Bangkok: Kunstoff und Plastiktüten werden ab 2022 verboten sein

„Ich habe alle verantwortlichen Behörden beauftragt, Meerestiere zu schützen. Es ist die Politik dieser Regierung, dass niemand zurückgelassen wird und das bedeutet nicht nur Menschen – wir beziehen Tiere wie Dugongs mit ein“, erklärte der Premierminister den Medien, als Reaktion auf das Schicksal von Mariam, dem populären jungen Dugong, der letzte Woche wegen der Aufnahme von Kunststoffabfällen aus dem Ozean gestorben ist.

Er sagte, er habe jetzt den Beamten befohlen, alles zu tun, um ein weiteres Baby zu schützen, Yamil, der drei Monate alt ist, das gerettet und im Juli der tierärztlichen Aufsicht des Ministeriums für Meeres- und Küstenressourcen unterstellt wurde.

„Yamil darf nicht sterben“, sagte der Premierminister.

Er erklärte, dass die Regierung die Verwendung von Kunststoff einschließlich Einweg-Plastiktüten bis 2022 verbieten wird.

„Jeder hat die Pflicht, zur Reduzierung des Plastikmülls beizutragen. Es ist unfair und sinnlos, der Regierung die Schuld zu geben, wenn Meerestiere aufgrund von Abfällen sterben. Dieses Problem liegt in der Verantwortung aller“, sagte er.

Ein Naturschutzplan mit dem Titel „Marium-Projekt“ wurde gestern vom Kabinett auf Vorschlag des Ministers für natürliche Ressourcen und Umwelt, Varawut Silpa-archa, genehmigt. Zu ähnlichen Vorschlägen gehören die Nominierung vom 17. August zum „Nationalen Dugong-Tag“ und das „1 + 11-Dugong-Projekt“.

Der letztere Plan wird 12 Dugong-Schutzgebiete auf Koh Libong in der Provinz Trang schaffen, in denen Marium betreut wurde.

Zu den Gebieten gehören Pattani, Satun, Trang, Phangnga, Krabi, Chumphon, Chanthaburi, Rayong und Chon Buri, die alle reich an Seegras sind – das Lieblingsessen der Dugongs. / WB-PN

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SF
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SF
29. August 2019 8:01 pm

55555

Ich hielt das für eine Schreib-oder Übersetzungsfehler,  aber der Phantast will tatsächlich Kunststoffe und Plastik verbieten! 

Zwischenfrage warum errichtet dann TH  die >300 Deponien mit angeblicher Müllverbrennung!??? 

Da wird ja Plastik mit dem RDF-verfahren aussortiert. 

5555

Was für ein Durcheinander! 

Raoul Duarte
Gast
Raoul Duarte
29. August 2019 4:11 pm

STIN:      Wir sprechen hier nicht von Micro-Plastik – sondern in erster Linie von Plastiktüten, Becher usw. […] Plastikverbot wird kommen, auch in der EU. Schrittweise natürlich – bis dann eben organisches Plastik ….

Auch gegen den erbitterten Widerstand mancher Leute, die sich partout gegen jeden Wechsel in ihrer persönlichen Lebensweise stellen, hat die Umstellung in vielen Ländern weltweit schon begonnen. Leider viel langsamer als erhofft und notwendig.

Aber man muß halt die Umstände (aktuelle Situation, Mentalität usw.) der einzelnen Regionen berücksichtigen. Wer in einem (Bürger-)Kriegs-Gebiet lebt oder unter Bedingungen, die kaum mit denen in vielen westlichen (reichen) Ländern vergleichbar sind, hat häufig anderes zu tun, als sich um die globale Umweltverschmutzung zu kümmern. Umso größeren Respekt für Ruanda u.a. 

STIN:      TH hinkt sowieso in allen Umwelt-Aktionen hinterher, aber langsam kommen sie auch in die Gänge.

Richtig. Sehr langsam, aber immerhin. Das sollte man unterstützen, statt sich unter Hinweis auf noch schlechtere Beispiele "exkulpieren" zu wollen – erst recht nicht, wenn es nur um die eigene "Faulheit" geht.

Für jeden einzelnen Menschen ist es letztlich nicht leicht, sein Leben sofort und vollständig umzukrempeln – aber in kleinen Schritten kann (und sollte) jeder schon mal anfangen.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
29. August 2019 9:52 am

ben sagt:

25. August 2019 um 3:59 pm

: ….nein, gleich Herstellungsverbot- Immport und Export-Verbot, dann gibt es gar keine Plastik-Deponien mehr…

Das ist Blödsinn und Fakenews! 1. Platik und vor allem Micro Plastik ist in Cosmetik Produkten / Abrieb von Autoreifen / Slippers etc. etc… 2. Wenn Du 2l kalte Milch kaufst, wirst Du sie wohl kaum neben ein knuspriges Brot in einem Papiersack packen. 3. Ich probiere mein Bestes Plastic zu vermeiden aber es gibt Situationen, wo ein Plastiksack einfach das Beste ist, weil Wasserfest! Zudem kann man die Säcke nachher zum Entsorgen von organischem Müll gebrauchen, denn wenn Du alles zusammen in den Abfallkübel wirfst hast Du nach 2 Tagen eine Wurmzucht und es stinkt furchtbar!!

Vor allem der Blödsinn mit einem Plastik freien Tag pro Woche / Monat ist typisch Thai! Statt keine Plastiksäcke mehr automatisch zu geben, sondern nur auf Wunsch – da würden 60-70% der Plastiksäcke gespart. – Ich habe immer Mehrwegtaschen dabei und verlange Plastik nur wenn es Sinn macht!

 

Sehr richtig  Ben!

Da wird wieder eine tote Sau durchs Dorf gehetzt. Typisch Thai!

Es ist sicherlich sinnvoll die kleine Plastiktüten zu verbieten

weil man die kaum sinnvoll weiterverwenden kann.

Es ist auch sinnvoll die Zal der ausgegebenen Plastiktüten zu begrenzen.

Nur ein Beispiel:

Ich kaufe bei TOPS immer die Ciabatta mit schwarzen Oliven drin.

Die bekomme ich jetzt zusammen in einer grossen Papiertüte.

Früher waren sie einzeln in Plastiktüten und dann un die Papiertüte.

Zu Hause packe ich sie dann einzeln in Plastiktüten von Foodland

wo vorher Laugenstangen drin waren und friere sie ein.

Alle Tüten egal ob Plasitik oder Papier werden bei uns weiterverwendet.

Meine Farau hat einen grossen Karton voll mit gebügelten Papier /Plastiktüten.

Am Ende der Wiederverwendungskette wird sie als Mülltüte endgültig entsorgt.

Gerade auch für organischen Müll der dadurch nicht stinkt

oder Ungeziefer anzieht!

Die Armen Thai machen dies eigentlich auch. Nur die relativ Reichen

sind so überaus Umweltschädlich!

 

 

Raoul Duarte
Gast
Raoul Duarte
25. August 2019 11:14 pm

STIN:      dürfte schwierig werden, den Plastikabfall im Meer einem Staat zuzordnen.

Nachträglich wird's tatsächlich recht schwierig. Aber das bedeutet halt nur, daß man vorausschauend denken muß. Also Langziel: Vollständiges Verbot der Herstellung und gleichzeitige Umstellung auf neue Materialien, die schnell verrotten – mit hohen Strafen, die jeweils im Land ausgesprochen und auch umgehend  eingetrieben werden.

Bis dahin kann man viel von anderen Ländern lernen, die (mein Lieblings-Beispiel: Nepal) z.B. den umgekehrten Weg gehen: Hohe Vorauskasse bei Touristen, die dort erfahrungsgemäß die größten Umwelt-Sünder sind. Rückerstattung nur, wenn im vorher festgesetzten Umfang (Mt. Everest: 8 kg/Person) Müll gesammelt und zurückgebracht wird.

Weitere Ideen gibt es von der Osterinsel und anderen Arealen dieser Welt. Man muß sich in dieser Zwischenzeit nur umsehen und lernbereit sein.

Wolf5
Gast
Wolf5
25. August 2019 5:19 pm

Um ben´s Beitrag noch zu ergänzen – es in der heutigen Zeit fast unmöglich, auf Plastik zu verzichten.
Und laut eines 2017 veröffentlichten Berichts der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) kommt der Großteil des primäres Mikroplastik im Ozean von sieben Quellen:
Waschen synthetischer Textilien,
Abreibung von Reifen während desFahrens,
Städtische Abnutzung (u.a.Sohlenabreibung), Straßenmarkierungen,
Schiffslackierungen,
Pflegeprodukte,
Plastikpellets.
https://diepresse.com/home/ausland/welt/5568395/Plastik-wir-haben-ein-Problem

Leider sind die Bemühungen, den Plastikverbrauch wenigstens zu reduzieren in den verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich und Deutschland gehört nicht zu den Vorreitern, im Gegenteil.

SF
Gast
SF
25. August 2019 7:29 pm
Reply to  Wolf5

Müllverbrennungsanlagen nehmen für die Verbrennung 100-350€/t! Da ist viel Spielraum für schmutzige Geschäfte drin,  zumal leere Container in Massen nach China zurück gehen. Es ist eine Schande für USA,  E inkl D,  Japan,  … daß von da Plastik ohne Not das Land verläßt.

TH sollte professionell die Strände reinigen lassen,  und den jeweiligen Verursachern (Reguerungen) ,  den Aufwand in Rechnung stellen. 

Das geplante Verbot ist eine übliche Erfindung der HistoryFaker (HF; früherLP)! 

ben
Gast
ben
25. August 2019 3:59 pm

: ….nein, gleich Herstellungsverbot- Immport und Export-Verbot, dann gibt es gar keine Plastik-Deponien mehr…

Das ist Blödsinn und Fakenews! 1. Platik und vor allem Micro Plastik ist in Cosmetik Produkten / Abrieb von Autoreifen / Slippers etc. etc… 2. Wenn Du 2l kalte Milch kaufst, wirst Du sie wohl kaum neben ein knuspriges Brot in einem Papiersack packen. 3. Ich probiere mein Bestes Plastic zu vermeiden aber es gibt Situationen, wo ein Plastiksack einfach das Beste ist, weil Wasserfest! Zudem kann man die Säcke nachher zum Entsorgen von organischem Müll gebrauchen, denn wenn Du alles zusammen in den Abfallkübel wirfst hast Du nach 2 Tagen eine Wurmzucht und es stinkt furchtbar!!

Vor allem der Blödsinn mit einem Plastik freien Tag pro Woche / Monat ist typisch Thai! Statt keine Plastiksäcke mehr automatisch zu geben, sondern nur auf Wunsch – da würden 60-70% der Plastiksäcke gespart. – Ich habe immer Mehrwegtaschen dabei und verlange Plastik nur wenn es Sinn macht!

 

Raoul Duarte
Gast
Raoul Duarte
24. August 2019 8:25 am

Ein weiteres gutes (aktuelles) Beispiel für den Kampf gegen Plastikmüll kommt aus Nepal – mit vielen guten Ideen, die man auch auf Thailand (etwa für Insel-Touristen) übertragen kann.

https://www.spiegel.de/reise/aktuell/muellproblem-am-mount-everest-nepal-verbietet-plastik-in-khumbu-pasang-lhamu-a-1283005.html

Am besten gefällt mir die "Vorab-Müll-Gebühr" von 4,000 USD pro Team (in Thailand z.B. pro Reisegruppe), die nur zurückerstattet wird, wenn pro Kopf 8 Kilo Müll wieder zurückgebracht werden. 

Von anderen Ländern/Regionen kann und sollte man durchaus lernen.

Raoul Duarte
Gast
Raoul Duarte
23. August 2019 9:41 pm

STIN:      Plastik ist Geschichte – es gibt besseres Material.

Absolut richtig. 

Wer sich heute noch – auch angesichts der vielen am Plastik verstorbenen Tiere – weiterhin für Plastik einsetzt, ist nicht ganz bei Trost.

SF
Gast
SF
23. August 2019 9:14 pm

Fakeüberschrift! Im Text steht nichts von 2020!

Er erklärte, dass die Regierung die Verwendung von Kunststoff einschließlich Einweg-Plastiktüten bis 2022 verbieten wird.

xxxxxxxxxxxxx

In all den Übertragungen war immer wieder zu sehen,  das Baby wurde über einen KUNSTSTOFFSCHLAUCH an einem KUNSTSTOFFBEUTEL mit Milch gefüttert. 

 Es gab ein Steinzeit,  eine Bronzezeit, eine Eisenzeit,  …. und heute sind wur schon lange in der Plastikzeit. 

Heute ist es "HöchsteZeit",daß alle Abfälle von der Produktion bis zur Deponierung, erfaßt und nachgewiesen werden. 

Es wird immer Abfall geben!  Autos,  Kleidung, Essensreste,  Häuser,  … alles ist irgendwann Abfall und darf natürlich nicht im Meer oder in der sonstigen Natur weggeworfen werden

Auch nicht fast unsichtbar klein geschreddert! 

Plastik zu verbieten,  kann nur eine Schnapps-Idee von STIN&Consorten sein! 

Das ist eigentlich in Europa Konzept! 

Ich verstehe nicht,  was diese Fakerei in Asien und Afrika soll. 

Aus meiner Ansicht ist der Feinstaub ein viel größerer Problemabfall,  als Plastik!!!

Raoul Duarte
Gast
Raoul Duarte
23. August 2019 6:59 pm

aus dem "WB-Artikel":      Er sagte, er habe jetzt den Beamten befohlen, alles zu tun, um ein weiteres Baby zu schützen, Yamil, der drei Monate alt ist, das gerettet und im Juli der tierärztlichen Aufsicht des Ministeriums für Meeres- und Küstenressourcen unterstellt wurde. "Yamil darf nicht sterben", sagte der Premierminister.

Ein frommer Wunsch – allerdings ist es dafür zu spät, wie ich schon angemerkt hatte. Auch Yamil ist verstorben.

Nachtrag: Sehe gerade, daß es auch dazu schon einen Beitrag gibt.

https://www.schoenes-thailand.at/Archive/36928

Jaul Duratte
Gast
Jaul Duratte
23. August 2019 7:45 pm
Reply to  Raoul Duarte

Und darum müssen sie unbedingt einen nutzlosen Beitrag schreiben? Um etwas festzustellen dem schon an anderer Stelle ein ganzer,eigener Artikel gewidmet ist?  Oder doch nur um hier zuzumüllen?