München: 67-jähriger Deutscher wegen Kindesmissbrauch zu 13 Jahren/6 Monate verurteilt

Der heute 67 Jahre alte Mann vergeht sich an ihnen unter anderem in idyllisch gelegenen Ferienhotels an der Küste des Landes.

Wegen 80 Fällen des schweren sexuellen Missbrauchs an zwei Jungen hat das Landgericht München I den Mann zu einer langen Haftstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

Er muss 13 Jahre und 6 Monate ins Gefängnis. Seine Verteidiger wollen prüfen, ob sie dagegen vorgehen.

[caption id="attachment_36269" align="alignnone" width="600"] ARCHIV – 14.05.2019, Bayern, München: Der 67-jährige, wegen sexuellen Missbrauchs Angeklagte (l), steht vor Prozessbeginn im Landgericht zusammen mit seinem Anwalt Benjamin Ruhlmann im Sitzungssaal und hält sich Plastiktüte und Ordner vors Gesicht. Der Mann soll in Thailand über einen Zeitraum von 30 Jahren mehrere Jungen sexuell missbraucht haben. Insgesamt geht es um mehr als 100 Fälle. Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++[/caption]

Die jüngsten Opfer waren gerade einmal acht Jahre alt. Die Taten soll er in vielen Fällen gefilmt und fotografiert haben.

Das Gericht verurteilte den Mann aber nur für die Fälle, von denen Aufnahmen mit Erstellungsdatum existieren und die noch nicht verjährt sind.

Die Vorsitzende Richterin erklärte, das sei “lediglich die Spitze des Eisbergs”.

Nicht alle Missbrauchsfälle habe die Staatsanwaltschaft in ihre Anklage aufgenommen. Für einige Taten hatte der Mann die Kinder aus Thailand einfliegen lassen und verging sich an ihnen in München.

Die Stieftochter des Angeklagten, dessen thailändische Ehefrau nach Gerichtsangaben trotz allem noch immer zu ihm steht, hatte letztlich alles ins Rollen gebracht.

 Videoaufnahme von einer Tat nur durch Zufall gefunden

Ein Münchner wurde vom Landgericht München I für seine Taten verurteilt.
Sie hatte auf die Wohnung des Ehepaars aufgepasst und fand dort zufällig eine Aufnahme, auf denen eine Tat zu sehen ist.

Die Frau, die als Nebenklägerin in dem Verfahren auftrat, war selbst Opfer der Übergriffe geworden.

Wöchentlich sei sie von ihrem Stiefvater missbraucht worden, erklärte das Gericht. Für das Urteil spielte dies aber keine Rolle.

Ihrem Bruder sei es genauso gegangen, so das Gericht – davon gebe es Videos. Diese Taten spielten im Gegenzug eine Rolle.

Das Opfer war für eine Aussage extra aus dem südostasiatischen Königreich nach München geflogen. Der Großteil des Prozesses verlief unter Ausschluss der Öffentlichkeit: Die Erklärungen des Angeklagten, die Beweisaufnahme mit den zahlreichen Videos und die Plädoyers.

Die Staatsanwaltschaft forderte einer Sprecherin zufolge mehr als 14 Jahre Haft.

Die Forderung der Verteidiger sei unter sieben Jahren gewesen, sagte einer der Anwälte nach dem Urteil. Die Richterin erklärte, die Beweislast sei “erdrückend”. Der Angeklagte habe die Taten eingeräumt. Der 67-Jährige ist nach Ansicht des Gerichts ein “Hangtäter”, von ihm gehe eine Gefahr aus.

Sogenannter Sextourismus und Kindesmissbrauch sind in Thailand nach wie vor ein großes Problem. Vor allem über Landesgrenzen hinweg gestaltet sich eine Strafverfolgung nach Angaben des Kinderhilfswerkes Unicef schwierig. Nur selten werden die Täter ermittelt oder gar verurteilt.

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8 Antworten zu München: 67-jähriger Deutscher wegen Kindesmissbrauch zu 13 Jahren/6 Monate verurteilt

  1. Avatar Raoul Duarte sagt:

    Jeder einzelne Sexualstraftäter – gleich welchen Alters -, der endlich aufgegriffen, hier (oder ggf. in seinem Herkunftsland) angeklagt und verurteilt wird und in einem Gefängnis landet, ist ein Erfolg.

    Da können sich die hier im Blog zur "Verteidigung" berufenen, meist ewiggestrigen Rechtsrechten noch so sehr in ihren (w)irren "Ausführungen" ergehen: Dieser Erfolg bleibt ein Erfolg.

  2. Avatar berndgrimm sagt:

    Wolf5 sagt:

    4. August 2019 um 2:05 pm

    Wie ich bereits mehrfach mitteilte, kann der am Pinocchio-Syndrom (in der Psychiatrie spricht man auch von Pseudologia phantastica ) leidende Troll RD alias Hutbürger Maik nichts anderes, als seine Lügen zu verbreiten.
    Wem wundert es, dass er erneut außer seiner dämlichen Hetze nichts zum Thema dieses Blogs beiträgt, wahrscheinlich auch genährt aus eigenen Erfahrungen während seiner Zeit in der Waldorfschule, als er anderen Buben zur Verfügung stehen mußte.

    Natürlich hat berndgrimm recht, wenn er schreibt, dass die Anklage gegen den Deutschen nicht auf einen Erfolg der Polizei beruht, sondern durch die Aussage der Stieftochter des Angeklagten, letztlich alles ins Rollen gebracht wurde.

     

    Sehr richtig, aber das gravierende in diesem Blog ist dass ein mehr als

    unwissender Scharlatan unter offensichtlicher Zustimmung des Blogmachers

    hier seine dümmliche Propaganda in jeden Thread kacken darf.

  3. Avatar Wolf5 sagt:

    Wie ich bereits mehrfach mitteilte, kann der am Pinocchio-Syndrom (in der Psychiatrie spricht man auch von Pseudologia phantastica ) leidende Troll RD alias Hutbürger Maik nichts anderes, als seine Lügen zu verbreiten.
    Wem wundert es, dass er erneut außer seiner dämlichen Hetze nichts zum Thema dieses Blogs beiträgt, wahrscheinlich auch genährt aus eigenen Erfahrungen während seiner Zeit in der Waldorfschule, als er anderen Buben zur Verfügung stehen mußte.

    Natürlich hat berndgrimm recht, wenn er schreibt, dass die Anklage gegen den Deutschen nicht auf einen Erfolg der Polizei beruht, sondern durch die Aussage der Stieftochter des Angeklagten, letztlich alles ins Rollen gebracht wurde.

    Ich will nicht bestreiten, dass die Aufklärung der Pädophilie recht kompliziert ist, da meistens die Aussagen der Betroffenen fehlen und auch die Justiz nur halbherzig gegen solche Täter vorgeht.

    Andererseits muß man sich natürlich auch die Frage stellen, warum viele Pädophile gerade die Entwicklungs- und Schwellenländer (einschl. Thailand) für ihre Verbrechen wählen.

    So ist u.a. gerade Pattaya beliebt bei Sextouristen und Pädophilen.
    Schmiergelder für die Polizei helfen dabei, dass nicht so viele Fragen gestellt werden.
    So war es auch im Fall des Schweizers Robert S., der jahrelang in Pattaya eine Bar betrieb.
    Zehn Jahre lang ermittelte die thailändische Polizei gegen ihn, doch dann sprach ihn ein thailändisches Gericht vor drei Jahren frei.
    Die Schweiz jedoch ermittelte weiter.
    Im vergangenen März wurde der 73-Jährige wegen sexuellen Missbrauchs von 80 Knaben von einem Schweizer Gericht zu 16 Jahren Haft verurteilt.
    Jetzt sitzt er in der Schweiz im Gefängnis.
    https://www.srf.ch/news/international/nachtleben-von-pattaya-hobby-ermittler-jagen-paedophile-in-thailand

    Fazit: Thailand und auch viele andere Länder haben noch sehr viel zu tun, damit diese Verbrechen besser verfolgt und aufgeklärt werden.

  4. Avatar Raoul Duarte sagt:

    Die Frau, die als Nebenklägerin in dem Verfahren auftrat, war selbst Opfer der Übergriffe geworden. Wöchentlich sei sie von ihrem Stiefvater missbraucht worden, erklärte das Gericht.

    Wen wundert's, daß unser GAGA-User derartige und all die anderen unappetitlichen Straftaten des Deutschen mit angeblichen "Traditionen" entschuldigen und sie sogar den verhaßten Thai(-Behörden) "zuordnen" möchte.

    Und das alles aufgrund von (w)irren "Annahmen" und persönlichen "Beobachtungen" bei seinen "Ausflügen" in die sogenannte "Rotlicht-Szene" Bangkoks. Wenn er sich "genüßlich" in der Schilderung irgendwelcher "Nummern-Hotels" für Kinder-(Zwangs-)Prostitution zu "seiner Zeit" verliert, wird's einfach nur noch widerlich.

  5. Avatar berndgrimm sagt:

    Sogenannter Sextourismus und Kindesmissbrauch sind in Thailand nach wie vor ein großes Problem. Vor allem über Landesgrenzen hinweg gestaltet sich eine Strafverfolgung nach Angaben des Kinderhilfswerkes Unicef schwierig. Nur selten werden die Täter ermittelt oder gar verurteilt.

     

    Zunächst einmal muss festgehalten werden dass der Täter in Deutschland

    angeklagt und verurteilt wurde.

    Höchstwahrscheinlich wurden auch die Ermittlungen in TH, falls es

    welche gab, von deutschen Ermittlern durchgeführt.

    Die Thai "Behörden" sind absolut unkooperativ.

    Wenn derzeit in TH einige spektakuläre Kindesmissbrauchsfälle

    öffentlich wurden , dann nur wegen NGOs und den betroffenen Müttern

    die sich durch Geld nicht haben ruhigstellen lassen.

    Pädophilie ist auch kein Problem welches von Ausländern nach Thailand

    gebracht wurde. Abgesehen von ethnischen Besonderheiten wo von

    Muslimen im Süden und Bergvölkern im Norden schon 11 jährige Mädchen

    verheiratet werden  gibt es strafrechtlich relevante Pädophilie schon lange

    in Thailand ohne dass sie strafrechtlich verfolgt wird.

    Wer erinnert sich noch an die Nummern Hotels in BKK?

    Noch bis vor wenigen Jahren wurde dort mit offensichtlicher Duldung

    der Thai Behörden  Kinder Prostitution betrieben.

    Heute geschieht dies via Internet in anderen Absteigen, in den Edutainment

    Läden der Malls und nicht zuletzt in den Wats.

    Nicht nur der Katholizismus ist ein hervorragendes Medium für Pädophilie.

    Thailand heisst : So tun als ob!

    Man stellt sich hier immer gern als unschuldiges Opfer hin und ist dabei

    kassierender Mittäter.

    Noch schlimmer ist es in der Zwangsprostitution Minderjähriger.

    Siehe den versehentlich Publik gemachten Fall Victorias Secret/Somyot

    und seine Nichtfolgen!

    Heuchelei und Lügen sind Hauptbestandteil der von den Militärdiktatoren

    so sehr geförderten Thainess!

  6. Avatar berndgrimm sagt:

    gg1655 sagt:

    3. August 2019 um 5:48 pm

    Wie wird wohl das Volk darauf reagieren das manch einer wieder offen Polygamie betreibt? 

     

    Dies sah man ja wohl ganz deutlich am Sonntag.

    Noch nie waren an einem offiziellen Feiertag weniger Gelbhemden

    auf der Strasse zu sehen.

    Und den Komparsen die man am Palast aufgebaut hatte sah man

    den Staatsbediensteten meilenweit an.

    Und dies Alles obwohl die Thai sosehr auf Äusserlichkeiten abfahren

    und das Trio attraktiver ist als die meisten anderen Blaublüter.

  7. Avatar Raoul Duarte sagt:

    Die Gesetze, um einen deutschen Mehrfach-Straftäter auch für in Thailand begangene Taten in Deutschland verurteilen zu können, sind eigentlich vorhanden – aber dieser Fall zeigt einmal mehr, wie schwer es ist, solch abscheuliche Taten auch tatsächlich abzuurteilen.

    Es ist zwar letztlich egal, ob der Typ 14-einhalb oder 30 Jahre ins Gefängnis geschickt wird – die Hauptsache ist doch, daß vom Gericht auf "anschließende Sicherungsverwahrung" entschieden wurde, so daß er weder kleine Jungs noch deren Schwestern oder andere Opfer jemals wieder anfassen kann.

    Der Mann wird wahrscheinlich auch im deutschen Gefängnis keinen "geruhsamen Lebensabend" verbringen können. Kinderschänder gelten weltweit in der Knast-Hierarchie als "die ganz unten". Aber ein mehrjähriger Aufenthalt in einem Thai-Gefängnis wäre natürlich "eigentlich angemessener" gewesen.

    Mag manchem als “nicht PC” erscheinen – aber ist genau so gemeint.

  8. Avatar gg1655 sagt:

    Wie wird wohl das Volk darauf reagieren das manch einer wieder offen Polygamie betreibt?     https://www.foxnews.com/world/thailand-king-mistress-official-concubine-new-wife

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