Ayutthaya: Polizei konnte alle 11 gestohlenen Waffen sicherstellen – Polizei-Hauptmann verhaftet

Der Fall mit den gestohlenen Dienstwaffen aus einem Polizeirevier in Ayutthaya kam bereits am 14. Februar ins Rollen, nachdem die Polizei von Wang Thong Lang in Bangkok den Verdächtigen Arthit Harnpanitchakit verhaftete. Bei seiner Durchsuchung fanden die Ermittler eine Sig Sauer Pistole mit einem Polizeiemblem in seinem Besitz. Bei der Kontrolle der Seriennummer stellten die Ermittler mit Erstaunen fest, dass diese Waffe auf die in Ayutthaya registriert war.

Bei einer sofort veranlassten Kontrolle im Waffendepot der Polizei in Ayutthaya mussten die Ermittler feststellen, dass insgesamt 11 Pistolen der Marke Sig Sauer vermisst wurden. Der oder die Diebe hatten dabei zehn leere Waffentaschen im Waffendepot zurückgelassen.

Bei einem Verhör des Verdächtigen Arthit Harnpanitchakit erklärte er, dass er die Waffe von einem Polizei Hauptmann Santi gekauft habe. Die Polizeiermittler hefteten sich sofort an die Fersen von Polizei Hauptmann Santi und konnten ihn am Mittwoch festnehmen. Er ist ein Detektiv, der der Ermittlungsabteilung in Ayutthaya zugeteilt wurde .Er wurde zunächst sofort aus dem Polizeidienst entlassen und wartet nun auf seine Anklage. Polizei Hauptmann Santi ist der Hauptverdächtige in diesem Fall.

Polizei Oberst Pattarapat Nuchawong, der Ermittlungsleiter der Polizei von Ayutthaya, gab am Donnerstag die Festnahme von vier Zivilisten und einem Beamten des Stadtamtes von Ayutthaya wegen der angeblichen Beteiligung an dem Diebstahl und Verkauf von elf brandneuen Dienstwaffen der polizeilichen Ermittlungsabteilung der Provinz bekannt.

Ihnen wird der Verkauf der fehlenden 9-mm Pistolen Sig Sauer P320 SP vorgeworfen. Die fünf Verdächtigen sollen Kontakt zu Polizei Hauptmann Santi gehabt haben.

Polizei Oberst Pattarapat sagte gegenüber den lokalen Medien, die Verdächtigen hätten die Pistolen von Polizei Hauptmann Santi gekauft und an die meisten Kunden in Ayutthaya für 20.000 bis 28.000 Baht pro Stück weiter verkauft.

Die Namen der Verdächtigen wurden nicht bekannt gegeben. Sie wurden zunächst wegen Diebstahls von Staatseigentum und Besitz gestohlener Waren angeklagt. Sie wurden bereits verhört. Die Polizei wollte von ihnen wissen, ob es noch andere Komplizen gab.

Polizei Oberst Pattarapat sagte, alle elf Handfeuerwaffen seien inzwischen geborgen worden. Allerdings war er gegenüber der Presse nicht dazu bereit, irgendwelche näheren Angaben zu machen.

Laut den Recherchen der thailändischen Medien hatte die Royal Thai Police im Jahr 2015 insgesamt 150.000 der Sig Sauer P320 SP Handfeuerwaffen bestellt. Dadurch sollten die alternden Dienstwaffen, die der Polizei im Rahmen eines Sozialprojekts zur Verfügung gestellt wurden, ersetzt werden.

Die Sig Sauer P320 SP Pistolen wurden im Jahr 2017 an die Polizei ausgeliefert. Das gleiche Sig Sauer Modell wird auch von den US – amerikanischen Behörden wie dem Marine Corps und dem Federal Bureau of Investigation ( FBI ) verwendet.

Es wird von der in den ansässigen Sig Sauer Inc. und der deutschen Sig Sauer GmbH hergestellt. Der nationale Polizeichef Polizei General Chakthip Chaijinda ordnete am Donnerstag ( 28. Februar ) an, dass alle Einheiten der Polizei alle ihnen erteilten Handfeuerwaffen zur Rechenschaft vorzeigen müssen. Die Waffen werden erneut gezählt und die Ergebnisse der Kontrolle müssen bis zum 15. März dem Logistikbüro der Royal Thai Police gemeldet bzw. vorgelegt werden.

 

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