Bangkok: Skytrain fordert Offenlegung persönlicher Daten – Kritik wächst

Nutzer des Skytrain empörten sich in den vergangenen Wochen wegen der Erhebung privater Daten durch die Bangkok Mass Transit System (BTS). Diese fordert von „Rabbit Card“-Inhabern seit dem 15. Februar bei der Aufladung ihrer Prepaidkarte die Offenlegung ihrer Ausweisnummer von ID-Card oder Reisepass, E-Mailadresse und Telefonnummer.

BTS begründete die neue Vorschrift mit einer Klausel aus dem 20 Jahre alten Anti-Geldwäsche-Gesetz. Da die Prepaidkarten für illegale Finanzaktivitäten verwendet werden könnten, sehe sich der Hochbahnbetreiber in der Pflicht, alle Karteninhaber zu registrieren, da die  „Rabbit Cards“ auch für Einkäufe in einer Reihe von Geschäften und Restaurants als bargeldloses Zahlungsmittel und somit zur Geldwäsche eingesetzt werden können.

Kritiker stellen die Begründung des Skytrainbetreibers in Frage und verweisen auf das niedrige Auflade-Limit der Karte. Mit einer Begrenzung auf ein Maximalguthaben von 4.000 Baht, halten sie es für ziemlich unwahrscheinlich, dass sie als Werkzeug zur Geldwäsche missbraucht werden könnte.

Zwar haben auch andere Anbieter von Prepaid-Zahlmitteln angekündigt, eine Registrierungspflicht einzuführen, unter anderem TrueMoney Wallet, jedoch handelt es sich hierbei um uneingeschränkte Debitkarten, mit denen unbegrenzt Einkäufe getätigt werden können.

Die neue Vorschrift der BTS bringt auch Datenschutzaktivisten auf den Plan. Sie verweisen auf die schon bald in Kraft tretende neue Datenschutzgesetzgebung – Thailands erstes Gesetz seiner Art. Gemäß der neuen Richtlinie ist jegliche Verwendung oder Transaktion persönlicher Daten ohne Zustimmung des Dateninhabers verboten.

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1 Response to Bangkok: Skytrain fordert Offenlegung persönlicher Daten – Kritik wächst

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    Ich nutze die Rabbit Card oder ihre bessere Vorgängerin die BTS Smartcard

    von Anfang an, also über 17 Jahre.

    Früher wäre ich froh gewesen wenn ich damit auch bei der MRT U-Bahn

    hätte fahren konnen.Ich glaubes das geht bis Heute noch nicht!

    Ich wusste bis dato nicht dass man mit der Rabbit Card auch in Geschäften

    bezahlen kann. Aber ich hab eh immer nur 300THB draufladen lassen.

    Dass irgendein Thai Sesselfurzer ohne Haftung dieses alte AMLO Gesetz

    ausgegraben hat ist ja fein für ihn und die BTS kann unsere Daten

    verkaufen.Sie jammern ja trotz ständiger Preiserhöhungen und überfüllter Züge

    immer darüber, sie würde nix verdienen.

    Ich komme ja erst wieder im Dezember nach BKK und werde dann sehen

    ob diese "Massnahme" dann noch aktuell ist oder schon der Thainess

    zum Opfer gefallen ist.Fast alle BTS Nutzer ausser den ausländischen Touris

    haben Rabbit Cards. So ist der Datenverkauf bestimmt ein gutes Geschäft.

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