit Frau Rujira gegen eine Zahlung von 100.000 Baht Schluss machen würde.

Bei den Verhandlungen brach allerdings erneut ein Streit aus, in dessen Verlauf sich der Franzose ein Küchenmesser geschnappt haben soll, um dem Italiener den Hals aufzuschlitzen. An dieser Verletzung soll de Stefani dann gestorben sein. Anschließend machte sich das par auf den Weg, um das Benzin zu kaufen. Das alles passierte am 19. Januar.

Der dritte Ort, zu dem die beiden gebracht wurden, war dann ein Haus in Laem Rang, wo das Paar den Wagen gereinigt hatte, bevor sie weiter nach Tak geflohen waren.

Hier wurden die beiden schließlich in einem abgelegenen Gebiet in Tak von der Polizei aufgespürt und verhaftet. Der Franzose Rigaud wurde schon am Sonntag und seine Freundin Rujira am Montag verhaftet.

Die beiden warten nun auf ihre Anklage vor einem Gericht in Thailand.

 

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Emi
Gast
Emi
2. Februar 2018 4:42 am

<a href="http://www.schoenes-thailand.at">STIN</a>,

Warum geht das hier weiter? Es gibt doch ein Update!

อาร์เนอ
Gast
อาร์เนอ
2. Februar 2018 1:27 am

Für mich ist der Franzose ein typischer AMIGA (Aber Meine Ist Ganz Anders), welcher Liebe mit Samenverlust verwechselt.
Die Forderungen des Ex sind zwar nachvollziehbar, stellt die Summe wahrscheinlich nur einen Bruchteil des Verlustes durch die Frau dar; jedoch nicht sehr klug.
Mit einer gewissen Thaierfahrung sollte er froh sein, wenn die Dame geht ohne großartige Ansprüche zu stellen. In den meisten Fällen ist eine Trennung mit größeren Forderungen verbunden.

Raoul Duarte
Gast
Raoul Duarte
1. Februar 2018 4:26 pm

STIN: interessant, was der Franzose wohl seiner Freundin so erzählt hat

Bisher paßt für mich die merkwürdige Geschichte mit dem 100,000-Baht-Angebot (dann würde er auf sie “verzichten”) nicht mit allem anderen zusammen. Das sollte ja zunächst als Motiv herhalten.

EMI
Gast
EMI
1. Februar 2018 4:13 pm

<a href="http://www.schoenes-thailand.at">STIN</a>:
Emi: Dieser FortsetzungsRoman scheint schon laenger bekannt zu sein, sonst haette STIN es nicht so spannend gemacht!

STIN :danke für das Lob.

Man sieht, du bist neu hier, sonst wuerdest du meine Ironie kennen!
55555

<a href="http://www.schoenes-thailand.at">STIN</a>: Ziel ist: 1000 Mitglieder – die dann die Berichte von hier, von dort aus lesen.

Machen die einen Manager-Kurs:
Schwurbeln, lügen, verdrehen ohne rot zu werden?!
55555

<a href="http://www.schoenes-thailand.at">STIN</a>: Aber interessant, was der Franzose wohl seiner Freundin so erzählt hat. Er wäre Scharfschütze der Armee gewesen usw.
Letztendlich war er ein Penner – obdachlos, mittellos usw.

Ja, da sieht man, was die lügende Müllpresse aus der Wahrheitmacht.
Die dichten auch dem R10 35 $ Eigenvermögen an.
Scheinbar ist das von NaDubai grstiegen.

Raoul Duarte
Gast
Raoul Duarte
1. Februar 2018 3:56 pm

STIN: Neuanmeldungen in Facebook

Das wird wohl auch so weiter gehen.
Und die Mitglieder dort können auch miteinander kommunizieren.
Das kann noch sehr spannend werden.

Emi
Gast
Emi
1. Februar 2018 9:22 am

Dieser FortsetzungsRoman scheint schon laenger bekannt zu sein, sonst haette STIN es nicht so spannend gemacht!

Raoul Duarte
Gast
Raoul Duarte
1. Februar 2018 2:28 am

Alles sehr verquer. Mal sehen, was sich noch alles herausstellen wird.