Kambodscha: Dorf verlangt 1500 Wasserbüffel wegen Gräber-Zerstörung durch Staudamm

In Kambodscha hat ein neuer Staudamm mehrere Dutzend alte Gräber zerstört – jetzt verlangt eine Dorfgemeinschaft ungewöhnlichen Schadenersatz. Die etwa 60 Familien aus Kbal Romeas verständigten sich nach einem Bericht der «Phnom Penh Post» (Dienstag) darauf, als Ausgleich von den Behörden 1.500 Wasserbüffel zu verlangen.

Mit dem Staudamm Han Se San 2 im Osten des südostasiatischen Staats wird seit September 2017 der Fluss Se San aufgestaut, ein Zufluss des Mekong. Der Damm ist etwa 25 Kilometer entfernt von der Provinz-Hauptstadt Stung Treng. Nach Schätzungen mussten bis zu 2.000 Menschen wegen des Baus ihre Dörfer verlassen. Umweltschützer hatten dagegen protestiert.

Nach Angaben des Anwalts wurden in Kbal Romeas auch etwa 150 Gräber geflutet. Die bisherigen Bewohner des Gebiets berufen sich nun auf eine alte Praxis, wonach für ein zerstörtes Grab zehn Büffel gezahlt werden müssen. Der Überlieferung zufolge helfen Büffel dabei, die Geister der Verstorbenen zu besänftigen.

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EMI
Gast
EMI
1. April 2018 5:13 pm

Hier werden 4 Kommentare angezeigt,  es sind aber nur 3 zu sehen!! 

Ist da wieder einer im Mülleimer? 

EMI
Gast
EMI
27. Februar 2018 9:21 pm

Berndgrimm: Vielleicht könnte man denen ja 5000 Rohingyas anbieten!
Schon etwas….. “makaber”.
Warum hat man denn nicht die 150 Gräber verlegt?!

Was wollen die STINs mit diesem Artikel beweisen.?
Offensichtlich haben auch andere erkannt, wie wichtig Staudämme sind!!

berndgrimm
Gast
berndgrimm
27. Februar 2018 8:32 pm

Vielleicht könnte man denen ja 5000 Rohingyas anbieten!