Burma: Militär tötete vermutlich bis zu 30 Rohingyas

In Burma sind nach Angaben der UN bei einem Angriff des Militärs auf eine Gruppe von muslimischen Feldarbeitern bis zu 30 Menschen ums Leben gekommen.

Das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) äußerte am Dienstag die Vermutung, dass bei der Aktion am Mittwoch vergangener Woche deutlich mehr Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya starben als bislang angegeben.

Das Militär des südostasiatischen Landes spricht von lediglich sechs Toten. UN-Sprecherin Ravina Shamdasani sagte: «Wir haben unbestätigte Berichte, wonach die Zahl der Opfer bei 30 liegen könnte.» Nach Angaben von Dorfbewohnern wurden die Arbeiter in der Nähe von Buthidaung im Bundesstaat Rakhine aus Hubschraubern beschossen, während sie auf Bambusfeldern beschäftigt waren. Die Armeezeitung «Myawady» berichtete, dass der Angriff islamischen Terroristen gegolten habe.

[caption id="attachment_32748" align="alignnone" width="600"] epa07034766 Soldiers stand guard during the British Foreign Secretary Jeremy Hunt (not in picture) visit at the Sittwe airport, Rakhine state, western Myanmar, 20 September 2018. Jeremy Hunt is in Myanmar for talks with Myanmar leaders on the Rohingya crisis and announces additional Britain support for victims of sexual violence in Myanmar. EPA-EFE/YE AUNG THU / POOL[/caption]

Aus Furcht vor Verfolgung durch das Militär sind in den vergangenen Jahren mehr als 700 000 Rohingya aus dem mehrheitlich buddhistischen Myanmar (ehemals Birma) ins muslimische Nachbarland Bangladesch geflohen. Die Vereinten Nationen sprechen von «Völkermord». Myanmar war Jahrzehnte lang eine Militärdiktatur. Inzwischen steht dort die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi an der Spitze einer Regierung, in der das Militär mehrere Schlüsselposten besetzt.

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1 Antwort zu Burma: Militär tötete vermutlich bis zu 30 Rohingyas

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    Wegen des Theaters in Thailand über den Wahlbetrug und die Elimination der

    Future Forward Partei und Thanathorns sollte durchaus das Schicksal

    der gern vergessenen Rohingya in Burma nicht total vergessen werden.

    Da der ursprünglich geplante Genozid nicht so recht klappte weil die

    Opfer nach Bangladesh flüchteten,

    wird er jetzt scheibchenweise an den wenigen zurückkehrenden Rohingya

    ausgeübt.

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