Bangkok: Regierung kündigt Einführung des B10-Biodiesel an

Nach der Ankündigung des Energieministeriums in dieser Woche, dass die Verwendung von B10 Biodiesel (Diesel gemischt mit 10 Prozent reinem Palmöl) als landesweiter Standard Biodiesel am 1. Januar 2020 in Kraft treten würde, teilte Energieminister Sontirat Sontijirawong am Donnerstag (24. Oktober) mit, dass der nächste Schritt, der dann beim Biodiesel in Kraft treten werde, die Verwendung von B10 Biodiesel im zweiten Quartal 2020 auf 57 Millionen Liter pro Tag zu steigern.

„Ich habe das Department of Energy Business (DOEB) damit beauftragt, die Verwendung von B10 Biodiesel zu fördern, indem ich mit den Autoherstellern zusammenarbeite, um B10 Aufkleber für neue und bestehende Autos herauszugeben“, sagte er.

„Mit diesem Aufkleber können Autokäufer erkennen, welche Marken und Modelle B10 kompatibel sind, und so leichter eine Entscheidung treffen. Sie werden auch bestehenden Autobesitzern versichern, dass ihre Fahrzeuge problemlos von B7 auf B10 wechseln können“, fügte er weiter hinzu.

Derzeit haben rund 50 Prozent der alten Autos B10 kompatible Motoren, fügte Energieminister Sonirat hinzu.

Herr Sontirat sagt weiter, dass das Energieministerium im nächsten Monat weitere Maßnahmen zur Förderung der Verwendung von E20 (Benzol gemischt mit 20 Prozent Ethylalkohol) als Standardkraftstoff in der Benzolgruppe bekannt geben wird.

Die Förderung von B10 als Standard-Biodiesel durch das Ministerium begann am 1. Oktober 2019, als der Preis für B10 bei 2 Baht / Liter unter den Preis für B7 gesenkt und B20 bei 3 Baht / Liter billiger als B7 gemacht wurde, um so die Benutzer für diesen Kraftstoff anzulocken.

Das Energieministerium geht davon aus, dass der Biodiesel B10 im kommenden Jahr 2020 bereits zum Standard in Thailand werden wird. Der gesamte Haushaltsverbrauch wird auf 57 Millionen Liter pro Tag ansteigen, während B20 auf 5 Millionen Liter pro Tag und B100 auf 7 Millionen Liter pro Tag ansteigen wird.

„Diese Biodiesel werden dazu beitragen, Rohpalmöl mit 2,2 bis 2,3 Millionen Tonnen pro Jahr aufzunehmen, was gerade auch für die Palmenbauern im ganzen Land von enormer Hilfe sein wird“, betonte er.

PTT Plc ist der Initiative von König Rama IX in Bezug auf Biodiesel gefolgt und hat seinen Kraftstoff schrittweise verbessert, um ihn umweltfreundlicher zu machen, erklärte ein Sprecher von PPP auf einem Seminar, welches von der Nation Multimedia Group am Montag (21. Oktober) veranstaltet wurde.

Das Ergebnis dieser Verbesserung ist der Kraftstoff B2, B3, B5, B7 und jetzt B10, der Biodiesel und Petrodiesel miteinander kombiniert. PTT habe B2 seit 2005 vertrieben, es aber jetzt durch eine neuere Formel (B10) ersetzt, die seit Mai 2019 verfügbar gewesen sei.

„Bevor wir mit dem Verkauf von B10 begannen, haben wir den Kraftstoff unter realen Verkehrsbedingungen getestet“, erklärte Herr Auttapol. „Der Test hat gezeigt, dass B10 dazu beiträgt, die Schwarzrauchemissionen um 40 Prozent oder 300 Tonnen PM 2,5 pro Jahr zu senken. Außerdem verringert der Kraftstoff nicht den Wirkungsgrad des Motors“.

Darüber hinaus wird der Wechsel von B7 zu B10 zur Lösung des Fettsäureproblems in Öltanks beitragen, da B7 nur 0,4 Prozent Monoglycerid enthält, verglichen mit 0,7 Prozent in B10, sagte er.

„B10 ist derzeit an 60 PTT-Tankstellen erhältlich“, sagte Herr Attapol. „Nächstes Jahr im März wird es an jeder Tankstelle erhältlich sein. Außerdem ist B10 um 2 Baht pro Liter billiger als B7“, fügte er weiter hinzu.

PTT plant, die Referenznorm für Kraftstoffemissionsprüfungen von Euro 4 auf Euro 5 zu ändern. „Es dauert ungefähr vier bis fünf Jahre, bis das Gesetz die Euro-5 Norm in Thailand durchsetzt. Die vorläufigen Ergebnisse des Tests werden jedoch schon bis 2020 bekannt sein.

„Die Politik der Regierung, B10 Biodiesel zu unterstützen, wird dazu beitragen, den Verbrauch dieses Kraftstoffs zu erhöhen. Die Regierungsbehörden sollten sich jedoch abstimmen, um ein Überangebot an Palmöl zu verhindern, während diese Ministerien ihre Verwaltungseffizienz durch den Einsatz digitaler Technologien verbessern müssen“, fügte Herr Attapol weiter hinzu. / TP-TN

 

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