“Staatsstreiche” lösen keine Probleme

The Nation – ……..Fast sechs Jahre sind seit dem Staatsstreich vom 19. September 2006 vergangen, doch diejenigen, die so laut gegen den Putsch demonstriert haben haben nichts dazu beigetragen Thailand von weiteren Staatsstreichen zu befreien, denn es gab bisher keine Reformen innerhalb der Armee. Chanakarn Phundeam-Vong, ein ehemaliges Mitglied des   “Netzwerks des 19. September gegen den Staatsstreich”,   die erste aktive Gruppe gegen den Putsch, erklärte, dass die Machtstruktur in der Armee die gleiche geblieben ist.   “Es gab Forderungen nach  [ Militär ]  Reformen, aber es wurde nichts unternommen”,  sagte sie.
Chanakarn fügte hinzu, dass obwohl die Verfassung eindeutig feststellt, dass die Durchführung eines Staatsstreichs illegal und verfassungswidrig ist, hört die Elite nie auf diese Handlung zu unterstützen. Sie erklärte, dass sich dies ändern müsse und dass die Leute einsehen müssen dass sich die Demokratie globalisiert.

Puangthong Pawakapan, Politologin der Chulalongkorn Universität, sagte, dass obwohl die Möglichkeit eines Staatsstreichs immer noch im Raum steht, würden sich die Rothemden dies nicht gefallen lassen, so wäre es sehr schwierig, das Land zu regieren, auch wenn ein Putsch erfolgreich wäre.  “Diejenigen, die diese Möglichkeit in betracht ziehen, müssen dumm sein”,  sagte sie.

Chanakarn fügte hinzu, dass, wenn ein Putsch inszeniert werden würde, käme es fast zwangsläufig zu einem Bürgerkrieg.

Allerdings beklagte Puangthong das Fehlen von öffentlichen Diskussionen zu diesem Thema.

Sirote Klampaiboon, Dozent für Menschenrechtsfragen an der Mahidol Universität und ein weiterer aktiver Gegner des Staatstreichs von 2006, erklärte, dass die Armee nur mit Unterstützung einer bestimmten Gruppe solch einen Schritt wagen könnte.

Er rief die Regierung dazu auf, gesetzliche Maßnahmen einzuführen die Staatsstreiche in der Zukunft illegal machen und fügte hinzu, dass die Verantwortlichen für den Staatsstreich von 2006 zur Verantwortung gezogen werden müssen.

“Diejenigen, die an dem Staatsstreich beteiligt waren, sollten keine Amnestie erhalten,”  und Sirote fügte hinzu, dass die Gelbhemden der  “People’s Alliance for Democracy”  ( PAD )  und die Multi Color Shirts dann auch aufhören würden einen Staatsstreich als   “Lösung”   für alles zu sehen.

“Am Ende wird es Wahlen geben, so dass der Putsch von 2006 sinnlos war”,  sagte Sirote.

Pravit Rojanaphruk

http://www.nationmultimedia.com/politics/Coups-dont-solve-problems-30184290.html

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4 Antworten zu “Staatsstreiche” lösen keine Probleme

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    Allerdings beklagte Puangthong das Fehlen von öffentlichen Diskussionen zu diesem Thema.

    Nicht nur zu diesem Thema.
    Der Mangel an jeglicher öffentlichen Diskussion und die Weigerung Yinglucks
    auf jedwede Sachfragen zu antworten zeigt, wie weit Thailand gerade unter
    Takkis neuestem Regime davon entfernt ist, sich demokratisch zu entwickeln.
    Mit Hurraschreiern und Schlägertrupps kann man keinen Rechtsstaat machen.
    Und das ist noch viel schlimmer als ein Putsch,weil davon jeder betroffen ist.
    Auch die leider immer noch schweigende Mehrheit.

  2. Avatar berndgrimm sagt:

    bukeo:

    Ich bin aber auch trotzdem der Meinung, das ein Putsch falsch wäre – er würde Yingluck stärken und sie zur Märtyrerin machen.
    Wenn man nun sieht, wie alles den Bach runtergeht, wie z.b. die Wirtschaft (Reisexport usw.), ihre Wahlversprechen (Tablets, Mindestlohn usw) – dann wäre es wesentlich klüger, einfach abzuwarten – bis auch der letzte Rothemden aus dem Isaan merkt, das mit dieser korrupten Familie – keine Politik zu machen ist.
    Thailand benötigt keine Gangster wie Chalerm, Yongyuth, Thaksin usw.

    Einfach abwarten, bis sich das Problem mit dem Thaksin-Klon von selbst erledigt, bzw. sie von den eigenen Leuten erledigt wird.

    Leider zu schön um wahr zu werden.
    Wenn Takkis Büffel in der Lage wären solche Überlegungen anzustellen,
    hätten sie sein Absurditätenkabinett schon lange zum Teufel gejagt und
    nach Leuten verlangt die Thailands wirkliche Probleme endlich angehen.
    Tun sie aber nicht.
    Takkis grösster Vorteil ist die bodenlose Dummheit seiner Wähler.
    Und das wird sich so schnell nicht ändern.
    Natürlich wird es keinen Militärputsch geben, weil der nur Takki
    und seinen Marionetten helfen würde.
    Deshalb betteln die ja auch immer darum.
    Allerdings sollten sich Abhisit und seine DePen endlich mal was
    einfallen lassen um Takkis Trantüten wirklich zu entlarven,
    und nicht nur kindische Spielchen zu spielen.
    Auch die Verfassungsänderung wird von Takki nur dazu benutzt
    um möglichst lange von den wirklichen Problemen abzulenken.
    Und der Opposition etwas sinnloses zu geben an der sie sich
    abarbeiten kann ohne seine Herrschaft zu gefährde.

  3. Avatar emi_rambus sagt:

    bukeo sagte: bzw. sie von den eigenen Leuten erledigt wird.

    WIE, …. WAS, ….WO ???? …die “roten-Hemden” fangen an zu denken?

  4. Avatar bukeo sagt:

    naja, gleich von einem Bürgerkrieg zu schwafeln, wenn es einen Putsch geben würde – halt ich für übertrieben. Die 2-3000 militanten Rothemden sind recht schnell unter Kontrolle zu bringen, wie wir ja 2009 und 2010 gesehen haben. Andere Rothemden werden sich nicht anschliessen – die Thais sind keine Muslims, die sich Sprengstoffgürtel umschnallen und sich in die Luft sprengen.

    Ich bin aber auch trotzdem der Meinung, das ein Putsch falsch wäre – er würde Yingluck stärken und sie zur Märtyrerin machen.
    Wenn man nun sieht, wie alles den Bach runtergeht, wie z.b. die Wirtschaft (Reisexport usw.), ihre Wahlversprechen (Tablets, Mindestlohn usw) – dann wäre es wesentlich klüger, einfach abzuwarten – bis auch der letzte Rothemden aus dem Isaan merkt, das mit dieser korrupten Familie – keine Politik zu machen ist.
    Thailand benötigt keine Gangster wie Chalerm, Yongyuth, Thaksin usw.

    Einfach abwarten, bis sich das Problem mit dem Thaksin-Klon von selbst erledigt, bzw. sie von den eigenen Leuten erledigt wird.

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