Bangkok: Abt wegen Veruntreuung zu 26 Jahren Haft verurteilt

Ein älterer Mönch hat vom Gericht eine 26-jährige Haftstrafe erhalten, weil er mit dem ehemaligen Chef des National Buddhism Office (NBO) Tempelgelder veruntreut hat. Der ehemalige Phra Khru Kitti Patcharakhun, Abt des Tempels Lat Khae und Mönchsvorsteher des Distrikts Chon Daen von Phetchabun, wurde am Donnerstag für schuldig befunden, mehr als 24 Millionen Baht aus dem NBO-Haushalt für vier Tempel in vier Provinzen unterschlagen zu haben.

Das Gericht nannte den damaligen NBO-Chef Nopparat Benjawatananan als Komplizen. Nopparat floh während des Ermittlungsverfahrens aus Thailand.

„Wir werden Berufung einlegen”, sagte der Anwalt des ehemaligen Abts, nachdem er das Urteil des Zentralen Strafgerichtshofs für Korruptionsfälle gehört hatte.

Der Mönch hatte sich als nicht schuldig bekannt und behauptet, er habe Nopparas Vorschlag einfach befolgt, weil dieser ein hochrangiger Beamter war. Dem Mönch zufolge wurden die Tempelvorsteher gebeten, den Großteil der Gelder, die das NBO auf ein Bankkonto überwiesen hatte, in bar zurückzuzahlen. Nopparat soll behauptet haben, diese Mittel würden für Tempel im unruhigen Süden verwendet.

Quellen berichteten, Phra Khru Kitti Patcharakhun habe auch eine Strafanzeige wegen mutmaßlicher Misshandlung von drei Mädchen – alle unter 15 Jahre – angefochten. Das Gerichtsverfahren ist abgeschlossen und das Strafgericht will sein Urteil am 27. Juni vorlesen. Phra Khru Kitti Patcharakhun ist inzwischen aus der Mönchsgemeinschaft ausgeschlossen worden.

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