General Chavalit: Thaksin möchte gerne nachhause kommen

Der ehemalige Premierminister und Armeechef Chavalit Yongchaiyudh sagte gestern, dass er ” vor ein paar Tagen ” mit dem ehemaligen Premierminister Thaksin Shinawatra am Telefon gesprochen habe. Dabei habe er gefühlt, dass Thaksin gerne wieder nach Thailand zurückkommen wolle.

“Ich denke, dass Khun Thaksin nach Thailand zurückkommen möchte”, sagte der 86 Jahre alte General Chavalit nach seinem Telefon Gespräch mit Thaksin Shinawatra. “Er drückte mir gegenüber seine Treue zu Seiner Majestät dem König und Thailand aus”, fügte er hinzu.

“Khun Thaksin musste mir nicht extra sagen, dass er gerne nach Hause zurückkehren wollte. Nach seiner Stimme zu urteilen wusste ich, dass er nach Hause zurückkommen wollte. Wir alle wollen nach Hause zurückkehren “, sagte Chavalit weiter. Dabei fügte er hinzu, dass Thaksin seine Loyalität gegenüber der thailändischen Monarchie und seiner Heimat beibehalten habe.

Auf die Frage, ob eine nationale Regierung gebildet werden sollte, sagte General Chavalit: “Nein”.

General Chavalit weigerte sich gegenüber der Presse zu sagen, wie oft er mit Thaksin gesprochen hatte und wer in ihrer letzten Unterhaltung den Anruf getätigt hatte.

Er schlug Thaksin vor, ” gute Taten für das Volk zu tun “, um Unterstützung von der Mehrheit der 65 Millionen Einwohner Thailands zu erhalten, die dann seine Rückkehr nach Hause unterstützen würden.

Der ehemalige Premierminister Thaksin verließ Thailand im Jahr 2008, kurz bevor die Strafkammer des Obersten Gerichtshofs für politische Amtsträger ihn wegen Amtsmissbrauchs zu zwei Jahren Haft verurteilte. Seitdem lebt er im Ausland im Exil. Chavalit Yongchaiyudh sprach mit Reportern in einem Restaurant in Bangkoks Rama III Straße.

General Chavalit forderte die Bildung einer ” provisorischen Regierung “, mindestens fünf Monate vor den nächsten allgemeinen Wahlen. Dabei erklärte er weiter, dass dann diese ” provisorische Regierung ” damit beauftragt würde, bestimmte Probleme zu lösen, um sich anschließend auf die Wahl vorzubereiten.

Der ehemalige Armeegeneral Chavalit verteidigte in seinem Gespräch mit dem Reporter die regierende Junta und den Nationalen Rat für Frieden und Ordnung ( NCPO ) der beschuldigt wird, die Probleme des Landes nach vier Jahren an der Macht noch immer nicht gelöst zu haben.

General Chavalit sagte weiter, dass ein Teufelskreis von Wahlen, Militärputschen und einer neuen Verfassung immer wieder stattgefunden habe, seit Thailand 1932 eine konstitutionelle Monarchie wurde.

“Thailand ist das einzige Land mit 20 Verfassungen. Die meisten anderen Länder haben jeweils nur ein oder zwei Verfassungen”, betonte er.

Der ehemalige Premierminister und Armee General Chavalit diente von 1986 bis 1990 als Oberbefehlshaber der Royal Thai Army und war von 1996 bis 1997 Premierminister.

 

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4 Kommentare zu General Chavalit: Thaksin möchte gerne nachhause kommen

  1. Raoul Duarte sagt:

    Der weiterhin flüchtige Ex-PM Thaksin Shinawatra sieht sich mit weiteren Anklagen konfrontiert:

    Nation:    Die Strafkammer des Obersten Gerichtshofs für politische Amtsträger hat gestern die Klage sowie 21 Kisten mit Dokumenten angenommen.

    Die erste Anhörung aoll am 22. Juni stattfinden, obwohl sich Thaksin weiterhin im selbstgewählten Exil befindet. Das Gesetz über  Strafverfahren für Amts-Inhaber ermöglicht es dem Gericht allerdings, "Anhörungen" auch in Abwesenheit der Angeklagten abzuhalten.

    Nation:    Diese jüngste Anklage gegen Thaksin ist zusätzlich zu fünf anderen Fällen bereits vor Gericht, seit er 2006 vor einer Anklage ins Ausland geflüchtet ist.

    Thaksin Shinawatra wird sich also erneut wegen des Amtsmißbrauchs bei der "Sanierung der TPI" im Jahr 2003 vor Gericht verantworten müssen – wahrscheinlich wieder in selbstgewählter Abwesenheit. Niemand glaubt, daß sich der kriminelle Flüchtling trauen wird, persönlich seine Prozesse durchzufechten.

  2. EMI sagt:

    https://www.ranker.com/review/chavalit-yongchaiyudh/708534

    https://imgix.ranker.com/user_node_img/36/708534/original/chavalit-yongchaiyudh-politicians-photo-u1?w=280&h=280&fit=crop&crop=faces&q=50&fmt=jpg

    Schon während seines aktiven Diensts im Militär betätigte sich Chavalit auch politisch. Während der sogenannten „halbdemokratischen“ Phase wurde er 1984 und 1987 zum Mitglied des Senats ernannt. Sein 1987 öffentlich geäußerter Vorschlag, den Ministerpräsidenten direkt vom Volk wählen zu lassen, brachte ihm den Vorwurf ein, die Rolle des Königs unterminieren zu wollen. Dadurch war er kurzfristig politisch diskreditiert. In der Regierung von Chatichai Choonhavan wurde er 1988 stellvertretender Premierminister und Verteidigungsminister. 1990 gründete er die Partei der Neuen Hoffnung (NAP), die er zu einer dominanten Staatspartei nach dem Vorbild von Suhartos Golkar in Indonesien ausbauen wollte. Dabei konnte er auf die Unterstützung des ihm eng verbundenen Charoen Pokphand-Konzerns setzen. Chavalit nutzte die Kontakte aus seiner Zeit als Armeechef und Leiter des Entwicklungsprogramms „Grünes Isan“, um lokale Verantwortliche im Nordosten, ehemalige Militärs und Staatsbedienstete für die Partei anzuwerben.

    Nach der Parlamentswahl im März 1992 zog er als Wahlkreisabgeordneter für die Provinz Nonthaburi ins Repräsentantenhaus ein. Als Vorsitzender der größten Partei, die nicht der Regierungskoalition angehörte, wurde er als offizieller Oppositionsführer vereidigt. Nach vorgezogenen Neuwahlen im September 1992 gehörte die NAP dann der Regierungskoalition an. Chavalit war bis 1994 Innenminister unter Chuan Leekpai, zwischen 1995 und 1996 erneut stellvertretender Premierminister und Verteidigungsminister im Kabinett von Banharn Silpa-archa.

    Am 17. November 1996 gewann Chavalits Partei der Neuen Hoffnung die landesweiten Parlamentswahlen. Chavalit bildete eine Koalition aus sechs Parteien und wurde am 25. November 1996 von König Bhumibol Adulyadej (Rama IX.) zum Premierminister ernannt. Am 6. November 1997 musste er auf Druck zahlreicher Kräfte zurücktreten, unter anderem wegen der desolaten wirtschaftlichen Lage des Landes nach der asiatischen Finanzkrise. Anschließend verlor seine Partei massiv an Popularität und auch die Unterstützung der CP-Gruppe, die sich Thaksin Shinawatra und seiner neuen Thai-Rak-Thai-Partei (TRT) zuwandte. 2001 trat Chavalit mit dem größten Teil seiner Partei zur TRT über.

    Von 2001 bis 2005 war Chavalit in der Regierung von Thaksin Shinawatra Minister des Innern und stellvertretender Premierminister. Als Verantwortlicher für innere Sicherheit ordnete er am 28. April 2004 an, mutmaßliche islamische Rebellen, die sich in der Krue-Se-Moschee in Pattani verschanzt hatten, durch Verhandlungen zur Aufgabe zu bewegen. Der vor Ort kommandierende General Pallop Pinmanee ließ dementgegen die Moschee stürmen, wobei alle 32 Regierungsgegner getötet wurden. Anschließend eskalierte der Konflikt in Südthailand. Chavalit betrieb anschließend die Versetzung von General Pallop. Im September 2008 wurde Chavalit als stellvertretender Premierminister in die Regierung Somchai Wongsawats berufen, trat aber wenige Wochen später nach schweren Ausschreitungen bei Protesten gegen die thailändische Regierung in Bangkok von seinem Posten zurück.

    Nach dem Putsch von 2006 und Sturz Thaksins war dessen Thai-Rak-Thai-Partei (TRT) auseinandergebrochen und ebenso wie ihre Nachfolgepartei verboten worden. Nachdem er eine Mitarbeit in der muslimischen, aber dem Putschistenführer Sonthi Boonyaratglin nahestehenden Matubhum-Partei abgelehnt hatte, trat Chavalit im Oktober 2009 der Pheu-Thai-Partei, einer anderen TRT-Nachfolgepartei, bei.

     https://de.wikipedia.org/wiki/Chavalit_Yongchaiyudh

    Wikipedia ohne Bild?!  

  3. EMI sagt:

    Das hat mir echt einen Moment die Sprache verschlagen!

    Es wird aber in TH keine unbezahlte Menschen geben, die diesem Luegner seine erneuten "Ehrenworte" glauben wuerden!

  4. Raoul Duarte sagt:

    Wenn er soooo gern zurück nach Thailand kommen möchte, soll er es doch tun. Er müßte sich dann nur – wie jeder andere auch – den anhängigen Gerichtsverfahren stellen. Also keine Vorab-Amnestie – und erst recht nicht all die Wünsche, die auf dem Wunschzettel der Karikatur von 2014 zu lesen sind.

    Wir warten.

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