Hua Hin: Niederländer verklagt Staats-Krankenhaus in Hua Hin wegen Ausländer-Aufschlag

Ein Mann aus den Niederlanden verklagt das Hua Hin Krankenhaus wegen der finanziellen Überlastung von Touristen. Einem thailändischen Staatsbürger werden nur 50 Baht (OPD) für das Treffen mit dem Arzt berechnet. Ausländern werden dagegen jedoch für die gleiche Leistung 300 Baht in Rechnung gestellt. Der 50-jährige Mann gibt in seiner Klage gegen das Krankenhaus an, dass dies auch eine Form der Korruption sei.

Eine Morgensendung des thailändischen Fernsehsenders Channel 3 sendete die Geschichte am Sonntag den 21. dieses Monats (Juli 2019). Ein Niederländer meldete sich bei der Polizei von Hua Hin und teilte den Beamten mit, dass er das Krankenhaus von Hua Hin wegen der Überlastung von Ausländern verklagen wolle. Das Gesundheitsministerium hat keine Vorschriften erlassen, die die unterschiedlichen Krankenhausgebühren für Ausländer aufzeigen, erklärte er den Beamten auf der Polizeiwache.

Der 50 Jahre alte holländische Staatsbürger Erwin Robert Bucher ist ein pensionierter Eisenbahningenieur aus den Niederlanden. Derzeit betreut er mit seiner thailändischen Frau ihre Ziegen in der Provinz Prachuap Khiri Khan.

Herr Erwin erklärte den Polizeibeamten, dass das Hua Hin Krankenhaus Ausländer überfordern würde. Er leidet seit 2015 unter Blasenkrebs und kommt daher alle 3 Monate in das Krankenhaus nach Hua Hin. Herr Bucher legt dabei jedes Mal rund 200 Kilometer von seinem Wohnort bis zum Krankenhaus in Hua Hin zurück, da dort die für seine Krankheit erforderliche Ausrüstung vorhanden ist, fügte er seiner Beschwerde hinzu.

In den mehr als 4 Jahren, in denen er das Krankenhaus wegen seines Blasenkrebs besucht, zahlte er mittlerweile mehr als 300.000 Baht in bar an das Krankenhaus in Hua Hin.

Er betonte dabei gegenüber den Beamten, dass er kein Problem damit habe, die Gebühren zu bezahlen. Das einzige Problem dabei, so berichtet er weiter, sind die zusätzlichen 300 Baht, die extra berechnet werden, nur weil er ein Ausländer ist.

Dies unterscheidet sich von den anderen staatlichen Krankenhäusern, die für Ausländer wie auch für thailändische Staatsbürger jedes Mal nur 50 Baht verlangen. Es scheint, als hätte das Hua Hin Krankenhaus diese zusätzliche Gebühr selbst erhoben, vermutet er.

Auch für seine anderen ausländischen Freunde wird in demselben Krankenhaus ebenfalls eine zusätzliche Gebühr erhoben. Das Krankenhauspersonal gab auf Nachfrage an, dass es 15 % und 300 Baht als Servicegebühr für Ausländer hinzufügen müsse.

Herr Bucher hat so im Laufe der Jahre 12.746 Baht für diese zusätzliche Gebühr gezahlt, die laut seinen Angaben nicht in den vom Gesundheitsministerium festgelegten Bestimmungen aufgeführt ist.

Laut seiner weiteren Angaben wird diese zusätzliche Gebühr auch nicht in anderen staatlichen Krankenhäusern angewendet. Herr Bucher hat in disem Zusammenhang in der Vergangenheit schon mehrfach andere Berichte an das Gesundheitsministerium und auch an das Damrongdhama Zentrum übermittelt, aber trotz aller Beschwerden sei das Problem immer wieder aufgetaucht.

Er möchte jetzt endlich eine Antwort für den Aufpreis für Ausländer finden, da dies auf eine Korruption im System hindeuten könnte, fügte er weiter hinzu.

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