Bangkok: Deutscher Rechtsanwalt nach jahrelanger Flucht in Thailand verhaftet und ausgeliefert

Nach mehrjähriger Flucht durch Asien ist ein früherer Braunschweiger Rechtsanwalt in Thailand festgenommen worden. Dem 46-Jährigen werden laut Staatsanwaltschaft Braunschweig Untreue und Insolvenzverschleppung vorgeworfen.

Der Angeklagte soll 686.000 Euro von Mandanten für eigene Firmen und private Zwecke verwendet haben. Im April 2015 sei Anklage gegen den Mann, der damals in Peine wohnte, erhoben worden. Direkt danach flüchtete er laut Staatsanwaltschaft nach Indien. Bevor die indischen Behörden über ein Auslieferungsersuchen entschieden hatten, setzte er sich im Mai 2017 nach Thailand ab.

Auch dort hatten die Ermittler mit ihrem Auslieferungswunsch keinen Erfolg, weil der Mann im September 2018 noch einmal über Sri Lanka nach Indien ausreiste. Im Oktober kehrte er nach Thailand zurück, wo er kurz vor Weihnachten festgenommen wurde und in Abschiebehaft kam. Am 17. Januar sei er nach Deutschland überstellt worden. Das Verfahren gegen den Mann werde zeitnah fortgesetzt, hieß es von der Staatsanwaltschaft.

Als Geschäftsführer einer Gesellschaft soll der Jurist in mindestens 13 Fällen insgesamt 286.000 Euro zur Unterhaltung weiterer Firmen veruntreut haben. In mindestens hundert Fällen soll er als Inhaber einer Rechtsanwaltskanzlei fast 400.000 Euro für private Zwecke verwendet haben. Außerdem soll er einen Insolvenzantrag nicht gestellt haben, obwohl sein Unternehmen erkennbar überschuldet war und Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen konnte.

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4 Kommentare zu Bangkok: Deutscher Rechtsanwalt nach jahrelanger Flucht in Thailand verhaftet und ausgeliefert

  1. berndgrimm sagt:

    STIN schreibt:

    In TH geht vieles nicht mehr, oder sehr teuer – da das Risiko höher geworden ist.

     

    Da muss ich STIN zustimmen.

    Allerdings in einem anderen Sinne als er es meint.

    In Thailand geht Vieles nicht mehr für Ausländer die ein normales nichtkriminelles

    Leben hier führen wollen.

    Ich habe mehrmals geschrieben dass ich hier meine Taschen fest verschliessen muss.

    Nicht aus Angst vor Taschendieben sondern weil ich Angst haben muss

    dass mir jemand etwas unterschiebt.

    Wer etwas Thai versteht kann selber die Verleumdungen  und Unterstellungen verstehen

    die Dank der "Aktivitäten" von Bad Joke,die gerne von Leuten aufgenommen werden

    die selber hochgradig Xenophob sind und ständig vor der eigenen Verantwortung

    dvonlaufen hier grassieren.

    Das Risiko dass z.B. Kriminelle und Perverse hier auffallen war immer da.

    Als nichtasiatischer Ausländer stand man hier schon immer unter Beobachtung.

    Und viele Eingeborene haben von den Abartigkeiten gelebt.

    Das Einzige was sich geändert hat sind die Preise.

    Sicher ist Kambodscha da jetzt billiger.

    • STIN STIN sagt:

      Da muss ich STIN zustimmen.

      Allerdings in einem anderen Sinne als er es meint.

      leider nicht.
      Auch Bekannte, Verwandte in TH mussten das eingestehen. Immer öfter wird Teegeld bei den Verkehrskontrollen
      abgelehnt – keine Chance. Der Polizist schreibt einfach den Zettel und man zahlt dann an der Polizeistation, wo man aufgehalten
      wird. Auch hier geht die Angst um, es könnten Undercover rumlaufen.

      Prayuth macht es schon richtig. Korruption ist eine Krankheit, die man nicht von einem Tag zum anderen heilt.

      Ich finde die “Shows” von Big Joke dazu sehr gut und auch die Erklärung, warum er es immer showmässig durchführt.
      Abschreckung – ist das Motto. Es scheint zu wirken – und das sieht man auch an den Erfolgen der Razzien.

      Nur wenn ein Land 100 Jahre schon korruptions-verseucht ist, Korruption schon zur Kultur gehört – ist es schwer, das in ein paar Jahren
      auszumerzen – das wird 20 Jahre und mehr benötigen.

      Meiner Frau ist in TH nie was geklaut worden – beim Aufenthalt in D 2x.
      Brieftasche im vollbesetzten Bus aus der Tasche raus – und Einkaufswagen bei Lidl, als sie ihn mit Ware
      im Verkaufsraum – Nähe der Kasse hinstellte, um schnell noch was zu besorgen.

  2. berndgrimm sagt:

    Es handelt sich um einen Wirtschftskriminellen der von deutschen Fahndern

    in Thailand ermittelt wurde und die Thai Polizei war nur Trittbrettfahrer

    wie üblich.

    Thailand ist ein sehr gutes Pflaster für flüchtige Wirtschaftskriminelle!

    Wir hatten in unserer Anlage einen der einen hochrangigen Polizeioffizier

    als Thai Paten hatte. Er wohnte 5 Jahre bei uns, ging selten aus

    aber telefonierte laufend auf seinem Balkon über einem unserer Pools

    von wo aus ich Bruchstücke hörte.

    Ich erfuhr aber erst dass er ein flüchtiger Wirtschaftskrimineller war

    nachdem er ausgezogen war.Seine Tochter die ihn regelmässig besuchte

    erzählte mir dass er hier die Verjährung seiner Straftaten abgewartet hat.

    Sein Polizei Pate hat das Condo und den Benz geerbt.

    Solche Verdienstmöglichkeiten lässt man sich doch nicht nehmen!

    • STIN STIN sagt:

      Es handelt sich um einen Wirtschftskriminellen der von deutschen Fahndern

      in Thailand ermittelt wurde und die Thai Polizei war nur Trittbrettfahrer

      wie üblich.

      das spielt keine Rolle. Er wurde von den Thais verhaftet und abgeschoben. Hinweise von Zivilfahndern aus anderen Ländern
      gibt es weltweit.

      TH ist nicht mehr das El Dorado für Flüchtlinge aus anderen Ländern, auch nicht mehr für Kinderschänder, da die Strafen
      viel zu hoch geworden sind.
      Kambodscha ist ein Geheimtip für solche Leute – viel eher und billiger mit Teegeld zu erledigen.
      In TH geht vieles nicht mehr, oder sehr teuer – da das Risiko höher geworden ist.

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