Pattaya: Holländer vermutlich von Polizisten geschlagen und ausgeraubt

Der 48 Jahre Pieter van W. wandte sich an die Reporter von „ RukSiamNews „ und berichtete ihnen, dass er gerade von der Polizeistation in Pattaya komme. Laut seinen Angaben wurde er in der Nacht von zwei Zivilbeamten verhaftet und auf die Polizeistation gebracht. Erst am frühen Morgen hätte man ihn wieder laufen gelassen.

Pieter van W. berichtete den Reporten von „ RukSiamNews „, dass er am Vorabend durch mehrere Bars in Pattaya gezogen sei und dabei Alkohol getrunken habe. Als er betrunken war, habe er dann ein Motorradtaxi angehalten um sich zurück zu seinem Hotel bringen zu lassen. Kurz vor seinem Hotel habe er dann den Motorradfahrer gebeten, noch vor einem Geschäft anzuhalten, um sich dort noch etwas zu trinken zu kaufen.

Als er wieder aus dem Laden herauskam, seien zwei Motorräder mit fünf Männern auf ihn zugekommen und hätten ihn umzingelt und festgehalten. Die fünf Männer hätten sich dann als Polizeibeamte ausgegeben. Sie hätten ihn nach seinem Portemonnaie, seinem Pass und seinem Mobiltelefon gefragt. Er habe dann den Beamten seine Brieftasche und sein Mobiltelefon übergeben.

Als einer der Beamten die Schutzhülle seines Mobiltelefons öffnete, hatte er plötzlich eine kleine Plastiktüte mit einem weißen Pulver in seinen Händen. Er habe den Beamten sofort erklärt, dass er keine Ahnung habe was das sei und ihm die Tüte mit dem weißen Pulver auch nicht gehören würde. Die Beamten ließen allerdings auf keine Diskussion mit dem Holländer ein und erklärten ihn, dass sie ihn nun zuerst einmal zur Polizeiwache bringen würden.

Auf der Polizeistation wurde er anschließend in ein extra Büro gebracht und von den Beamten zur Rede gestellt. Er habe ihnen aber erklärt, dass er nichts falsch gemacht habe und über die Plastiktüte ( vermutlich Drogen ) nichts wisse. Er sei nur betrunken, erklärte er den Ermittlern. Einer der Beamten habe ihn dann geschubst und ihn mit dem Knie in die Hoden getreten. Der Beamte habe ihn dann auch noch mir der erhobenen Faust gedroht, ihn zu schlagen, fügte er hinzu.

Er habe die Beamten gefragt, ob er sein Telefon und seine Brieftasche wiederhaben könne. Die Beamten hätten daraufhin alle Gegenstände, das Bargeld und seine Bankkarte aus seiner Brieftasche genommen. Dann erklärten sie ihm, dass er jetzt in großen Problemen stecken würde, das sie Drogen bei ihm gefunden hätten.

Er erklärte den Beamten, dass er keine Drogen nehmen würde und Clean sei. Sie könnten gerne einen Urintest bei ihm durchführen, bot er ihnen an. Ein Urintest bei dem Holländer ergab tatsächlich, dass er keine Drogen zu sich genommen hatte.

Dann habe man ihn mehrere Stunden in dem Büro festgehalten und ihm immer wieder gesagt, dass er ins Gefängnis muss. Schließlich sei es ihm zu bunt geworden und er habe die Beamten aufgefordert, ihn endlich ins Gefängnis zu bringen, weil er müde sei und endlich schlafe wolle. Die Ermittler hätten ihm dann aber erklärt, dass er noch auf den „ Big Boss „ warten müsse.

Später sei dann ein stämmiger gut gebauter Ausländer den er „ Farang French Guy „ nannte, ebenfalls in den Raum gekommen. Der Franzose habe sich ihm gegenüber aufgebaut und erklärt, dass er wegen Drogenbesitz verhaftet wurde. Er habe ihm aber ebenfalls gesagt, dass er mit den Drogen nichts zu tun habe,

Der „ Farang French Guy „ sei dann mit ihm in einen anderen Raum gegangen um habe ihm gesagt: „ Du hast Probleme. Entweder bezahlen – oder Gefängnis „. Ich habe ihn gefragt, wie viel ich bezahlen soll. Dann nahm er ein Handy und tippte 100. 000 ein. „ Ich sagte ihm dass es zu viel ist und ich keine 100.000 Baht habe. Dann nahm er erneut das Handy und tippte 50.000 ein. Ich sagte ihm noch einmal, dass ich auch keine 50.000 Baht bezahlen kann, weil ich sie nicht habe “.

Dann fragte er mich wie viel ich habe und ich sagte ihm, dass ich vielleicht noch 40.000 Baht habe, berichtet er weiter. Ok sagte der „ Farang French Guy „, lass uns zu deinem Hotel gehen und das Geld holen. Wir sind dann zu meinem Hotel gefahren und ich habe meinen Safe geöffnet. Dort hatte ich insgesamt noch 50.000 Baht. Ich habe dann 40.000 Baht abgezählt und ihm in die Hand gedrückt. Anschließend sind wir wieder zurück zur Polizeistation gefahren um meine Brieftasche und mein Mobiltelefon abzuholen

Pieter van W behauptet, dass er erst im Hotel gemerkt habe, dass die Beamten seine Kreditkarte behalten hatten. Als er sich bei den Beamten nach seiner Kreditkarte erkundigte, wusste dort angeblich niemand etwas von dem Verschwinden.

Später erklärte der Holländer den Reportern, dass es schon merkwürdig war, dass die Ermittler nur seine Brieftasche und sein Mobiltelefon sehen wollten. Niemand habe seine Taschen nach Drogen durchsucht oder ihn sonst irgendwie abgetastet und nach weiteren Drogen durchsucht.

 

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