Bangkok: Chinesin am Flughafen Suvarnabhumi entführt – 15 Millionen Baht Lösegeld-Forderung

Am Dienstag erklärte Polizei General Major Surachate Hakparn auf einer Pressekonferenz, dass in der Nacht des 6. Mai eine 39 Jahre alte Frau am internationalen Flughafen Suvarnabhumi entführt und verschleppt wurde. Angeblich soll auch ein Beamter der Einwanderungsbehörde in die Entführung der Touristin verwickelt sein.

Das Opfer, das später als Frau Jincai Chen identifiziert wurde, wurde bei ihrer Ankunft aus Hong Kong von fünf Personen entführt. Später verlangten die Entführer von dem Ehemann ein Lösegeld in Höhe von 15 Millionen Baht.

An der Entführung, waren vier Chinesen, eine thailändische Frau namens Wansikan Termthanapat und mehrere andere Personen beteiligt. Darunter soll sich auch ein bisher nicht namentlich genannter Polizei Senior Sergeant Major aus dem Büro der Einwanderungsbehörde in Samut Prakan befunden haben, sagte General Major Surachate weiter.

Die Polizei sucht mittlerweile die Personen, die an dem Verbrechen beteiligt waren, per Haftbefehl. Allerdings, so fügte General Major Surachate weiter hinzu sollen die vier chinesischen Verdächtigen – Wenqui Sun, Ming Song, Dongliang Sun und Meiling Kai – bereits aus Thailand geflohen sein.

Die Bande forderte drei Millionen Yuan ( 15 Millionen Baht ) Lösegeld, aber der koreanische Ehemann des Opfers, Herr Han Young Lim, der die tansanische Staatsbürgerschaft besitzt, zahlte nur 1,9 Millionen Yuan ( 10 Millionen Baht ). Als sie seine Frau Chen daraufhin noch immer nicht freilassen konnten, reichte er am 18. Mai eine Beschwerde bei der Polizei ein.

Aufnahmen der Sicherheitskameras halfen der Polizei, die fünf Entführer zu identifizieren. Bei ihren weiteren Nachforschungen fanden die Ermittler heraus, dass die Entführer die Frau zunächst in einem Hotel in Bangkok festgehalten hatten. Als ihnen hier anscheinend der Boden zu heiß wurde, zogen sie in ein gemietetes Haus in Pattaya City um. Von hier aus verschwanden sie dann ebenfalls nach kurzer Zeit in ein anderes Haus auf Ko Samet in der Provinz Rayong. Aber auch hier hielten sie sich mit ihrem Opfer nicht lange auf und zogen dann erneut in ein anderes Hotel in Bangkok um.

Am 19. Mai wurden ihnen dann auch hier anscheinend der Boden zu heiß und unter dem Druck der Ermittlungen setzten die Entführer Frau Chen gegen 23 Uhr an einem Straßenrand auf der Bang Na Trat Straße aus. Danach machten sich die Entführer aus dem Staub und flüchteten.

Frau Chen nahm sofort nach ihrer Freilassung Kontakt zu ihrem Mann auf. Ihr Mann holte sie umgehend ab und meldete sich danach sofort bei der Polizei, um ihnen die Freilassung seiner Frau zu melden, berichtet Polizei General Major Surachate Hakparn.

General Major Surachate erklärte auf der Pressekonferenz, dass die Familie und der Ehemann der Entführten bereits etwa 2 Millionen Yuan ( rund 10 Millionen Baht ) an die Entführer gezahlt hatten. Allerdings waren die Entführer damit offenbar nicht zufrieden und verlangten weitere 5 Millionen Baht. Inzwischen wurde Frau Wansikan Termthanapat von der Polizei verhaftet und sitzt in Haft. Die Polizei sucht jetzt noch 10 andere Thais, die ebenfalls an der Entführung und Erpressung beteiligt gewesen sein sollen. Die vier Chinesen sollen sich in der Zwischenzeit bereits ins Ausland abgesetzt haben, vermuten die Ermittler.

General Major Surachet Hakpal, der stellvertretende Kommissar der Touristenpolizei sagte, dass die Polizei die Identität aller Verdächtigen kennt.

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Ein Kommentar zu Bangkok: Chinesin am Flughafen Suvarnabhumi entführt – 15 Millionen Baht Lösegeld-Forderung

  1. Siamfan sagt:

    15 mioTB und etwa 20 Straftäter!?

     

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