Chiang Rai: Abt mit 67 Millionen Spendengeldern auf der Flucht

Die Provinzpolizei in Chian Mai hat heute einen Haftbefehl für den Abt eines Tempels veröffentlicht, der mit 67 Millionen Baht in bar, die von lokalen Buddhisten gespendet wurden, geflüchtet und spurlos verschwunden ist, berichtet die thailändische Tageszeitung Matichon.

Das Geld kam von lokalen Einheimischen und sollte einem guten Zweck dienen. Die Einheimischen wollten damit dem Tempel eines neues Tor, und ein zeremonielles Gebäude in der Mitte eines Sees im Rajdamrong Tempel in Chiang Rais Bezirk Phan spendieren und bauen.

Offenbar hatte es sich aber der Abt des Tempels, dessen Name bisher nicht veröffentlicht wurde, anders überlegt. Bei einer ersten Bestandsaufnahme durch die Polizei stellten die Ermittler fest, dass der Abt nicht nur die 67 Millionen Baht Spendengelder, sondern auch noch weitere Wertsachen aus dem Tempel und wichtige Dokumente mitgenommen hat.

Die zuständigen Beamten haben den Abt auf die Fahndungsliste der Polizei gesetzt und können jetzt nur noch hoffen, dass sie den Mann irgendwo aufspüren können. Die lokalen Bewohner des Bezirks Phan werden nun wohl oder übel auf das neue Tor für ihren Rajdamrong Tempel und auf das zeremonielle Gebäude in der Mitte des Sees verzichten müssen.

 

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12 Kommentare zu Chiang Rai: Abt mit 67 Millionen Spendengeldern auf der Flucht

  1. Raoul Duarte sagt:

    Anhang

    Auch illegale "Mönche" aus Kambodscha werden aufgegriffen, festgenonmmen abgeschoben:

    PattMail:    Vier kambodschanische Mönche wurden verhaftet und ihrer Mönchskleidung entledigt, nachdem die Einwanderungsbehörde feststellt hatte, daß sie illegal nach Thailand eingereist waren.

    Keiner der vier – im Alter zwischen 33 und 66 – hatte einen ordentlichen Paß.

  2. Siamfan sagt:

    STIN sagt:

    30. Mai 2018 um 9:57 pm

    Es geht weiter voran.

    ja, ich begrüsse das auch sehr.

    Viele Mönche haben teure Smarthandy´s, Aircon im Tempel, teure Autos – die sie tw. auch noch
    selbst fahren.
    Sollte mal alles überprüft werden. Wir spenden momentan nix mehr. Keine Ahnung wo da Geld hinfliesst

    Das ist doch nur eine Fortsetzung des Lebens,  das Sie goutieren! 

    :Angry:

    Wann missbraucht zB ein Kind,  zahlt den Eltern eine Entschädigung und dann eine Spende an den Tempel und alle sind überzeugt,  sie haben ihr Gesicht nicht verloren. 

    Einigen Äbten steigt das auch in den Kopf. 

    Immer größere und schönere Tempel,  …..

     

    Die Spenden gehören zentral verwaltet und an die Armen verteilt.  Rente, Kindergeld,  kv,  …..

    • STIN STIN sagt:

      Das ist doch nur eine Fortsetzung des Lebens, das Sie goutieren!

      richtig, nicht nur ich – auch du goutierst so ein Leben. Hast SmartHandy gekauft – auch wenn nur China-Schrott,
      hast Auto, Privatschule, PKH, Fahrschule für die Frau usw.

      Wir sind halt keine Mönche – daher dürfen wir das. Mönche lt. Thai-Gesetz nicht.

      Die Spenden gehören zentral verwaltet und an die Armen verteilt. Rente, Kindergeld, kv, …..

      dazu müssen aber die Thais dann auch zentral spenden.
      Tun sie aber nicht, dann wäre Sala, Don NGoen usw. alles weg. Das gehört aber zur Kultur/Buddhismus.

      Auch von den Gebräuchen wohl nicht viel Ahnung, oder?

  3. markus raymann sagt:

    ich spende schon lange nichts mehr an diese Mönche

    Sie sind die grösste enttäuschung für mich im land

    Sie hätten die Zeit und Geld um wircklich etwas gutes zu tun 

    Anstelle lassen Sie sichs gut gehen und lassen weitere Tempel bauen die in Zukunft niemand mehr benutzen wird

    • berndgrimm sagt:

      Sehr richtig!

      Es gibt zwar noch anstaendige Aebte aber sie sind inzwischen in der

      Minderheit.

      Ich bin frueher haeufig in Wats zum Meditieren gegangen und

      hatte dort auch interessante Gespraeche mit den Insassen.

      Auch heute gehe ich in jedes Wat an dem ich vorbeilaufe

      aber nur um von der Hitze und dem Laerm der Strasse wegzukommen.

      Die Insassen sind heutzutage in der Mehrzahl Maenner die

      vor der Verantwortung gegenueber ihrer Familie

      und vor dem Gesetz davonlaufen.

      Noch eine interessante Entwicklung:

      Die Moenche in BKK durften bisher bei den BMTA Bussen

      gratis mitfahren und hatten Anspruch auf die Sitze der

      ersten Reihe direkt an der Tuer.

      Frueher sah man fast in jedem BMTA Bus einen Moench.

      Heute werden die meisten Linien von privaten Busbetreibern

      bedient wo die Moenche bezahlen muessen und keine

      reservierten Sitze habe.

      Dort sieht man sehr selten oder garkeine Moenche mehr.

      Dafuer fahren viele Moenche heute Taxi.

      Der heutige Thai Buddhismus ist wie Vieles in Thailand:

      So tun als ob!

       

  4. Raoul Duarte sagt:

    Anhang

    Die bisherigen Untersuchungen legen die Vermutung nahe, daß der festgenommene Thongchai, früher Abt Phra Phromsitti, in den letzten Jahren mehr als 79 Millionen THB aus dem Sa-Ket-Tempel "entnommen" haben könnte.

    The Nation:    Die Polizei beantragte die Erlaubnis des Zentralen Strafgerichtshofs für Korruptionsfälle und Disziplinarverfahren, ihn im Gefängnis festzuhalten.

    Das Gericht bewilligte den Antrag und beschloß, "Phra Phromsitti" keine Kaution zu gewähren, obwohl sein Anwalt 1 Million THB in bar für einen Kautionsantrag mitgebracht hatte.

     Und es geht weiter.

  5. Raoul Duarte sagt:

    STIN:    Sollte mal alles überprüft werden. Wir spenden momentan nix mehr. 

    Das ist verständlich.

    Mir tun nur die wirklich tief gläubigen Thais leid, denen ihr religiöses Leben durch solche "Geschichten" durcheinandergewirbelt oder gar kaputtgemacht wird.

    Ganz davon abgesehen, welche grundsätzlichen Auswirkungen es auf die jungen ThailänderInnen haben wird (zum Teil wohl schon hat), wenn auch auf diesem Gebiet der bisherige Halt wegbricht.

  6. Raoul Duarte sagt:

    Die Nationale Antikorruptionskommission (NACC) hat nun entschieden, daß Untersuchungen gegen “korrupte Mönche” weiterhin von der Polizei durchgeführt werden:

    The Nation:    “Die Polizei hat bereits einige Maßnahmen gegen Verdächtige eingeleitet. Daher hat der NACC beschlossen, daß die Polizei die Hälle weiterverfolgen sollte, um einen kontinuierlichen, schnellen und effizienten Arbeitsfluß sicherzustellen “, sagte NACC-Generalsekretär Warawit Sukboon heute.

    Es geht weiter voran. 

    • STIN STIN sagt:

      Es geht weiter voran.

      ja, ich begrüsse das auch sehr.

      Viele Mönche haben teure Smarthandy´s, Aircon im Tempel, teure Autos – die sie tw. auch noch
      selbst fahren.
      Sollte mal alles überprüft werden. Wir spenden momentan nix mehr. Keine Ahnung wo da Geld hinfliesst.

  7. Raoul Duarte sagt:

    Der fast eine Woche lang flüchtige “Phra Phromsitti” (Thongchai Sukhayano), der ehemalige Abt des Sa Ket Tempels, hat sich heute der Polizei ergeben.

    The Nation:    Am letzten Donnerstag hatte die Polizei seinen Tempel auf der Suche nach mehreren Mönchen wegen der vermuteten Veruntreuung staatlicher Gelder durchsucht.

    Phra Phromsitti war der einzige Mönch, der sich während der Polizei-Aktion seiner Gefangennahme entziehen konnte.

    Vom “Sangha Supreme Council”, dem höchsten Organ des Landes für klösterliche Angelegenheiten, war Phra Phromsitti schon am Donnerstag ausgeschlossen worden. Er hat auch seinen Mönchsrang nach dem Dekret des Königs verloren.

  8. berndgrimm sagt:

    Die Vatikanmafia ist ja weitgehend (un)bekannt.

    Im Thai Buddhismus ist sehr viel moeglich weil es ueberhaupt keine

    wirkliche Kontrolle gibt.Es haengt eben ausschliesslich von der

    serioesitaet der Aebte der einzelnen Wats ab.

    Es gibt fast ueberall Geldwaesche und Schwarzgeld.

    Vieles ist Tradition und wird hier als Folklore angesehen.

    Vieles ist aber einfach nur kriminell und muesste verfolgt werden.

    Ich weiss nicht aus welchen wirklichen Gruenden die jetzt verhafteten

    ausgewaehlt worden sind. Wahrscheinlich profan politische Gruende.

    Es ist auch so dass viele (auch) kriminelle Aebte von ihren Gemeinden

    geschuetzt werden .

    Der obige Abt scheint mit den Spendengeldern abgehauen zu sein.

    Die Unterschlagung/Veruntreuung von oeffentlichen Geldern

    hat in Thailand leider auch Tradition und wird in der Regel

    eben nicht richtig verfolgt.

    Wenn man die Wats wirklich pruefen wuerde muessten

    sehr viele Aebte enfernt werden.

     

  9. Raoul Duarte sagt:

    Fast täglich neue Berichte über vermutlich illegal operierende Mönche. Und dann kommt – wenn auch spät – noch Unterstützung von “unerwarteter Seite” hinzu:

    Bangkok Post:    Seine Majestät der König hat die klösterlichen “Ränge” von sieben älteren Mönchen, fünf von ihnen in Polizeigewahrsam und zwei auf freiem Fuß, wegen Geldwäsche und der angeblichen Unterschlagung von Tempelgeldern zurückgezogen.

    Dies betrifft zunächst Mitglieder aus drei Tempeln in Bangkok – aber es geht voran.

    Gut so.

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