Thailand profitiert von starken Exporten und boomenden Tourismus

Der Index für die Verbraucherstimmung stieg im April einen zweiten Monat in Folge auf den höchsten Stand seit 40 Monaten.

Die Universität der Thailändischen Handelskammer (UTCC) ermittelte für April 80,9 Punkte gegenüber 79,9 im März. Die gute Stimmung wird getragen von starken Exporten und dem boomenden Tourismus.

Die Verbraucher hielten die wirtschaftliche Erholung jedoch weiterhin für zu langsam und nicht breit abgestützt, so die UTCC.

Der private Verbrauch macht die Hälfte der Wirtschaftsleistung der zweitgrößten Volkswirtschaft Südostasiens aus, wird jedoch durch die hohe Verschuldung privater Haushalte belastet; diese macht rund 78 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Das Finanzministerium hat ein Wachstum von 4,2 Prozent vorhergesagt, nach 3,9 Prozent im letzten Jahr, das schnellste Tempo seit fünf Jahren.

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2 Kommentare zu Thailand profitiert von starken Exporten und boomenden Tourismus

  1. Wolf5 sagt:

    Es ist erfreulich, dass auch Thailand voraussichtlich nicht weiter auf der Stelle tritt und so bleibt zu hoffen, dass das erwartete Wirtschaftswachstum auch für die ärmere Bevölkerung Vorteile bringen wird.
    Trotzdem bildet Thailand mit einer avisierten Steigerung des BIP von 4,2 % (gegenüber 6,6 % in China) weiterhin das Schlußlicht in Asien, zumal der Internationale Währungsfonds in seiner jüngsten Prognose davon ausgeht, dass sich das Wachstum in den Schwellenländern im nächsten Jahr von 4,6 auf 4,9 Prozent beschleunigt.
    https://www.capital.de/wirtschaft-politik/die-schwellenlaender-wachsen-schneller

    Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für dieses und nächstes Jahr mit einem noch stärkeren Anziehen der Weltwirtschaft.
    Getrieben vom derzeitigen Aufschwung in Europa und Asien sowie der Steuerreform in den USA dürfte das weltweite Wachstum 2018 und 2019 jeweils 3,9 Prozent betragen.
    Auch die Wachstumsperspektiven für China sieht der IWF optimistischer. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt dürfte dieses Jahr um 6,6 Prozent zulegen und 2019 dann um 6,4 Prozent.
    http://www.dw.com/de/iwf-weltwirtschaft-boomt/a-42258785

    Thailands Wirtschaft wächst wieder. Nach einer Schwächephase führten insbesondere der Binnenkonsum sowie Exportanstrengungen zu einer Konjunkturbelebung.
    Jetzt sollen Infrastrukturinvestitionen sowie insbesondere das Projekt Thailand 4.0 das Land weiterentwickeln.
    Thailand hat eine schwere Zeit hinter sich. Nach einer lang anhaltenden Phase einer beschleunigten wirtschaftlichen Entwicklung in den Jahren 1960 bis 1996, die ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 7,5 Prozent jährlich brachte, kam in den folgenden sieben Jahren während der Asienkrise die Abkühlung auf eine Durchschnittsrate von 5,0 Prozent und schließlich 2014 der Tiefpunkt mit nur noch 0,8 Prozent Wachstum.
    Die früheren Wachstumsjahre hatten erhebliche Fortschritte beim Kampf gegen die Armut, bei der Ausweitung des Bildungssektors sowie dem Sozial- und Gesundheitswesen gebracht.
    Doch die weltweite Wachstumsschwäche einerseits sowie andererseits der Militärputsch im Jahr 2014 zeigten Wirkung: Touristen blieben aus, die Exporte stagnierten, Investitionsvorhaben wurden gestrichen, das Wirtschaftswachstum ging zurück.
    Doch nun bewegt sich wieder etwas. Thailands Militärregierung hat verschiedene Maßnahmen beschlossen, um die Wirtschaft zu beleben.
    In Folge zog das Wirtschaftswachstum 2015 und 2016 auf 2,9 bzw. 3,2 Prozent an und für 2017 wie auch für 2018 wird ein Zuwachs von rund 3,5 Prozent erwartet.
    Mit Thailand 4.0 soll Thailands wirtschaftliche Abhängigkeit vom Agrarsektor einerseits und von Basisindustrien andererseits verringert werden.
    Damit unterstreicht die Militärregierung das erklärte Ziel, aus dem Schwellenland Thailand ein entwickeltes Wirtschaftsland zu machen.
    „Auf dem Weg dorthin gibt es allerdings noch einige Widerstände zu überwinden.
    So sehen die Analysten der Asian Development Bank einen „kritischen Faktor“ für die Umsetzung des Zukunftskonzepts im unzureichenden Humankapital – sie konstatieren „ein inadäquates Bildungssystem“.
    Die Weltbank wiederum sieht eine Schwäche in der Gesamtfaktorproduktivität.
    Und die Experten des Auswärtigen Amtes betonen die Problematik der Militärregierung an sich.
    So würden derzeit viele Verhandlungen bezüglich Freihandelsabkommen – so auch mit der EU – feststecken, weil eine Unterzeichnung erst mit einer demokratisch gewählten Regierung möglich sei.[
    https://etf.dws.com/de-DE/etf-wissen/themenwelten/lander–und-themenanalyse/Thailand-4/

  2. Raoul Duarte sagt:

    Wollen wir mal hoffen, daß es weiter voran gehen wird.

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