Bangkok: Chinesische Botschaft kritisiert Unterstützung Thanathorns in Hongkong bei Demos

Die chinesische Botschaft in Bangkok hat thailändische Politiker dafür verurteilt, dass sie Aktivisten in Hongkong, die an Protesten gegen die Regierung beteiligt waren, ihre Unterstützung gezeigt haben, da dies das Verhältnis zwischen den beiden Ländern beeinträchtigen könnte.

Die Kritik wurde vom thailändischen Armeechef wiederholt, der am Freitag bei Treffen von Oppositionsaktivisten von „versteckten Agenden“ sprach.

Die Kritik der Botschaft, die am späten Donnerstag auf ihrer offiziellen Facebook-Seite veröffentlicht wurde, kam Tage, nachdem der Demokratieaktivist Joshua Wong in Hongkong ein Bild in den sozialen Medien mit dem prominenten thailändischen Oppositionspolitiker Thanathorn Juangroongruangkit veröffentlicht hatte.

„Einige thailändische Politiker haben Kontakt zu der Gruppe aufgenommen, die Hong Kong von China trennen möchten, schrieb die Botschaft in einer thai-sprachigen Erklärung, ohne eine Person zu nennen.

„Das ist falsch und verantwortungslos. China hofft, dass die Menschen die Wahrheit über Probleme in Hongkong verstehen, vorsichtig handeln und nützliche Dinge für die Freundschaft zwischen China und Thailand tun. “

In Hongkong gab es monatelange Proteste junger Aktivisten gegen die von Peking unterstützte Regierung der Stadt. Die Befürchtungen, dass Peking nach und nach die versprochenen Freiheiten untergräbt, als die Stadt 1997 von der britischen Herrschaft nach China zurückkehrte, sind groß.

China bestreitet dies und wirft den westlichen Ländern vor, die Stimmung in Hongkong gegen China zu schüren.

Wong und Thanathorn trafen sich am 5. Oktober beim Open Future Festival in Hongkong und nahmen als Redner an der jährlichen Veranstaltung teil.

“Unter der harten autoritären Unterdrückung stehen wir in Solidarität”, schrieb Wong in einem Tweet, der ein Bild von ihm zeigte, wie er neben dem thailändischen Politiker stand.

Thanathorn sagte, er sei nicht an den Protesten in Hongkong beteiligt. Er sagte auch, er respektiere die als Grundgesetz bekannte Miniverfassung Hongkongs und unterstütze die Meinungsfreiheit.

„Ich habe immer die Rechte der Menschen auf friedliche Selbstdarstellung unterstützt. Ich möchte sehen, wie sich die Situation in Hongkong verbessert “, sagte Thanathorn in einem Facebook-Beitrag.

Der thailändische Armeechef Apirat Kongsompong kritisierte indirekt Thanathorns Treffen mit Wong am Freitag während einer Pressekonferenz, bei der er dem Oppositionspolitikern unangemessenes Verhalten vorwarf.

„Wong ist unzählige Male nach Thailand gekommen. Um wen zu treffen? Die Sitzungen hatten versteckte Tagesordnungen. Verschlossen sie diese, um gemeinsam etwas zu zu planen ? “, fragte Apirat.

“Und bei den Vorfällen in Hongkong ging jemand, um moralische Unterstützung und um Ermutigung zu geben”, fügte Apirat hinzu und zeigte das Bild von Thanathorn und Wong, das in den sozialen Medien veröffentlicht wurde, obwohl Thanathorn im Bild schwarz dargestellt war.

Thailand wurde fünf Jahre lang von einer Militärjunta geführt, nachdem der damalige Armeechef Prayuth Chan-ocha eine gewählte Regierung gestürzt hatte.

Das thailändische Außenministerium lehnte eine Stellungnahme zur Erklärung der chinesischen Botschaft ab, verwies jedoch auf eine Erklärung im September, in der es feststellte, dass Thailand die Lage in Hongkong als innere Angelegenheit Chinas betrachte.
(REUT)

 

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9 Antworten zu Bangkok: Chinesische Botschaft kritisiert Unterstützung Thanathorns in Hongkong bei Demos

  1. Avatar ben sagt:

    @ 'braun Wolfi' alias 'Thaksin Jodler' :…So leiert er gebetsmühlenartig seine Litanei herunter, wonach an allem, auch an dem Versagen auf allen Gebieten nicht die von ihm hochgeehrte „Regierung“ , sondern wie immer, wieder einmal nur Thaksin schuld ist…

    Schaust Du in den Spiegel und merkst nicht, dass alles Seiten verkehrt ist? Wie schon gesagt:

    Dümmer geht's nümmer!

     

  2. Avatar ben sagt:

    @berndgrimm:  Sie lässt sich nicht abwählen weil sie fortwährend weitere Thaksinabfälle kauft und ihre rechtswidrige Macht mit allen Mitteln verteidigt. Man findet im derzeitigen Thailand auch kein Gericht welche ihre fortlaufende Rechtswidrigkeit verfolgen würde denn wo kein Ankläger da kein Richter!…

    Und deshalb ist jetzt an allem die Junta Schuld… weil Sie sich auf Thaksin Art die Mehrheiten kaufen muss – weil die heldenhaften Kämpfer für die armen Bauern, der Roten 5 Jahre übelster Diktatur, nicht fähig waren mal Kompromisse ein zu gehen… Du bist bald so Sattelfest wie unsere Rotkäppchen Dinos 'Braun Wolfi' und 'gg1655' im Ursachen verdrehen…

     

     

     

     

  3. Avatar Wolf5 sagt:

    Unser Scheuklappen-ben lebt schon so lange in Thailand und hat trotzdem nichts dazu gelernt.
    Im Kreuzworträtsel bezeichnet man derartiges Verhalten als Tunnelblick.
    Da die Scheukappen bei unserem ben viel zu eng anliegen, kann er jedoch kaum noch etwas erkennen.
    So leiert er gebetsmühlenartig seine Litanei herunter, wonach an allem, auch an dem Versagen auf allen Gebieten nicht die von ihm hochgeehrte „Regierung“ , sondern wie immer, wieder einmal nur Thaksin schuld ist.

    Aber genau so wenig, wie sich Apirat nicht mit solchen Nebensächlichkeiten, wie der Tatsache, dass die Kommunisten in Peking und nicht in Hongkong sitzen, aufhält,
    ist für unserem Scheuklappen-ben die Tatsache von Belang, dass an der derzeitigen Situation in Thailand nicht Thaksin sondern eine Militärjunta, welche sich nun angeblich zu einer zivilen Regierung (bestehend aus den gleichen, man könnte auch sagen den selben Mitgliedern plus einigem gekauften zusätzlichen und teilweise vorbestraften Thaksin-Abfällen) gemausert und in ihrer mittlerweile recht langen Herrschaft nichts zustande gebracht hat, außer sich mit Geschenken (bei Thaksin nannte man dass noch populistischen Stimmenkauf) versucht, bei der Bevölkerung einzuschmeicheln.
    Liest man jedoch die immer wieder stattfindenden Umfragen zur Arbeit dieser „Regierung“ fällt das Urteil der Bevölkerung jedoch nicht allzu positiv aus, da die Mehrheit die Lösung der Probleme dieser „Regierung“ nicht zutraut.

    • Avatar berndgrimm sagt:

      dass an der derzeitigen Situation in Thailand nicht Thaksin sondern eine Militärjunta, welche sich nun angeblich zu einer zivilen Regierung (bestehend aus den gleichen, man könnte auch sagen den selben Mitgliedern plus einigem gekauften zusätzlichen und teilweise vorbestraften Thaksin-Abfällen) gemausert und in ihrer mittlerweile recht langen Herrschaft nichts zustande gebracht hat, außer sich mit Geschenken (bei Thaksin nannte man dass noch populistischen Stimmenkauf) versucht, bei der Bevölkerung einzuschmeicheln.

       

      Sehr richtig!

      Das wirkliche Problem ist aber dass man diese Militärdiktatur

      durch garnix wieder los wird.

      Sie lässt sich nicht abwählen weil sie fortwährend weitere Thaksinabfälle

      kauft und ihre rechtswidrige Macht mit allen Mitteln verteidigt.

      Man findet im derzeitigen Thailand auch kein Gericht

      welche ihre fortlaufende Rechtswidrigkeit verfolgen würde

      denn wo kein Ankläger da kein Richter!

       

  4. Avatar berndgrimm sagt:

    Jetzt hat es auch Stephff wieder erwischt!

    Nach dem Rauswurf bei der NATION gibts jetzt den Abschied

    von der  Bangkok Post die seine Karikaturen in die Print Ausgabe druckte!

    Just gave my resignation to the Bangkok Post 30 minutes ago . 3 cartoons about China & Turkey submitted this week , none published. Apparently it's very important not to insult the Turks who are massacring the Kurds

    Und die Chinesen nicht zu vergessen!

    Vorauseilende Selbstzensur, ein sicheres Kennzeichen für eine gesteuerte Presse

    in einer Diktatur.

    Hier 2 der 3 Karikaturen welche die BP nicht druckte!
     

     

    • Avatar berndgrimm sagt:

      Hier auch noch die dritte Karikatur die von der BP nicht gedruckt wurde!

      Es ist ganz logisch dass die Chinesen die Demokratie in Hongkong

      schon 28 Jahre früher als vereinbart beenden wollen damit

      die eigene Bevölkerung nicht auf dumme Gedanken kommt!

      Und die hiesige Militärdiktatur würde natürlich gern sehen

      wenn die Demokratie in HKG verschwindet.

  5. Avatar Wolf5 sagt:

    Vielleicht sollte mal einer den thailändischen Armeechef Apirat einfach einmal darüber aufklären, dass die chin. Kommunisten nicht in Hongkong sitzen, sondern nach wie vor in Peking.
    Aber wer in Thailand ist schon interessiert an solchen Nebensächlichkeiten, wenn man erneut die Gelegenheit hat, den oppositionellen Gegnern wieder einmal etwas ans Zeug zu flicken.

    • Avatar ben sagt:

      @ 'braun Wolfi' alias 'Thaksin Jodler' : 

      vielleicht sollte man 'braun Wolfi' mal klar machen, dass der grosse Führer in Dubai residiert und eigentlich nichts mehr mit Politik am Hut hat… und hätte er sich daran gehalten, wäre nun nicht so eine ….. Regierung am werkeln und das Volk nicht gespaltener als vor dem Putsch!

  6. Avatar berndgrimm sagt:

    Und der nächste Streich kommt zugleich:

    Thanathorn targeted

    A Chinese embassy statement accuses “a Thai politician” of acting irresponsibly in meeting a leader of the Hong Kong protest movement, but doesn't name him.

    Chinese embassy condemns Thai politician's meeting with Hong Kong activist

    published : 11 Oct 2019 at 13:21

    Army chief Gen Apirat Kongsompong lashes out at "the Thai politician" who met Hong Kong activist Joshua Wong as he shows a picture of the activist with the removed image of Future Forward leader Thanathorn Jungroongruangkit, at a special lecture on national security in Bangkok on Friday.

     

    Natürlich kommt der derzeitige Abbau der demokratischen Freiheiten in HKG

    durch das chinesische Regime dem antidemokratischen Regime in Thailand

    und dessen Zukunfts"führer" Apirat sehr zu pass.

    Vielleicht war diese Aktion der Chinesen ja auch bestellt von Freund zu Freund

    sozusagen? Antidemokraten unter sich eben.

    Man darf nicht vergessen dass jemand wie Thanathorn und seine Future Forward

    Partei natürlich auch den Betonköpfen der chinesischen Führung ein Dorn

    im Auge ist.Auch wenn er nur in Thailand regieren würde.

    ASEAN passt den Chinesen nicht nur wegen der Unterwürfigkeit

    sondern auch wegen ihrer antidemokratischen Regierungen.

     

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