China hält mit 8 Staudämmen 40 Milliarden Kubikmeter Wasser zurück

Laut dem „ Mekong Freedom Network “ , einer Bürgergruppe, die die Auswirkungen von Dämmen untersucht, die entlang des Mekong gebaut wurden, sind die acht Staudämme, – oder Lancang -, wie es in China heißt, die entlang des Mekong oberhalb von Thailand gebaut wurden, die Hauptverursacher für den starken Abfall des Wasserspiegels stromabwärts und die daraus resultierenden Nöte für die Menschen in den Anrainerstaaten.

Aus den Studien des „ Mekong Freedom Network “ geht hervor, dass die acht Dämme insgesamt über 40 Milliarden Kubikmeter Wasser für die Stromerzeugung, Bewässerung und andere Zwecke für China blockiert haben und die Hauptursache für die mittlerweile unnatürlichen Flussverläufe sind. Laut den weiteren Angaben der Studie beeinträchtigen die Stauseen die Lebensgrundlage der Menschen, die entlang des Flusses leben.

Die Gruppe sagte, dass der niedrigste Wasserstand im Mekong beobachtet wurde, als der Jinghong Damm in der chinesischen Provinz Yunnan die Wasserdurchflussrate für den Damm auf 500 Kubikmeter / Sekunde senkte. Allerdings wurde der Durchfluss mittlerweile verdoppelt, da der Durchfluss am 18. Juli auf 1.000 Kubikmeter / Sekunde erhöht wurde.

Der Wasserstand in mehreren nördlichen und nordöstlichen Provinzen Thailands bleibt aber trotz der Öffnung auf 1.000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde weiter auf einem Rekordtief. Das beeinträchtigt nicht nur die die Schifffahrt und das Fischen auf dem Mekong, sondern auch das Pumpen von Wasser für den täglichen Verbrauch der Bewohner wird durch die riesigen Wasserspeicher in China unmöglich gemacht, berichtet das Mekong Freedom Netzwerk.

Die Gruppe behauptet in ihrem Bericht, dass sie die die Regierung bereits aufgefordert hat, sich dem Problem anzunehmen. Leider waren bisher allerdings alle Versuche ohne Erfolg, berichtet das Mekong Freedom Netzwerk. Sie haben bis heute noch keine Antwort erhalten.

Inzwischen hat der niedrige Wasserstand des Mekong in Thailand einen Level erreicht, der laut den Angaben der zuständigen Behörden in vielen Provinzen Grund zur Besorgnis ist. In der nordöstlichen Grenzprovinz Nakhon Phanon ist der Wasserstand des Mekong laut den lokalen Medienberichten nur noch etwa 1,50 Meter hoch. Wie die Medien weiter berichten, ist dies möglicherweise der niedrigste Stand seit fast 100 Jahren.

Mit der weiter fortschreitenden Trockenheit ist das Wasser im Mekong in den letzten Wochen täglich um etwa 10 bis 20 Zentimeter gefallen. Der Pegel des Wassers befindet sich jetzt bereits ca. 11 Meter unterhalb der Überlaufstelle am Flussufer. Der Wasserstand ist schon jetzt so niedrig, dass in der Mitte des Flusses ein großer Felsen sichtbar ist, auf dem ein Buddha Fußabdruck eingraviert ist.

Einheimische Fischer aus der Gemeinde Woen Phra Bat des Bezirks Tha Uthen berichten, dass der Felsen mit dem Buddha Fußabdruck als über 2.000 Jahre alt gilt und von Menschen auf beiden Seiten des Flusses hoch verehrt wird. Allerdings ist der Felsen und der Fußabdruck normalerweise nur in der Trockenzeit zwischen März und April zu sehen.

Mittlerweile hat auch Premierminister Prayuth Chan o-cha seine Besorgnis zu der aktuellen Wasser Situation in Thailand geäußert. Premierminister Prayuth hat die Armee angewiesen, in Alarmbereitschaft zu sein und den Bürgern in den von der Dürre betroffenen Gebieten schnell Hilfe zu leisten. Der Wassermangel und die Dürre könnten in Thailand allerdings auch noch sehr schnell weiter zunehmen, warnte er.

Ebenfalls schon in der letzten Woche hatten Experten davor gewarnt, dass das Wasser in den vier großen Staudämmen des Landes nur noch für die nächsten 40 Tage reichen wird. Die Landwirte leiden allerdings schon seit Wochen unter dem Wassermangel und bekommen von den Behörden nur sehr wenig Hilfe.

Laut den Angaben der zuständigen Behörde enthalten die vier großen und wichtigen Stauseen des Landes – der Bhumibol Damm, der Sirikit Damm, der Khwae Noi Damm und der Pasak Damm zusammen nur noch 1,5 Milliarden Kubik Liter Wasser.

Die Regierung hat bereits schon mehrmals alle Bürger in den von der Dürre betroffenen Gebieten dazu aufgefordert, mit dem Wasser sehr sorgfältig und sparsam umzugehen. Wenn es jetzt nicht bald anfängt zu regnen, könnte dieses Jahr ein großer Teil der Reisernte der Bauern schlichtweg verdorren, berichten die Landwirte im Norden und Nordosten des Landes. /TP-PBS

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