Chiang Rai / USA: Tusk will Anklage wegen Verleumdung eines Höhlenretters entgehen

Das Drama ging um die Welt ging: die Höhlenrettung 2018 in Thailand. Neben den lokalen Behörden, Hilfsorganisationen, Tauchern, Navy Seals etc. hatten sich auch unzählige Promis an der aufsehenerregenden Rettung jener thailändischen Junioren-Fußballmannschaft beteiligt, die zumindest für die Kinder schlussendlich glimpflich ausging.

Musk redet verbalen Angriff herunter

Mit von der Partie war auch Tesla-Boss Elon Musk, der im Rahmen der Höhlenrettung allerdings nicht nur positiv auffiel. So hatte der Milliardär einen an der Rettung beteiligten Höhlenforscher lapidar als „Pädophilen-Typen“ bezeichnet, woraufhin der Forscher Klage wegen Verleumdung einreichte. Am Montag sind nun erste Unterlagen Musks beim zuständigen US-Gericht eingegangen, wie es laut diversen Medienberichten hieß.

“Ich wollte nicht insinuieren, dass sich Mister Unsworth der Pädophilie schuldig gemacht hat”

Musk will diese Verhandlung unbedingt verhindern, deshalb gibt es diese Unterlagen, die wenig schmeichelhaft für ihn sind. Er erklärt darin zum Beispiel, dass er, der Tech-Visionär, den Wohnort von Unsworth (die thailändische Provinz Chiang Rai) gegoogelt und dabei bemerkt habe, dass die Gegend bekannt für Kinder-Prostitution und Sexhandel bekannt sei. Er habe für 50 000 Dollar den Privatdetektiv James Howard angeheuert, um möglichst viele Details über das Leben von Unsworth zu erfahren – und letztlich festgestellt, dass die Detektei “mit uns gespielt” habe. In einer E-Mail an einen Reporter des Nachrichtenportals Buzzfeed bezeichnete Musk den Forscher als “Kinder-Vergewaltiger”.

Zur Einordnung: Musks verbaler Affront geht auf eine Anfrage des Milliardärs bezüglich eines Mini-U-Boots zurück. Der Tesla-Chef hatte dem Höhlenforscher Venon Unsworth dieses angeboten, um damit die Fußballmannschaft zu retten. Unsworth lehnte das Angebot Musks allerdings ab und verwies auf einen „PR-Trick“ des Unternehmers. So bestehe „absolut keine Chance“, dass das Mini-U-Boot in der engen Höhle funktioniere, erklärte Unsworth, der ebenfalls nachlegte: „Musk soll sich das Boot dorthin stecken, wo es wehtut“.

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2 Antworten zu Chiang Rai / USA: Tusk will Anklage wegen Verleumdung eines Höhlenretters entgehen

  1. Avatar Raoul Duarte sagt:

    Der Artikel in der "Süddeutschen":

    Allerdings, und diese Argumentation muss man sich dann doch auf der Zunge zergehen lassen, sei der Ausdruck "pedo guy" keineswegs eine Anklage gewesen. "Ich wollte nicht insinuieren, dass sich Mister Unsworth der Pädophilie schuldig gemacht hat", heißt es in den Unterlagen: "'Pedo guy' war vielmehr ein übliches Schimpfwort in Südafrika, wo ich aufgewachsen bin. Es ist gleichbedeutend mit 'gruseliger alter Mann', es wird dazu benutzt, sich über das Aussehen und Verhalten einer Person lustig zu machen, nicht ihn der Pädophilie zu beschuldigen."

    Nach dieser "Argumentation" könnte ich unseren GAGA-User berndgrimm also ebenfalls "Pedo guy" nennen und ihn als "Kinder-Vergewaltiger" bezeichnen?

    Nein, dann würde ich mich ja auf eine Stufe mit ihm und seinen "Brüdern im Ungeist" stellen, die sich ständig neue Verunglimpfungen aus den Fingern saugen, während ich der Meinung bin, daß man sich nur und ausschließlich auf das beziehen kann und sollte, das die Betreffenden selbst veröffentlicht haben.

    Daß der selbsternannte "Gründer von Tesla", der sich nun nach einem außergerichtlichen Vergleich mit den tatsächlichen Gründern ebenfalls so nennen darf, da er als einer der ersten Investoren gilt (wieviel er den drei Gründern für diesen Vergleich gezahlt hat, wurde nicht bekannt), nun von seinen Anwälten vortragen läßt, er sei von dem damals für 50,000 US$ angeheuerten Privatdetektiv "möglicherweise getäuscht" worden, ist natürlich "bitter."

    Die Gerichtsverhandlung “Taucher gegen Musk” (nicht “Tusk”) soll am 2. Dezember beginnen.

    Und es heißt “déjà-vu”, gell, GAGA-berndgrimm? Am besten keine Fremdwörter benutzen, die man nicht schreiben kann … Daß Sie immer noch keine “passenden” Bilder einsetzen können, ist dagegen eher bemitleidenswert – immer noch niemanden gefunden, der’s Ihnen erklärt?

    Grundgütiger.

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