Bangkok: Angeklagte aus dem Victoria´s Secret Fall zu insgesamt 80 Jahren Haft verurteilt

Sechs Männer und Frauen, die wegen Förderung der Prostitution und des Menschenhandels im Massage Parlour Victoria’s Secret Forever angeklagt wurden, sind am Montag von einem Gericht zu einer Haftstrafe von insgesamt 80 Jahren verurteilt worden.

Beamte der Sondereinheit DSI und Soldaten befreiten im Januar bei einer Razzia im Massagesalon über 100 Frauen, darunter waren Mädchen jünger als 15 Jahre alt.
STIN berichtete hier.

Das Management wurde wegen der Straftaten zwischen Oktober 2016 und Januar 2018 angeklagt und jetzt zwischen 15 Jahren und 12 Monaten sowie sieben Monate verurteilt.

Das Verfahren gegen zwei weitere Angeklagten läuft noch. Das Urteil wird für den 19. September erwartet.

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berndgrimm
Gast
berndgrimm
1. September 2018 11:07 am

Time to rethink prostitution ban, say experts

By KORNRAWEE PANYASUPPAKUN 
THE NATION WEEKEND

IT IS AN open secret that, despite being illegal, prostitution is widely practised in Thailand. That striking gulf between the law and reality illustrates the need to amend the laws and decriminalise the sex trade, panellists at a recent seminar said.

 

“The crime control model we use is clearly not working,” Asst Professor and researcher Mataluk Orungrot from Thammasat University said this week. Scrapping the current prostitution laws in favour of legalisation may be one answer, she told the panel.

 

Thailand’s approach to sex work is to criminalise it under the Prevention and Suppression of Prostitution Act 1996 and Article 286 of the Criminal Code. The law forbids selling sex, pimping and running a “prostitution establishment”.

 

Yet the numbers show the approach has not worked. Estimates put the number of Thai prostitutes at anywhere between 800,000 to 2 million-plus, with many aged under 18. 

 

Moreover, prostitution establishments are flourishing in the guise of massage parlours, bath houses, beer joints, karaoke bars and nightclubs – and are sustained by corrupt law enforcement officials. 

 

According to Jomdet Trimek, a leading criminology professor at Rangsit University, venues can easily rake in up to Bt10 million per month, a fraction of which is used to bribe law enforcers against closure. The bribes start from Bt200,000 a month and can reach a startling Bt400,000 (Bt10,000 for each agency) for venues with illegal sex workers from neighbouring countries, said Jomdet, who has interviewed dozens of sex workers while researching the trade.

 

A venue’s incomes are derived from deducting a portion of the earnings of the sex workers, he said. One Myanmar professional working in Thailand told the researcher she could make Bt1,000-Bt2,000 just to “sit” with the customers, rising to as much as Bt5,000 for each sexual service. She could make an average of Bt100,000 monthly.

 

The Prevention and Suppression of Prostitution Act 1996 punishes the sex worker for selling sex (with a maximum fine of Bt1,000) but not the customer for purchasing sex

 

This, Mataluk said, may need to be changed.

 

In the Nordic or French model, selling sex is legal but buying it or running a brothel is prohibited. The sex worker is seen as a victim who should not be further victimised by the law. 

 

Dieses passt sehr gut zum Victorias Secrets Fall welcher die Verlogenheit der Thai

Machthaber und Behörden aufdeckt!

Es geht um die Verlogenheit der ganzen Gesellschaft und am Ende natürlich um das Einzige was zählt in Thailand: Das Geld was man ohne Arbeit verdienen kann!

Nein, damit meine ich nicht die Nutten sondern Alle die an ihnen verdienen.

Nun ist Lude nicht nur in Thailand der Traumjob eines Mannes aber hier

ist man ganz legal und gesetzlich geschützt wenn man bei den entsprechenden

Behörden arbeitet!

Natürlich gehört die Prostitution entkriminalisiert und möglichst kanalisiert.

Aber dies würde die Einkommen all derer schmälern die hier im grossen Stil

daran verdienen!Und welche Grössenordnungen dies hat zeigt der Fall VS.

Dabei gibt es in BKK noch viel grössere und lukrativere Salons!

Die Doppelmoral bei der Prostitution gibt es nicht nur in Thailand!

Erinnern wir uns an die deutsche Gesetzgebung die erst nach vielen Jahren

Sozialliberaler Koalition geändert wurde!

Doppelmoral ist also nicht nur in Thailand massgebend.

Aber in keinem Land verdienen " Gesetzeshüter" an der Prostitution

und dem damit verbundenen Menschenhandel so skrupellos

und ungestraft wie in Thailand!

Und diese Kreaturen reden dann von "Reputation" (5555)!

 

berndgrimm
Gast
berndgrimm
31. August 2018 8:57 am

Was passierte also: Somyot wurde garnicht angeklagt weil er angeblich

nichts unrechtmässiges gemacht hat.Nur Geldwäsche.

Ausserdem hatte er gleich erklärt dass der Polizeichef nur ein Nebenberuf

für ihn war denn eigentlich sei er ja Geschäftsmann!

Der wirkliche  Eigentümer sei angeblich geflüchtet und für die Polizei

nicht auffindbar. So wurden nur einige unbedeutende Handlanger gefangen

und sollen nun angeblich verknackt werden.

Natürlich zu absurd hohen Strafen.TiT. Fehlender Realismus wird durch

hochtrabendes Getue ersetzt.

Ich wette dass keiner von denen je ein Gefängnis von innen sieht

und wenn doch wäre dies im höchsten Masse ungerecht (Thailand eben)!

Die Hauptschuldigen bleiben straffrei und die Tatsache dass alle anderen

Salons eh in Ruhe gelassen werden zeigt welch jämmerliche

PR Show der "Fall" Victorias Secrets war.

Um es ganz deutlich zu sagen: Weder gegen den Menschenhandel noch

gegen Zwangsprostitution Minderjähriger ist man ernsthaft vorgegangen.

Will man auch nicht weil man dann eine Haupteinnahmequelle der

Polizeiführung und einiger Militärs verstopfen würde!

Raoul Duarte
Gast
Raoul Duarte
29. August 2018 8:32 pm

aus dem Artikel:      Das Verfahren gegen zwei weitere Angeklagten läuft noch. Das Urteil wird für den 19. September erwartet.

Es bleibt spannend. Währenddessen werden weitere Verfahren vorbereitet.

Was ja auch gut ist. Es geht voran.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
29. August 2018 11:37 am

Also der Fall Victorias Secrets ist mein Lieblingsfall und ein grossartiger Beweis

für die Verlogenheit und Unseriösität gerade dieser "guten" Militärdiktatur

und natürlich der eh ungewählten Thai Behörden.

Erinnern wir uns:

Thailand ist wohl absoluter Spitzenreiter im Menschenhandel jeglicher Art

besonders natürlich in der Prostitution und Zwangsprostitution Minderjähriger.

Auch in der Pädophilie (früher in den Nummernhotels heute im Internet)

ist man ganz weit vorn.

Ab und zu machte jedes Regime mal eine Razzia um so zu tun al ob man

etwas tun würde und mit grossem PR Tam Tam wurde dies vermarktet.

So machte es auch dieses Militärregime!

Man veranstaltete "Razzien" u.A. in Pattaya und auch an der Ratchadaphisek

einem Knotenpunkt der Prostitution in BKK.

Dort gibt es im Umkreis von 2 km um den Fortune Tower an die 50

Massage Salons. Die grössten und "berühmtesten" seit den 90er Jahren.

Diese Massage Salons arbeiten alle nach dem gleichen Geschäftsmodell:

Meist minderjährige Massagemädchen (heute meist aus dem Ausland)

oft Zwangsprostitution und Geldwäsche.

Alle haben mindestens einen "Paten" bei der Polizei

manchmal auch beim Militär oder einen privaten "Einflussreichen".

Chuvit , der auch einige Salons in der Gegend hatte, hat ja ausführlich

darüber geschrieben.

Jedenfalls machte man also ein Razzia gegen Menschenhandel und Minderjährigen

Prostitution.Die Opfer dabei, die Mädchen wurden gleich doppelte Opfer.

Was mich wunderte, es ging ausschliesslich gegen Victorias Secrets!

Keiner der anderen Salons, die alle nach dem gleichen Geschäftsmodell arbeiten

(und teilweise mit den gleichen Mädchen) wurde besucht!

Und noch ein Novum: Zum ersten Mal wurde ein "Pate" bekanntgegeben:

Der erste Polizeichef dieser Militärdiktatur Somyot der heute Präsident

der thailändischen Blatter FIFA FAT ist.

Ich nehme an dies war ein Warnschuss der Polizeiführung gegen die Militärs

denn ich gehe davon aus dass die anderen Salons aktive Polizeichefs

als Paten haben.

Was passierte also: Somyot wurde garnicht angeklagt weil er angeblich

nichts unrechtmässiges gemacht hat.Nur Geldwäsche.

Ausserdem hatte er gleich erklärt dass der Polizeichef nur ein Nebenberuf

für ihn war denn eigentlich sei er ja Geschäftsmann!

Der wirkliche  Eigentümer sei angeblich geflüchtet und für die Polizei

nicht auffindbar. So wurden nur einige unbedeutende Handlanger gefangen

und sollen nun angeblich verknackt werden.

Natürlich zu absurd hohen Strafen.TiT. Fehlender Realismus wird durch

hochtrabendes Getue ersetzt.

Ich wette dass keiner von denen je ein Gefängnis von innen sieht

und wenn doch wäre dies im höchsten Masse ungerecht (Thailand eben)!

Die Hauptschuldigen bleiben straffrei und die Tatsache dass alle anderen

Salons eh in Ruhe gelassen werden zeigt welch jämmerliche

PR Show der "Fall" Victorias Secrets war.

Um es ganz deutlich zu sagen: Weder gegen den Menschenhandel noch

gegen Zwangsprostitution Minderjähriger ist man ernsthaft vorgegangen.

Will man auch nicht weil man dann eine Haupteinnahmequelle der

Polizeiführung und einiger Militärs verstopfen würde!