Phuket: Trio aus Phuket erzeugt Trinkwasser aus Luft

Im Kampf gegen die Verschmutzung der Umwelt des Landes durch Plastikmüll hat ein Auswanderer-Trio die Initiative ergriffen und auf Phuket ein Start-up-Unternehmen gegründet, das Trinkwasser aus Luft herstellt.

Ja, ihr habt richtig gelesen – kein Aprilscherz!

Aber der Reihe nach: Alles begann im Jahr 2015, als Meghan Kerrigan in einem Hotel auf Koh Samui anfing über die vielen Plastikflaschen mit Trinkwasser nachzudenken, die das Hotel jeden Tag in den Zimmern der Gäste verteilt. Vor dem Hotel betrachtete sie den mit Plastikmüll verdreckten Chaweng Beach und begann nachzudenken, was man dagegen tun kann.  Zusammen mit ihren Freunden, den Brüdern Ryan und Matthew Kohler, kam ihr die Idee, dass man, anstatt den Strand täglich zu reinigen, das Problem an der Wurzel packen müsste – die Einwegplastikflaschen.

Ein Jahr später gründete das Trio, zu diesem Zeitpunkt bereits auf Phuket, das Unternehmen “Generation Water”.

Im Jahr 2017 fanden sie mit Marriott International, der weltweit größten Hotelkette, einen finanzstarken Partner, um eine Alternative zu den im Gastgewerbe verwendeten Plastikflaschen zu entwickeln, die zudem auch wettbewerbsfähig ist und den Anforderungen von Hotels und Resorts entspricht, der Hauptzielgruppe des Unternehmens.

Im Jahr 2019 erfolgte schließlich der Durchbruch: Unter dem Motto “Save Water Drink Air” (Spar Wasser, trink Luft) und “Made 100% from the air” (zu 100% aus Luft hergestellt) produzieren die südafrikanischen Jungunternehmer im JW Marriott Phuket Resort & Spa am Mai Khao Beach Trinkwasser aus der Luft!

Die Methode ist so einfach wie genial: Zwei Generatoren saugen Dampf aus der schwülen Tropenluft in gekühlte Spiralen, wo er beim Zusammentreffen mit der Kälte zu Wasser kondensiert, das in Tanks gesammelt wird. Pro Tag werden mit dieser Methode 4.000 Liter Trinkwasser generiert. Nach einer Filtrierung und der Hinzugabe von Mineralien wird es in Mehrwegglasflaschen abgefüllt.

Das aus Luft produzierte Trinkwasser kommt bisher im JW Mariott Phuket und im benachbarten Renaissance Phuket Resort & Spa zum Einsatz, wo seitdem kein Trinkwasser aus Einwegplastikflaschen mehr angeboten wird. Ziel erreicht!

Infos:

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Infos: www.facebook.com/GenerationWaterAPAC.

 

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3 Responses to Phuket: Trio aus Phuket erzeugt Trinkwasser aus Luft

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    Äh, ich sach mal:

    Das Verfahren entzieht der Luft nicht nur Wasserstoff sondern auch Sauerstoff!

    Eine Massenproduktion wäre äusserst umweltschädigend aber ideal für Thailand!

    Während man das Wasser welches man selber verdreckt hat weitgehend selber

    saufen muss (vom Mekhong mal abgesehen) könnte man so die Umwelt

    des ganzen Planeten schädigen um selber alleine Nutzen daraus zu ziehen.

    Ideal für Thailand eben.

  2. Avatar SF sagt:

    Anhang

    Es wird wohl bewusst vermieden, zu erwaehnen, was die Herstellung der laecherlichen 4.000l kostet.

    Inklusive Freihauslieferung zahlt man hier 2.000TB dafuer. Dabei entsteht eigentlich keine Abfall, die 20l-Flaschen werden lebenslang wiederverwertet.

    Auf den Bildern sind Pappbecher zu sehen, die ja wohl mit den Einkaufstueten abgeschafft werden sollen!

    Die verschiedenen Flaschen haben keinerlei Versiegelung und jeder Depp kann unkontrolliert etwas einfuellen.

    Die Flaschen muessen gereinigt werden, was auch die Umwelt belastet.

    Das Verfahren ist schon sehr alt!

    Unfug ist, dass man erst mit viel Verlusten Strom erzeugt und dann damit kuehlt.

    Die Kaelte kann ohne Strom und ohne Sonderabfall viel billiger erzeugt werden. Insbesondere in TH. was aber in den Industrienationen nicht geht.

    Deswegen ist auch das eigentlich wieder ein Ladenhueter!

    • STIN STIN sagt:

      Es wird wohl bewusst vermieden, zu erwaehnen, was die Herstellung der laecherlichen 4.000l kostet.

      Pilot-Projekte zählen zur Forschung und kosten Anfangs bis zur Serienherstellung immer Geld.

      Auf den Bildern sind Pappbecher zu sehen, die ja wohl mit den Einkaufstueten abgeschafft werden sollen!

      nein, Pappbecher bleiben, ist ja Papier – Plastikbecher kommen weg.

      Die Flaschen muessen gereinigt werden, was auch die Umwelt belastet.

      Das Verfahren ist schon sehr alt!

      richtig, daher kommt auch das mal weg. Keine Plastikflaschen mehr.
      Da kommt was neues. Vll organische Flaschen o. dgl.

      Unfug ist, dass man erst mit viel Verlusten Strom erzeugt und dann damit kuehlt.

      Strom aus Solar wäre kein Problem, gilt als Umweltschonend.

      Die Kaelte kann ohne Strom und ohne Sonderabfall viel billiger erzeugt werden. Insbesondere in TH. was aber in den Industrienationen nicht geht.

      Deswegen ist auch das eigentlich wieder ein Ladenhueter!

      ne, ein Pilotprojekt – ist noch nicht in den Läden, kann also daher auch kein Ladenhüter sein.

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