Bangkok: Thais sind in Asien bei Verschuldung der privaten Haushalte auf Platz 2

Laut den Angaben des Informationszentrum der Government Housing Bank (GHB) ist das Verhältnis der Verschuldung der privaten thailändischen Haushalte zum BIP um 78,8 Prozent gestiegen.

Das bedeutet, dass die thailändischen Bürger laut einem kürzlich von Real Estate veranstalteten Seminar zum Thema Verschuldung der privaten Haushalte und Wohneigentum zusammengenommen Schulden in Höhe von mehr als 13 Billionen Baht haben. Das ist die zweithöchste Verschuldung in ganz Asien, berichtet die Government Housing Bank (GHB).
Mittlerweile sind in Thailand mehr als 21 Millionen Menschen verschuldet, wobei die Bürger unter 30 Jahren dabei als die fragilste Gruppe gelten. Aufgrund des Geldes, das sie schulden, haben diese Bürger weniger Kaufkraft und das wirkt sich natürlich auch nachteilig auf das erste Hauskäuferprojekt der Regierung aus.

Das Seminar machte deutlich, dass Jugendliche und neue Absolventen viel zu früh in ihrem Leben Kredite aufnehmen und Schulden haben.

Jinanggoon Rojananan, ein hochrangiger Berater des Nationalen Rates für wirtschaftliche und soziale Entwicklung sagte, dass die Situation noch immer riskant sei, obwohl die Verschuldung der privaten Haushalte im zweiten Quartal 2019 sogar um 5,8 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2019 zurückgegangen sei.

Mehr als 50 Prozent der Schulden sind langfristige Immobilienkredite und weitere 30 Prozent setzen sich aus persönlichen Schulden, Kreditkarten- und Autokreditschulden der jungen Kreditnehmer zusammen, sagte er.

Diese Kredite gelten als besonders risikoreich, da sie kurzfristig nicht rückzahlbar sind und daher leicht zu Forderungsausfällen führen können, die sich auf die Kreditanfragen von Erstkäufern auswirken.

Junge Menschen im Alter zwischen 26 und 30 Jahren verschulden sich am ehesten durch unüberschaubare Wohnungsbaudarlehen, die sie dann später nicht mehr im Griff haben, sagte er weiter.

Herr Sakkapop Panyanukul, ein leitender Angestellter bei der Bank of Thailand (BOT) für Finanzstabilität, stellte ebenfalls fest, dass die meisten Thailänder in den letzten fünf Jahren 15 Prozent weniger Geld ausgegeben und gespart haben, was zusätzlich auch noch zu einer geringeren Kaufkraft dieser Gruppe geführt hat.

Dagegen sagte der Direktor des Finanzministeriums für Makroökonomie Herr  Pisit Puapan, das er aufgrund der Untersuchungen seiner Analyseabteilung glaubt, dass sich die thailändische Wirtschaft aufgrund der geringeren Investitionen auch noch weiter verlangsamen werde.

Die Verbraucher und Kreditnehmer wurden aufgefordert, Finanzpläne zu erstellen und ihre Bedürfnisse zu bewerten, bevor sie in der sich verlangsamenden Wirtschaft noch mehr Kredite aufnehmen und weiter Schulden machen. / TP-TN

 

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