Thailand auf Platz 3 der Welt beim medizinischen Tourismus

Thailand will seinen Ruf für billige plastische Operationen hinter sich lassen und befindet sich nach Südkorea gleichauf mit der Türkei an dritter Stelle der weltweit führenden medizinischen Tourismusziele für kosmetische Operationen und Behandlungen auf der ganzen Welt. In Thailand befinden sich mittlerweile 64 von der JCI anerkannte medizinische Einrichtungen – drei Mal mehr als in Singapur und sechs Mal mehr als in Malaysia.

JCI ist der Industriestandard im globalen Gesundheitswesen, mit dem Einrichtungen an US-amerikanischen Standards und Praktiken gemessen werden.
In einer Branche mit stark überhöhten Zahlen ist es allerdings schwierig, die Größe des globalen Marktes für medizinischen Tourismus oder sogar des thailändischen Marktes wirklich zu bestimmen.

Laut der thailändischen Tourismusbehörde „ Tourism Authority of Thailand ( TAT ) „, die unter der Aufsicht des Ministeriums für Tourismus und Sport steht, sind sage und schreibe 9 % der jährlich 35 Millionen Besucher Thailands sogenannte „ Medical Tourists „

Es wird jedoch davon ausgegangen, dass diese Zahl vermutlich noch höher ist. In der Aufzählung werden keine Touristen berücksichtigt, die während ihres Aufenthalts eine medizinische Einrichtung besuchen, und / oder dabei auch mehrere Besuche in einer medizinische Einrichtung nicht außer Acht lassen. Weiter hinzukommen die zahlreichen Expats, die ebenfalls in der Liste nicht erfasst werden, da sie sich ja meistenteils das ganze Jahr über in Thailand aufhalten und deswegen nicht mehr als Touristen gezählt werden.

Eine ehrlichere Einschätzung des International Medical Travel Journal legt jedoch nahe, dass der Weltmarkt einen Wert von rund 13 Milliarden US-Dollar aufweist. Thailand ist der dabei der drittgrößte Nutznießer und erzielt laut dem International Medical Travel Journal jedes Jahr rund 600 Millionen US-Dollar.

Zu den 25 besten medizinischen Reiszielen auf der Welt gehören:

Land                                Mill. US-Dollar

USA                                   3.500
Süd Korea                            655
Thailand                              600
Türkei                                  600
Deutschland                        575
Indien                                   450
UK                                         350
Malaysia                               350
Mexico                                  350
Iran                                        315
Jordan                                  300
Taiwan                                 300
VAEmirate                          300
Polen                                    300
Spanien                                240
Ungarn                                 225
Schweiz                                 175
Singapur                               150
Belgien                                  150
Israel                                     135
Costa Rice                            125
Süd Afrika                           120
Brasilen                               100
Tschechien                            30
Australien                              28

Es wird geschätzt, dass Thailand jedes Jahr 350.000 engagierte Medizintouristen erhält, die durchschnittlich 1.700 US-Dollar in den Krankenhäusern und Kliniken im ganzen Land ausgeben. Dabei dürfte Bangkok an der Spitze liegen und den Großteil dieses Geldes erhalten. Südkorea ist im Moment zwar noch immer führend, aber wie lange noch ?, fragen sich die Experten.

Darren Lyons von MyMediTravel, einer in Singapur ansässigen Informations- und Empfehlungsplattform für Medizin-Tourismus ( bester Vergleich ist die ” Booking.com ” des weltweiten Medizin-Tourismus ), gibt an, dass die Hälfte ihrer Anträge auf kosmetische Verfahren an Thailand gerichtet sind.

Herr Darren erklärt dazu: „ Wir arbeiten mit Krankenhäusern und Kliniken in 43 Ländern auf der ganzen Welt zusammen. Aber dennoch beziehen sich 48 % aller Anfragen auf thailändische Einrichtungen, wobei die überwiegende Mehrheit davon kosmetische Verfahren sind „.

Bei weitem am häufigsten ist dabei das Brustvergrößerungsverfahren in Thailand. Aber mittlerweile sind auch andere ” modernere ” Verfahren auf dem Vormarsch, zum Beispiel CoolSculpting, der brasilianische Butt Lift und die Labiaplastie.

Auf die Frage, warum er der Meinung ist, dass Thailand für Medizintouristen so beliebt ist sagte Herr Darren: ” Der Ruf ist in den letzten Jahren immer besser geworden. Thailand hat in den letzten 20 Jahren so viel investiert, dass es jetzt die Vorteile von über 60 Goldstandardanlagen und Hunderte kleiner, aber etablierter Kliniken nutzen kann „.

„ Weiter kommt dabei hinzu, dass eine große Anzahl der Chirurgen international ausgebildet ist und über eine langjährige Erfahrung verfügt „.

„ Die Zeiten, in denen alle in Thailand wegen verpatzter plastischer Operationen kicherten, sind endlich vorbei. Natürlich wird es immer schlecht informierte Leute geben, die das immer noch sagen und behaupten. Aber mit so vielen Informationen und Konten und Bewertungen aus erster Hand, die mittlerweile überall auf der Welt online verfügbar sind, haben sich die Bedenken und die negativen Einstellungen der in Frage kommenden Leute geändert „.

„ Und natürlich sind die Kosten dabei ebenfalls ein wichtiger Faktor. Außerhalb der großen Krankenhäuser ist Thailand nicht nur in der Region, sondern auch weltweit wettbewerbsfähig „, fügte er hinzu.

„Weitere günstigere Krankenhäuser gewinnen rasch an Boden, beispielsweise das Sikarin Hospital und das Bangpakok 9 International Hospital. Kleinere, mehr Nischenkliniken wie die KTOP Clinic gewinnen einen Ruf für die Gesichtsplastikoperationen im „ koreanischen Stil “ und ziehen ebenfalls zahlreiche Patienten an, die zuvor nur Südkorea als ein praktikables Ziel angesehen hatten „.

„ Ein weiterer wichtiger Faktor bei einer Entscheidung für eine OP sind „ Endlich keine Wartezeiten „. Zukünftige Patienten werden sagen: ” Ich möchte, dass mein Verfahren an diesem Tag durchgeführt wird “. In neun von zehn Fällen ist es dann für gebucht und der Patient kann noch am gleichen Tag operiert werden.  Andernfalls wird es aber spätestens am nächsten Tag sein “.

Herr Darren erklärte weiter, wie aufstrebende Nationen wie Thailand die Krankenhäuser in westlichen und entwickelten Ländern unterbieten konnten. Wo die Kosten für die Errichtung, den Betrieb und die Wartung eines multidisziplinären Krankenhauses und für die Bezahlung des Personals viel niedriger sind, wird diese enorme Einsparung an den Verbraucher weitergegeben.

 

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2 Kommentare zu Thailand auf Platz 3 der Welt beim medizinischen Tourismus

  1. sf sagt:

    Es muß bei der Konkurrenz  weitergehen. 

    Was kommt nach der Rosetten-Aufhellung? 

    Geschlechtsumeandlungen für Fünfjährige Chinesen? 

    :Cry:

    Ich muß hier wegen einem Cardiologen,  500 km fahren und dann ist er im Privatkh nur immer Freitags da. 

    Kann ich mit leben.  Aber wann kommt die digitale Untersuchung? 

    Die teuren Medikamente kann man mir auch mit der Post zuschicken. 

    • STIN STIN sagt:

      Es muß bei der Konkurrenz weitergehen.

      Was kommt nach der Rosetten-Aufhellung?

      Geschlechtsumeandlungen für Fünfjährige Chinesen?

      5-jährige wohl nicht, aber vll 12-jährige. Australien erlaubt es. Eltern haben es verboten,
      da ging die Kleine zu Gericht und hat es durchgesetzt. Sie darf ein Junge werden.
      In D hat es ein 14-jähriger geschafft. Nun ist er ein Mädchen.

      Also alles welweit möglich.

      Ich muß hier wegen einem Cardiologen, 500 km fahren und dann ist er im Privatkh nur immer Freitags da.

      dann fahr gleich nach Phuket, sind wohl 600km – aber die haben mehrere PKHs mit Weltruf.
      Mit Versicherung würde ich aber eher nach Bangkok fliegen. Keine Ahnung warum du das nicht machst.

      So kostet der Flug Chumpon-BKK-Chumpon um die 40 EUR – hin und zurück.
      Da fliege ich für 2 Tage nach Bangkok, gehe in das weltbeste PKH Bumrungrad Hospital und lass mich
      dort behandeln. Da geh ich doch nicht in eine Klitsche in Chumpon oder sonst wo.

      Kostet dich vermutlich weniger Benzin und Stress, als z.B. 500km hin und her fahren.

      Kann ich mit leben. Aber wann kommt die digitale Untersuchung?

      Die teuren Medikamente kann man mir auch mit der Post zuschicken.

      nein, kann man i.d.R. nicht.
      Wir haben einen Kunden, der wollte sich seine Herztabletten von D schicken lassen.
      Gibt der Arzt nicht raus, ohne ihn zu sehen. Haben nun einen anderen Weg gefunden, aber es geht halt nicht.
      Zuviele Medikamenten-Süchtige unterwegs.

      Mal sehen, was du in Ranong machst, wenn du älter und kränker wirst. Absolut falsche Gegend für einen älteren, chronisch Kranken.

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