Bangkok: Navy verschiebt wegen LPD-Bestellung aus China Auslieferung einer Fregatte aus Südkorea

Die Royal Thai Navy (RTN) hat den Bau und die Auslieferung der zweiten Mehrzweck Fregatte durch den südkoreanischen Schiffbauer Daewoo verschoben, weil zuerst ein chinesisches LPD Landungsschiff für Katastrophenhilfeeinsätze und als Hilfsschiff für ein ebenfalls schon bestelltes U-Boot geliefert werden soll.

Eine gut informierte Quelle der Royal Thai Navy berichtete, dass Oberbefehlshaber Admiral Luechai Rooddit den südkoreanischen Schiffbauer Daewoo angewiesen habe, den Bau der zweiten Mehrzweck Fregatte, eines Schiffes, das schätzungsweise 15 Milliarden Baht kostet, zu verzögern.

Laut den weiteren Angaben der Quelle ist die Royal Thai Navy der Meinung, dass die Chinesen bereits ein Landungsschiff (LPD) gebaut hätten, das ungefähr 6,1 Milliarden Baht kosten soll.

Mitte September haben China und Thailand einen Vertrag unterzeichnet, bei dem ein chinesisches Schiffsbauunternehmen ein LPD Kriegsschiff (Landing Platform Dock) vom Typ 071E für die thailändische Marine bauen wird.

China und Thailand unterzeichneten das Abkommen am Montag (9. September) in Peking. Der Generaldirektor der China State Shipbuilding Corporation Limited (CSSC), Yang Jincheng, und der Oberbefehlshaber der Royal Thai Navy, Luechai Ruddit, nahmen laut der Aussage des CSSC an dem Treffen teil, berichtete die Global Times am Dienstag.

Dies sei auch das erste Mal, dass China eine LPD exportiert, heißt es in der Erklärung der CSSC.

Der Typ 071 LPD ist ein Kriegsschiff der 20.000 Tonnen Klasse, das Kampfpersonal und -Ausrüstung aufnehmen kann. Dazu gehören unter anderem auch luftgefederte Landungsboote (LCAC), amphibische Angriffsfahrzeuge, Panzer und Hubschrauber.

Das LPD Kriegsschiff ist ein Teil der wichtigsten Kampfausrüstung, die von der chinesischen Marine der Volksbefreiungsarmee eingesetzt wird.

Es kann aber auch für zivile Zwecke wie Katastrophenhilfe und humanitäre Rettungseinsätze eingesetzt werden, da es als große Marineplattform nicht nur Hilfsgüter transportieren sondern auch die Opfer aus Katastrophengebieten bringen kann, sagte Wei Dongxu, ein in Peking ansässiger Militäranalyst, gegenüber der Global Times am Mittwoch.

Das LPD Kriegsschiff aus China hat Vorrang vor der Mehrzweck Fregatte des südkoreanischen Schiffbauer Daewoo, da es als Hilfsschiff für das erste U-Boot der Royal Thai Navy (RTN) eingesetzt wird, das ebenfalls in China gebaut. Laut den Angaben der Quelle soll das chinesische U-Boot ebenfalls für Katastrophenhilfeeinsätze eingesetzt werden.

Die erste Fregatte aus Südkorea, die ursprünglich HTMS Tachin genannt wurde, wurde zu Ehren des verstorbenen Königs von HM the King in HTMS Bhumibol Adulyadej umbenannt. Die Fregatte wurde bereits im Dezember des vergangenen Jahres an Thailand ausgeliefert.

Die Royal Thai Navy hat für das Haushaltsjahr 2020 bereits die Finanzierung eines zweiten U-Bootes beantragt, das ebenfalls in China gebaut werden soll.

Wie das erste chinesische U-Boot wird das zweite über sieben Jahre mit durchschnittlich zwei Milliarden Baht pro Jahr aus dem Verteidigungsbudget finanziert. Die RTN plant, insgesamt drei U-Boote aus China zu einem Gesamtpreis von rund 36 Milliarden Baht zu beschaffen, was für elf Jahre eine Belastung des Budgets darstellt.

Das erste U-Boot soll voraussichtlich in den nächsten vier Jahren fertiggestellt werden. / TP-PBS

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