Hat Yai: 7/11 Besitzer verzichtet aus Mitleid auf Anzeige gegen eine Diebin

Die Polizei von Hatyai wurde am 3. Oktober 2019 über einen Diebstahl in einem 7-Eleven Geschäft informiert. Das Personal eines örtlichen 7-Eleven Supermarkt in Hatyai in der Provinz Songkhla hatte die Verdächtige Frau im Inneren des Geschäfts gefangen, um sie zusammen mit den Beweismitteln bis zum Eintreffen der Polizei im Laden festzuhalten.

Als die Polizei eintraf, stand die 44 Jahre alte Frau neben der Kasse. In ihren Händen hatte sie eine 7-Eleven Tüte mit Make-up Artikeln, darunter waren eine Schachtel Gesichtscreme und eine Schachtel Nagellack. Zusammen waren die Artikel 120 Baht wert, sagte die Kassiererin des 7-Eleven.

Die Frau gab gegenüber der Polizei sofort zu, dass sie die Gegenstände wirklich in dem Laden gestohlen hatte. Dies scheint ein einfacher Fall zu sein, in dem eine Frau Make-up wollte, obwohl sie nicht über die Mittel verfügte, um unnötige Gegenstände zu kaufen, berichtet die thailändische Webseite Sanook über den Diebstahl.

Aber in Wahrheit war die Geschichte, die hinter ihren Handlungen steckt, für die Verdächtige 44-jährige Frau ziemlich traurig und verletzend.

Sie berichtete den Ermittlern, dass sie vor rund 5 Monaten von ihrem Mann verlassen wurde. Ihr Mann hatte ihr gesagt, dass sie zu dick ist, und dass sie durch ihre Arbeit zu viele Narben an ihren Händen und Füßen hat.

Die Frau arbeitet als Angestellte in einem Sojamilchgeschäft. Die Narben wurden durch das kochende Wasser verursacht, aus dem die Sojamilch hergestellt wird. Die Verdächtige verdient nur 200 Baht pro Tag, was weit unter dem in Thailand vorgeschriebenen Mindestlohn liegt. Sie hat zwei Kinder um die sie sich kümmern muss, und musste mittlerweile Schulden machen, um ihre beiden Kindern zu ernähren, berichtete sie unter Tränen den Ermittlern vor Ort.

Einer der Mitarbeiter des 7-Eleven gab bei der Polizei an, dass dies nicht das erste Mal ist, dass die Verdächtige Frau etwas aus dem speziellen 7-Eleven Geschäft gestohlen hat.

Am 21. August 2019 stahl die Frau eine Flasche Hustenmittel. Die Angestellten sahen, wie sie die Flasche einsteckte. Aber sie ging schnell hinaus und rannte von dem Laden weg, bevor sie von den Mitarbeitern zur Rede gestellt werden konnte.

Sie wurde allerdings bei ihrem Diebstahl von der Überwachungskamera des 7-Eleven auf Video festgehalten. Die Angestellten bewahrten anschließend das Video für den Fall auf, dass ein ähnlicher Fall erneut auftrat. Die Dinge liefen wie erwartet und die Frau tauchte am Tag des Vorfalls wieder auf und stahl noch mehr Gegenstände als beim letzten Mal.

Als die Frau in dem Laden erneut auf frischer Tat ertappt und festgehalten wurde, flehte die 44-jährige Frau das Personal an, sie gehen zu lassen. Sie gab an, dass es zwei Kinder gab, auf die sie aufpassen musste. Sie habe die Medikamente nur gestohlen, weil ihre beiden Kinder krank waren und weil es ihren Kindern nicht so gut ging.

Die Polizei rief dann zunächst den Besitzer der 7-Eleven Filiale an, um zusammen mit ihm und mit der Frau zu sprechen. Der Filialbesitzer erschien wenig später in seinem Geschäft und hörte sich die Geschichte der Frau an. Anschließend war er damit einverstanden, die Frau wieder gehen zu lassen. Allerdings musste sie ihm und der Polizei versprechen, nie wieder in einem Geschäft zu stehlen.

Die Frau musste für das von ihr gestohlene Make-up bezahlen. Die Polizei brachte sie dann zur Polizeistation und erstellte ein entsprechendes Protokoll darüber, das ihr keine weiteren Strafen auferlegt wurde. Das Dokument soll der Polizei als Beweis dafür dienen, falls sie in der Zukunft nco einmal bei einem Diebstahl erwischt wird. / TP-SAN

 

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1 Antwort zu Hat Yai: 7/11 Besitzer verzichtet aus Mitleid auf Anzeige gegen eine Diebin

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    Nein , leider übehaupt keine Happy End Story wie die Überschrift fälschlicherweise

    suggeriert.

    Stattdessen eine typische Story aus der Thai Realität!

    Die Kleinen werden wegen Mundraub gehängt während die Grossen sich gegemseitig mit Blechmarken behängen!

    Und wie thaiüblich : Die Täter machen sich zu Opfern und Richtern!

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