Nakhon Pathom: Wasserstand mit niedrigsten Stand seit fast 100 Jahren

Der Wasserstand im Mekong in der nordöstlichen Grenzprovinz Nakhon Phanon ist laut den lokalen Medienberichten nur noch etwa 1,50 Meter hoch und möglicherweise der niedrigste Stand seit fast 100 Jahren. Mit der weiter fortschreitenden Trockenheit ist das Wasser im Mekong täglich um etwa 10 bis 20 Zentimeter gefallen. Der Pegel des Wassers befindet sich jetzt bereits ca. 11 Meter unterhalb der Überlaufstelle am Flussufer.

Der Wasserstand ist jetzt so niedrig, dass in der Mitte des Flusses ein großer Felsen sichtbar ist, auf dem ein Buddha Fußabdruck eingraviert ist.

Der Felsen mit dem Buddha Fußabdruck in der Gemeinde Woen Phra Bat des Bezirks Tha Uthen, der als über 2.000 Jahre alt gilt und von Menschen auf beiden Seiten des Flusses hoch verehrt wird, ist normalerweise nur in der Trockenzeit zwischen März und April zu sehen.

Der Wasserstand in allen Nebenflüssen des Mekong, einschließlich Nam Oun, Nam Songkhram und Nam Kam, ist ebenfalls sehr niedrig. Wie schon mehrfach berichtet, beträgt der Wasserstand in den großen Stauseen in den 12 Bezirken der Provinz derzeit nur noch 10 – 20 % ihrer Kapazität. Die Reisfelder in den betroffenen Gebieten, durch die die Nebenflüsse laufen, sind jetzt ohne Wasser.

Die Landwirte sagten, dass ihre Ernten sterben würden, wenn es innerhalb der nächsten Woche überhaupt nicht mehr regnen würde.

Frau Lai Sripeng, eine 68 Jahre alte Landwirtin in der Gemeinde Woen Phra Bat sagte, es sei das erste Mal in ihrem Leben, dass sie während der Regenzeit den Felsen mit dem Buddha Fußabdruck im Mekong gesehen habe. Dieses unnatürliche Phänomen ist ein Zeichen dafür, dass die diesjährige Dürre sehr kritisch sein wird, sagte sie.

Dagegen hatte Nakhon Phanom erst am Anfang dieses Monats noch mit zu starkem Regen zu kämpfen. Ein erst vor kurzem gebauter und fertiggestellter neuer Radweg entlang des Mekong-Ufers musste gesperrt werden, nachdem ein Teil davon nur zwei Tage nach einer ersten Radveranstaltung zur Förderung des Tourismus in der Provinz zusammengebrochen war.

Der Radweg im Bezirk Muang ist etwa 1,1 Kilometer lang und wurde erst vor kurzem gebaut und wartete noch auf die offizielle Abnahme durch die Provinzhalle. Ein etwa 50 Meter langer Abschnitt eines Aussichtspunktes stürzte am Dienstag den 2. Juli 2019 völlig überraschend und unerwartet ein.

Die Ingenieure des Ministeriums für öffentliche Arbeiten und Stadtplanung untersuchten die Struktur des Pfades und stellten dabei fest, dass viele strukturelle Risse und eine Schlammlawinen bereits das Fundament der Aussichtsplattform beeinflusst hatten.

Die Ingenieure sagten nach der Kontrolle der Absturzstelle, dass die gebaute Struktur der Erosion des Flussufers durch den jüngsten starken Regen nicht mehr standhalten konnte.

Der Zusammenbruch ereignete sich nur zwei Tage, nachdem die thailändische Tourismusbehörde und die örtlichen Behörden am Sonntag eine Fahrradveranstaltung auf dem Weg durchgeführt hatten, um dort den örtlichen Tourismus zu fördern.

Herr Chanchai Sribenja von einem Radsportverein in Nakhon Phanom sagte am Freitag gegenüber den Medien, dass die Fahrradveranstaltungen entlang des Mekong Flusses in Nakhon Phanom bei den einheimischen Touristen sehr beliebt seien.

Der Einsturz des neuen Radwegs könnte sich jetzt negativ für den Tourismus auswirken. Die Durchsetzung von Baunormen sei eine wirksame Lösung, um in Zukunft solche Vorfälle zu vermeiden, meldet die thailändische Presse. / TP-BP

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1 Antwort zu Nakhon Pathom: Wasserstand mit niedrigsten Stand seit fast 100 Jahren

  1. Avatar Raoul Duarte sagt:

    Der Felsen mit dem Buddha Fußabdruck in der Gemeinde Woen Phra Bat des Bezirks Tha Uthen, der als über 2.000 Jahre alt gilt und von Menschen auf beiden Seiten des Flusses hoch verehrt wird, ist normalerweise nur in der Trockenzeit zwischen März und April zu sehen. 

    Ist ja interessant (da war ich noch nicht) – kann man sich das in der Trockenzeit (oder eben jetzt) ansehen? Gibt es Fotos vom Fußabdruck?

    Zum Dürre-Thema haben wir ja schon an anderer Stelle diskutieren können. Schreckliche Auswirkungen auf die dortige Bevölkerung.

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