Udon Thani: Sohn täuscht eigene Entführung vor, um Geld von seinen Eltern zu erpressen

Am Dienstag (3. September) erschienen der 47-jährige Vichian und seine 45 Jahre alte Ehefrau Janya auf der Polizeistation in Udon Thani und meldeten dort die Entführung ihres 27 Jahre alten Sohnes Anucha.  Sie erklärten der Polizei, dass Anucha sie angerufen und ihnen erzählt habe, dass er entführt wurde und die Entführer nun 40.000 Baht Lösegeld von ihm verlangen.

Anucha erklärte seinen Eltern, dass eine Gruppe von Männern ihn entführt hatte, weil er sich Geld von einem Kredithai geliehen hatte. Als Gegenleistung für seine Freilassung erlangen die Entführer nun 40.000 Baht von ihm.

Die Eltern leben in der Provinz Sakon Nakhon, aber der Sohn teilte ihnen mit, dass er in Udon Thani entführt wurde, sodass die Eltern sich extra auf den Weg nach Udon Thani machten, um einen Bericht bei der Polizei von Udon Thani einzureichen wollten.

Die Eltern waren natürlich sehr besorgt um die Sicherheit ihres Sohnes und baten die Polizei um Hilfe. Nachdem die Nachricht veröffentlicht worden war und der Sohn erfahren hatte, dass seine Eltern die Polizei eingeschaltet hatten, rief der Sohn nur einen Tag später, am 4.September um 4 Uhr morgens erneut an.

Dabei erklärte er ihnen, dass er nun in Sicherheit sei. Er gab zu, dass er die Geschichte mit seiner Entführung nur erfunden hatte, um an die 40.000 Baht zu kommen. Allerdings, so sagte er weiter, bräuchte er die 40.000 Baht nach wie vor.

Herr Vichian gab auf der Polizeiwache zu Protokoll. dass sein Sohn Anucha die Universität abgeschlossen und 6 Monate lang als Lehrer an einer Privatschule gearbeitet hatte. Dann habe er plötzlich seinen Job als Lehrer gekündigt, weil er ein Sänger werden wollte. Aber aus seiner Karriere als Sänger wurde wohl nichts, berichtet der Vater weiter.

Sein Sohn hatte sich dann die 40.000 Baht von einem Freund und nicht von einem Kredithai geliehen, fügte der Vater hinzu. Nun wollte sein Freund die 40.000 Baht zurück haben.

In der Zeit, in der sein Sohn noch studierte, bat er seine Eltern regelmäßig um Geld, um damit die stationären Schulkosten von 5.000 – 10.000 Baht pro Mal zu bezahlen.

Seine Eltern hatten gehofft, dass er nach dem Abschluss seines Studiums damit aufhören würde, sie weiter um Geld zu bitten. Allerdings hatten sie sich getäuscht. Es stellte sich schnell heraus, dass dies nicht der Fall war und er seine Eltern auch nach seinem Studium weiter um Geld anbettelte.

Als der Sohn sie wegen der angeblichen Entführung anrief, waren sie natürlich äußerst besorgt um ihren Sohn. Da Herr Vichian im Monat gerade einmal nur 10.000 Baht verdient, und kein Geld gespart hatte, wussten die Eltern natürlich nicht, wie sie die 40.000 Baht Lösegeld auftreiben sollten. Deshalb hatte sie sich an die Polizei gewandt.

Die Eltern erklärten gegenüber der lokalen Presse, dass sie auf ihren Sohn nicht sauer sind. Sie wollen nur, dass er so schnell wie möglich wieder nach Hause kommt. / TP-SN

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Optionally add an image (JPEG only)