Bangkok: Auswärtige Amt aktualisiert Reise- und Sicherheitshinweise für Thailand

Das Auswärtige Amt hat am Dienstag den 5. März seine Reise- und Sicherheitshinweise für Thailand auf seiner Webseite aufgrund der bevorstehenden Wahlen aktualisiert.

  • Aktuelle Hinweise

Am 24. März 2019 sollen in Thailand Parlamentswahlen stattfinden. Es kann im Vorfeld, während und nach den Wahlen zu politischen Versammlungen, Protestaktionen und Demonstrationen kommen.

Das Verbreiten negativer Berichte über Thailand, die Teilnahme an politischen Aktivitäten und Anschuldigungen von Personen des öffentlichen Lebens können auch gegenüber Ausländern strafrechtlich verfolgt werden.

Reisenden wird empfohlen, lokale Medien zu verfolgen, politische Aktionen und Menschenansammlungen unbedingt zu meiden und Anordnungen von Sicherheitskräften und Behörden Folge zu leisten.

 

  • Landesspezifische Sicherheitshinweise

Innenpolitische Lage

Grundsätzlich hat sich die Sicherheitslage in Thailand nach dem Militärputsch im Mai 2014 stabilisiert. Das öffentliche Leben verläuft weitgehend normal. Meinungs- und Versammlungsfreiheit sind allerdings weiterhin erheblich eingeschränkt. Reisende sollten sich des strengen Majestätsbeleidigungsgesetzes in Thailand bewusst sein. Es wird generell empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen zu meiden, da gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften nicht auszuschließen sind.

Terrorismus

Wie in vielen anderen Ländern auch, kann in Thailand eine allgemeine Gefahr von terroristischen Anschlägen niemals ausgeschlossen werden.

Vor allem in den mehrheitlich muslimischen südlichen Grenzprovinzen zu Malaysia ( Narathiwat, Yala und Pattani sowie weite Teile von Songhkla  besteht die Gefahr terroristischer Anschläge.

Im August 2016 kam es in Hua Hin, Phuket, Krabi, Trang und Surat Thani sowie weiteren Orten und Provinzen im Süden Thailands zu Bomben- und Brandanschlägen. Dabei gab es Tote und Verletzte. Im Mai 2017 gab es einen Bombenanschlag in einem Militärkrankenhaus in Bangkok. Weitere Anschläge, auch in Urlaubsgebieten, können nicht ausgeschlossen werden.

Reisenden in Thailand wird weiterhin empfohlen, besonders wachsam zu sein und den Anordnungen der örtlichen Sicherheitskräfte und Behörden Folge zu leisten.

Von Reisen in und durch die unter Notstandsrecht stehenden Provinzen im Süden Thailands an der Grenze zu Malaysia ( Narathiwat, Yala und Pattani sowie Teile von Songkhla ) wird dringend abgeraten. Dort kommt es regelmäßig zu Auseinandersetzungen zwischen Separatistengruppen und Sicherheitskräften sowie zu terroristischen Anschlägen, auch auf von Ausländern frequentierte Ziele.

Reisen auf dem Landweg nach Kambodscha sind nur über die offiziellen Grenzübergänge möglich.

Von Reisen nach Preah Vihear und den umliegenden Tempelanlagen wird abgeraten, da der gesamte Bereich weiterhin militärisches Sperrgebiet ist. Zur Situation auf kambodschanischer Seite sind die Reise- und Sicherheitshinweise Kambodscha zu beachten.

Kriminalität

Thailand verzeichnet zunehmende Kriminalität ( auch Diebstahl, Vergewaltigung, Raubüberfall, teilweise mit Todesfolge ). Das betrifft insbesondere die Tourismushochburgen Phuket, Koh Samui und Pattaya.

Auf den monatlich stattfindenden ,, Mondscheinpartys „ ( Full Moon Party ) auf der nördlich von Koh Samui gelegenen Insel ( Koh ) Pha Ngan ist es bereits mehrfach zu tödlichen Zwischenfällen gekommen. Wiederholt sind Frauen und Mädchen von unter Drogen oder Alkohol stehenden Teilnehmern vergewaltigt worden.

In vielen Touristenhochburgen ist die Zusammenarbeit von Banden mit korrupten Polizeibeamten keine Seltenheit. Dabei wird den Touristen unterstellt, sie hätten gemietete Gegenstände ( insbesondere Jet Skis oder Motorroller ) beschädigt zurückgegeben oder Bagatelldelikte ( Diebstahl von Uhrenimitaten etc. ) begangen, um Geld zu erpressen. Besonders auffällig geworden ist die Polizeistation am Patong Beach. Es wird dringend geraten, in diesen Fällen unverzüglich telefonischen Kontakt mit der deutschen Botschaft in Bangkok aufzunehmen.

Touristen sollten generell nur in Taxis oder Tuk-Tuks steigen, deren Fahrer sie selbst angesprochen haben. Die Gefahr von Betrugsversuchen unter Mitwirkung von Taxi- und Tuk-Tuk-Fahrern ist hoch, z. B. werden Touristen gezielt in diverse Geschäfte geführt und dann unter Druck gesetzt, dort Fälschungen oder minderwertige Produkte zu kaufen.

In entlegenen Gebieten und in den Grenzgebieten zu Kambodscha und Myanmar kann es zu Überfällen durch bewaffnete Banden kommen. Trekking-Touren sollten generell nur gut vorbereitet und am besten in einer Reisegruppe unter sachkundiger Führung unternommen werden.

Sicherheitsvorkehrungen ( z. B. in Hotels und Discos ) in Thailand entsprechen teilweise nicht europäischen Standards. Auf Fähren und Ausflugsbooten sind Sicherheits- und Rettungseinrichtungen oftmals mangelhaft; Vorsicht ist angebracht.

Naturkatastrophen

Insbesondere in der Regenzeit von Mai bis Oktober kommt es häufig zu großflächigen Überschwemmungen und Erdrutschen, denen jährlich Menschen zum Opfer fallen.

Im Südosten der Thai-Halbinsel ( u.a. auch Koh Samui ) kommt es auch von November bis Januar zu Starkregen und vereinzelten Tropenstürmen.

Aktuelle Warnungen veröffentlicht das thailändische Meteorological Department.

Reisenden wird empfohlen, sich zu jeder Jahreszeit über lokale Medien über die aktuelle Lage zu informieren, ggf. die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland zu beachten und den Anweisungen von lokalen Behörden Folge zu leisten.

Thailand befindet sich in einer seismisch aktiven Zone, in der mit Erd- und Seebeben gerechnet werden muss. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis bietet das Deutsche Geo Forschungs Zentrum.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalreisende werden in der Regel über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Führerschein

Zum Führen von Kraftfahrzeugen ist entweder der Internationale Führerschein nach dem Internationalen Abkommen über Kraftfahrzeugverkehr vom 24. April 1926, der nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig ist, oder eine thailändische Fahrerlaubnis erforderlich. Deutsche nationale Führerscheine allein werden in Thailand offiziell nicht anerkannt.

Für Aufenthalte von über drei Monaten ist grundsätzlich eine thailändische Fahrerlaubnis erforderlich.

Die Umschreibung einer deutschen in eine thailändische Fahrerlaubnis kann in Thailand beantragt werden. Verbindliche Informationen zur Antragstellung können beim Department of Land Transport erfragt werden.

 

  • Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja
Vorläufiger Reisepass: Ja
Personalausweis: Nein
Vorläufiger Personalausweis: Nein
Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:

Reisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Weitere Informationen finden sie direkt auf der Webseite des Auswärtigen Amt

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1 Response to Bangkok: Auswärtige Amt aktualisiert Reise- und Sicherheitshinweise für Thailand

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    Langsam werden die Warnungen etwas realistischer!

    Obwohl die Warnung vor dem grössten Feind anständiger Ausländer

    in Thailand nämlich den Thai Behörden, insbesondere der Polizei,

    immer noch fehlen.

    Na ja, meistens übertrifft bei denen die Faulheit sogar die Geldgeilheit.

    Wovor man in Thailand sicher keine Angst haben muss sind

    politische Demos! Ich war von 2008 bis 2014 bei so ziemlich jeder

    grösseren politischen Demo dabei.

    Das Risiko dabei zu Schaden zu kommen ist viel geringer

    als bei jedem Spaziergang im Strassenverkehr!

    Auch Naturkatastrophen gibt es hier nicht.

    Die Katastrophen bei Unwettern hier sind Alle menschengemacht!

    Thainess lässt grüssen!

    Während in Japan selbst Hochhäuser mühelos Erdbeben der Stärke 6 abreiten

    bricht hier eben bei Stärke 3 schon Alles zusammen.

    Was die Deutschenliste der Botschaft angeht:

    War ich auch mal drin. Als ich umzog und meine Adresse ändern wollte,

    stand ich schon nicht mehr drin.

    Eine Warnung habe ich bekommen:

    Zwei Wochen nach nach dem Fukushima Unglück wurden wir von

    der Botschaft davor gewarnt!

    Was den Führerschein angeht:

    Früher hatten Leihwagen spezielle Nummernschilder und waren leicht

    zu erkennen.Ausserdem waren die Fenster nicht so stark getönt

    und man konnte einen Farang darin leicht erkennen.

    Trotzdem wurden Farang Autofahrer nicht so schikaniert wie heute.

    Was den Führerschein angeht:

    Ich fahre hier seit 33 Jahren mit D bzw LUX Führerschein.

    Vor ein paar Monaten kam ich allein in eine Polizeikontrolle

    Ich zeigte meinen alten 2013 abgelaufenen Papier EU Führerschein

    aus LUX.

    Der prüfende Polizist sagte : Oh, old style! studierte das Papier,

    gab es mir dankend zurück und liess mich fahren.

    Meine Freunde haben vor 10 Jahren als sie hier ankamen und

    ihr erstes Auto kauften eine Thai International Driving Licence

    bekommen. Ein Buch wie der Internationale Führerschein

    nur eben nur in Thai und Englisch.

    Dies reicht aber alleine nicht. Sie müssen auch immer ihre

    Original Führerscheine dabei haben.

    Ich bin am Anfang im Norden oft in Polizeikontrollen gekommen.

    Damals war in Burma und Kambodscha noch Krieg und es wurde

    in den Grenzprovinzen an jeder Polizeibezirksgrenze kontrolliert.

    Die wollten nie meinen Führerschein sehen sondern immer nur meinen Pass.

     

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