Regierung könnte Phuea Thai vor der Wahl auflösen

Vier Anklagen von einer Gruppe von Anwälten des Nationalen Rat für Frieden und Ordnung ( NCPO ) gegen sieben führende Mitglieder der Pheu Thai Partei am Samstag könnte zu einer schweren Krise für die Partei führen. Einige Mitglieder befürchten sogar, dass die vier Anklagen die Pheu Thai Partei „ töten „ bzw. zur Auflösung der Partei führen könnte.

Laut der thailändischen Zeitschrift Matichon hat gleich eine ganze Gruppe von Anwälten vier Anklagen gegen folgende sieben führende Mitglieder der Pheu Thai Partei erhoben.

Die sieben Politiker sind:

  • Wirote Pao-in,
    Poomtham Vejjayachai,
    Jaturon Chaisaeng,
    Chusak Sirinil,
    Wattana Muangsook,
    Noppapol Pattama
    und Chaikasem Nitisiri.

Die Gruppe von Anwälten des Nationalen Rat für Frieden und Ordnung ( NCPO ) werfen den sieben führenden Politikern folgende Straftaten vor:

  1. Organisieren eines politischen Treffens ohne Erlaubnis,
  2. Organisieren eines politischen Treffens von mehr als fünf Personen,
  3. Verletzung des Computer Gesetzes,
  4. Verstoß gegen Artikel 116 des Strafgesetzes.

Nach der Bekanntgabe der Anklagen erklärten politische Analysten gegenüber der thailändischen Zeitschrift Matichon, dass die Anklage sogar zu einer Auflösung der Pheu Thai Partei führen könnte.

“Ohne die Pheu Thai Partei ( PTP ) wird Premierminister Prayuth Chan o-cha keine ernsthaften Gegner mehr haben und könnte nach den nächsten Parlamentswahlen sicherlich wieder ins Regierungshaus zurückkehren”, sagte ein Analyst gegenüber der Zeitung.

 

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10 Kommentare zu Regierung könnte Phuea Thai vor der Wahl auflösen

  1. Wolf5 sagt:

    Unser Juntafan-Dreigestirn ist mittlerweile derart verblödet, dass es ihnen noch nicht einmal mehr auffällt, dass sie ihren Müll wieder einmal im falschen Blog ausschütten.
    Dieser Blog lautet nämlich: „Regierung könnte Phuea Thai vor der Wahl auflösen“.

    Der Blog in welchen diese beiden Schwachmaten evtl. an der richtigen Stelle gewesen wäre, dagegen lautet:
    „Bangkok: Marsch der Demonstranten von Sicherheitskräften blockiert“.

    Aber wenn es dem Juntafan-Dreigestirn keiner sagt (ihre Kontaktpersonen bei der Junta hatten ja alle Hände voll mit den Demonstranten zu tun), woher sollen sie es dann wissen.

    Denken war doch noch nie ihre Sache!!!

  2. Raoul Duarte sagt:

    ben:    Bist Du auch dabei ‘braun Wolfi’ Rotkäppchen… ist doch toll mit Ja New für echte Demokratie zu protestieren?

    Nein, natürlich nicht. Man stelle sich vor, es fängt an zu regnen.

    Am besten sind doch diese Ereignisse aus der Berichterstattung:

    13.10 Uhr:      … als es anfängt zu regnen, flüchten die “Demonstraten” zu ihren Zelten in der Thammasat Universität zurück; ihre “Führer” sagen, am Nachmittag würde der nächste Zug angekündigt.
    11.40 Uhr:      Sirawith “Ja New” Seritiwat soll kurzzeitig ohnmächtig geworden sein, offenbar vor Erschöpfung und Sonnenexposition.

    Man darf gespannt sein, mit welchen “Widrigkeiten” die sog. “Aktivisten” noch so zu “kämpfen” haben werden. Ganz gefährlich wird es, wenn die Sicherheitsbehörden mit Wattenbäuschchen nach ihnen werfen würden.

  3. Wolf5 sagt:

    Der Stimmenkauf zu allen Wahlen hat in Thailand eine lange Tradition.
    So waren z.B. schon die Wahlen im Februar 1957 durch Stimmenkäufe massiv von der Regierung manipuliert worden und es kam zu erheblicher öffentlicher Kritik an Ministerpräsident Phibun und Polizeichef Phao. Teile des Militärs um Feldmarschall Sarit schlossen sich ihr an, um bei dieser Gelegenheit die Rivalen loszuwerden. Sie griffen öffentlich die Wahlfälschungen an und deckten weitere Korruptionsaffären an.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Putsch_in_Thailand_1957

    Wie in Thailand üblich und wie schon bei vorangegangenen Wahlen kam es auch 2001 bei der Parlamentswahl zu Unregelmäßigkeiten im Wahlkampf sowie während der Wahlprozedur.
    Die größte Manipulation einer Wahl findet in Thailand durch den Stimmenkauf statt und umfaßt die Verteilung von Geschenken oder öffentlichen Dienstleistungen oder die direkte Bezahlung von Bargeld.
    Diesen Stimmenkauf trieb Thaksin auf bisher nicht gekannte Höhen, indem er schon 1999 begann, eine finanziell aufwendige Werbestrategie zu betreiben, deren seine politischen Gegner nichts entgegen zu setzen hatten.

    Aufgrund seiner Vermögensverschleierung verhandelte das Verfassungsgericht diesen Fall und hat Thaksin am 03.08.2001 mit 8:7 Stimmen freigesprochen und sich somit dem politischen Druck der Thaksin Anhänger gebeugt.
    Leider ist von einer Unabhängigkeit des VG keine Spur, stattdessen wurde diese regierungsbezogenheit des VG unter der derzeitigen Militärjunta weiter ausgebaut, was auch durch die Wahl der Verfassungsrichter deutlich wird.
    Weiterhin sind die zwei Einschränkungen, die die Macht der Verfassungsgerichte normalerweise begrenzen, nämlich die Notwendigkeit, dass ein Streitgegenstand vor das Gericht gebracht werden muss, und die Anforderung, dass Fälle beruhend auf der Verfassung gerichtlich zu entscheiden sind, so effektiv beseitigt.

    Nun zu den derzeitigen Wahlvorbereitungen unter dieser Militär-Junta.
    Während Prayut mithilfe von Steuermitteln die verschiedenen Regionen, besonders im Norden Thailands heimsucht und mithilfe von Milliarden an Subventionsversprechen Stimmen kaufen will (erinnert doch sehr stark an die Werbebstrategie Thaksins), ist es den anderen Parteien auch nach 4 Jahren Militärherrschaft immer noch strengstens untersagt, irgend eine Art von Wahlkampf zu beginnen.
    Und natürlich wird man die Pheu Thai Partei verbieten, daran besteht unter diesem Regime kein Zweifel.

    • ben sagt:

      Bist Du auch dabei 'braun Wolfi' Rotkäppchen… ist doch toll mit Ja New für echte Demokratie zu protestieren?

      • 22 May 2018 at 15:17

      Live updates from the pro-democracy march from Thammasat University's Tha Phra Chan campus to the Government House in Bangkok.

      3.30pm: The protest leaders are driven away, but a senior police officer interviewed by the media refuses to say where. There is speculation that it is Phaya Thai police station, but others suspect it may be to a military camp.

      3.20pm: Protester leaders give three-fingered salutes before being led to police vehicles. Police on loudspeakers ask protesters to go home.

      3.17pm: Prior to being taken away by police, Nuttaa 'Bow' Mahattana is allowed to use the loudspeaker, saying the protesters' actions have been called a threat to national security. She reads a prepared statement from her smartphone condemning the NCPO and issuing five demands.

      3.05pm: Several demonstrators are arrested, including Nuttaa 'Bow' Mahattana.  Some of the remaining protesters get up from the road and walk away.  

      3.01pm: Police encircle the protest leaders sitting on the ground. Police tell one of the female protesters to sit down. Police officers force journalists away from the scene.

      3pm: Police move in to arrest the protest leaders. Pushing, screaming, scuffles.

      2.55pm: Nuttaa “Bow” Mahattana joins the protesters on Ratchadamnoen Avenue.

      2.48pm: Police give protesters 15 minutes to disperse. Groups of protesters sit down on the road; one protester says they will not resist if they are arrested, but they are exercising their consitutional rights, and plan to do so until 6pm.

      At about 2.15pm, Deputy Prime Minister Prawit Wongsuwon said gunmen were planning to ambush demonstrators on their way to Government House in order to provoke a crisis; he said the plan was foiled because demonstrators were kept at their location.

      2.40pm: Police shoo the media back, trying to clear the area, saying over loudspeakers that "If you want to visit government leaders, this isn't the way to do it." The police tell the media not to take photos of special branch officers negotiating with protesters, since they are normally in plain clothes.

      2.38pm: Speaking to a cluster of media microphones, a senior police officer says protesters have been breaking the law since last night. He said protest leaders would face additional charges. 'Now, let me work!' he says, apparently intending to negotiate with protest leaders.

      2.30pm: Following another police warning that demonstrators face arrest for participating in an unauthorised political gathering of five or more people, things go quiet. The protesters, too, have stopped chanting. The march has halted and people appear to be waiting for a new development.

      2.25pm: Border patrol police link arms to form a human chain. Police on loudspeakers say the protesters are causing a traffic jam – although unusually for Bangkok, traffic appears light. Police then shift their tone from threats and demands to pleas, saying 'We're all Thais.'

      2.23pm: Police use loudspeakers to tell protesters they are disturbing nearby residents and disupting public order. They should go home or return to Thammasat University. If they breach the restricted zone within a radius of 50m of the Government House, they will be arrested, bark the police. 

      2.18pm: The police barricade ahead is close to a United Nations office, slightly less than 1km from the Government House. The United Nations and Human Rights Watch have both sent observers to monitor today's protests.

      2.15pm: What appears to be a police barricade is sighted some distance in front of the marchers. The marchers pass the Royal Thai Army headquarters. Back at Thammasat University, protest leader Rangsiman Rome is reported to be negotiating with police about whether the protesters there can join the others on Ratchadamnoen Avenue.

      2.10pm Police using loudhailers ask protesters on Ratchadamnoen Avenue to occupy a single traffic lane, and warn that any causing a disturbance at the Government House will be arrested. Protesters believe the approximately 100-strong group is being monitored and recorded by security agencies, and those identified as key members will be 'visited' by authorities later.

      2.05pm: Marchers are proceeding along Ratchadamnoen Avenue, shouting "Prayut, get out" and "Long live democracy." Police are present, but there are no visible police barricades, and there is speculation the police have decided not to further block the relatively small number of protesters on the march. They're currently about 20 minutes' walk from the Government House.

      1.45pm: Protest leader Rangsiman Rome reportedly says the protest may continue tonight, and a decision will be made later this afternoon.

      1.30pm: Deputy Police Commissioner Gen Srivara Ransibrahmanakul reportedly says protesters will also be prevented from marching to Democracy Monument, warning them to stay inside the university grounds.

      1.10pm: As rain falls, pro-election demonstrators retreat from police barricades to tents inside Thammasat University; leaders say they'll announce the next move in the afternoon. A second group of demonstrators is on a section of Ratchadamnoen Avenue, along the planned route to the Government House.

      12.05pm: The tense atmosphere seems to have abated, with some protesters singing songs.

      11.40am: Protest leader Sirawith “Ja New” Seritiwat is reported to have fainted briefly, apparently from exhaustion and exposure to the sun.

      Police spokesman Krissana Phathancharoen reportedly says that five of the protest leaders face new charges of violating public assembly laws.  The five leaders are Rangsiman Rome, Sirawith “Ja New” Seritiwat, Nuttaa “Bow” Mahattana, Ekachai Hongkangwan and Piyarat Jongthep.

      10am:: A protester is taken to a hospital in an ambulance. Police were reported to have initially blocked the ambulance from reaching the scene.

      9.30am: Police and protesters engage in a loudspeaker war at the university campus where protesters had camped overnight. The police broadcast warns that gatherings of five or more people for political purposes were prohibited, and protesters and unaccredited journalists faced arrest. Protesters broadcast defiant messages, saying “We are not afraid of you.”

  4. Raoul Duarte sagt:

    STIN:    Man findet sicherlich Wahlbetrug – darauf wird Thaksin nicht verzichten

    Darauf kann er nicht verzichten, wenn er ansehnliche Zahlen produzieren möchte. Aber eines ist doch sicher: Nicht etwa der alte (und mögliche neue) Premierminister Prayuth würde in diesen Fällen die PT-"Partei" auflösen, sondern ein Gericht, wenn tatsächlich zu ahndende Verfehlungen nachgewiesen werden könnten.

    Und das ist auch gut so.

  5. siamfan sagt:

    Siamfan sagt:

    21. Mai 2018 um 8:20 pm

    Na Dubai hat sicher schon 2-3 Ersatzparteien in der Röhre! 

    In der Beziehung läßt er sich nicht übertaschen. 

    Antworten

    • STIN STIN sagt:

      21. Mai 2018 um 8:26 pm

      Na Dubai hat sicher schon 2-3 Ersatzparteien in der Röhre!

      In der Beziehung läßt er sich nicht übertaschen.

      ja, das hab ich auch gestern zu Frauchen gesagt.
      Die meinte dann, Prayuth wäre nicht doof – sie könne sich vorstellen, das er
      die Phuea Thai 2 Tage vor der Wahl auflösen würde. Dann wäre eine neue Parteigründung
      inkl. Wahlbeteiligung nicht mehr möglich.

      Eine weitere Option wäre, die Phuea Thai teilnehmen lassen und danach erst auflösen.
      Man findet sicherlich Wahlbetrug – darauf wird Thaksin nicht verzichten.

      Auch dann wäre die Phuea THai erledigt. Ich würde Option 2 wählen, wäre ich Prayuth.
      Weil wird sie nicht so stark, sodass sich andere Koalition ausgehen, dann wäre die schiefe Optik
      für das Ausland weg.

    :Happy-Grin: Schauen wir mal!

    • STIN STIN sagt:

      Schauen wir mal!

      also da bin ich felsenfest überzeugt, das Thaksin keinen Fuss in die Thai-Politik bekommt.

      1. Entweder wird die Partei vor oder nach der Wahl aufgelöst
      2. oder der von der PT vorgeschlagene PM-Kandidat wird nicht angenommen und der Militärsenat setzt einen anderen ein
      3. Gelbhemden marschieren wieder nach BKKK
      4. ein neuer Putsch und alles geht wieder von vorne los

      Thaksin wird niemals alle 4 Optionen ausschalten können. Dazu müsste er Prayuth auf seine Seite ziehen können.
      Wird nie passieren – also schauen wir mal….:-)

  6. Siamfan sagt:

    Na Dubai hat sicher schon 2-3 Ersatzparteien in der Röhre! 

    In der Beziehung läßt er sich nicht übertaschen. 

    • STIN STIN sagt:

      Na Dubai hat sicher schon 2-3 Ersatzparteien in der Röhre!

      In der Beziehung läßt er sich nicht übertaschen.

      ja, das hab ich auch gestern zu Frauchen gesagt.
      Die meinte dann, Prayuth wäre nicht doof – sie könne sich vorstellen, das er
      die Phuea Thai 2 Tage vor der Wahl auflösen würde. Dann wäre eine neue Parteigründung
      inkl. Wahlbeteiligung nicht mehr möglich.

      Eine weitere Option wäre, die Phuea Thai teilnehmen lassen und danach erst auflösen.
      Man findet sicherlich Wahlbetrug – darauf wird Thaksin nicht verzichten.

      Auch dann wäre die Phuea THai erledigt. Ich würde Option 2 wählen, wäre ich Prayuth.
      Weil wird sie nicht so stark, sodass sich andere Koalition ausgehen, dann wäre die schiefe Optik
      für das Ausland weg.

  7. Raoul Duarte sagt:

    Das sind nun wirklich keine "neuen Nachrichten".

    In diversen Beiträgen und Kommentaren wurde diese Möglichkeit schon seit langem aufgezeigt. Es liegt natürlich nur daran, wie sich die ewiggestrigen Thaksinisten mit ihrem außerparlamentarischen Flügel, den terroristischen "Rothemen", die nur rotlackierte Braune sind, verhalten.

    Aber sie machen ja nun wirklich alles, um die Regierung zur Durchsetzung der geltenden Gesetze zu zwingen – anscheinend sehen sie größere Chancen, über solche "Tricks" der Politik der verbrannten Erde zu etwas Aufmerksamkeit zu kommen, als es mit einem politischen Konzept zu versuchen.

    Noch steht nicht fest, daß es wirklich zu einem Verbot der PT-"Partei" kommt; aber es würde wohl niemanden wundern, wenn allein die Diskussion über diese theoretische Möglichkeit die ungesetzlichen "Aktionen" von diversen Gruppen "beflügelt".

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