Tausende besuchten “Uncle SMS” Feuerbestattung

Bangkok Post – …….Tausende von Trauernden nahmen gestern an der Einäscherung von Ampon   ”Ah Kong”   Tangnoppakul  ( Uncle SMS )  teil, dessen Tod die Aufmerksamkeit auf die Notlage der Gefangenen zog, die in Thailand der Majestätsbeleidigung angeklagt sind. Ampon, der zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt wurde weil er angeblich vier SMS Nachrichten an den Sekretär des ehemaligen Ministerpräsidenten Abhisit schickte, in denen die Monarchie beleidigt wurde, starb am 8. Mai im Gefängniskrankenhaus an Leberkrebs.

Den Trauergästen wurde ein 112-seitiges Buch mit dem Titel Rak Oey  ( Love )  überreicht, eine Biographie von Ampon, welches auf Interviews mit seiner Frau Rosmalin basiert. Das Paar war 44 Jahre verheiratet.

Ampons Söhne ordinierten, um ihrem Vater die letzte Ehre zu erweisen.

Ampons Tod hat weitere Bedenken über die zunehmende Anwendung des § 112 des Strafgesetzbuches  ( Majestätsbeleidigung )  provoziert.

Mitglieder des Kabinetts erschienen nicht zu der Einäscherung.

Unter den Trauernden befanden sich die Vorsitzende der Vereinigten Front für Demokratie und gegen Diktatur  ( UDD ),  Tida Tawornseth, ihr Mann Weng Tojirakarn und der Abgeordente der Puea-Thai Partei, Wiphuthalaeng Pattanaphumtha,i sowie die Akademiker Somsak Jeamteerasakul und Pichit Likhitkitsomboon als auch mehrere thailändische und ausländische Menschenrechtsaktivisten.

Somsak erklärte, dass das Gericht die Kautionsanfragen für Ampon mit der Begründung ablehnte, dass er aus dem Land fliehen könnte, was für einen Mann in den 60ern und bei seinem gebrechlichen Zustand lächerlich wirkte.

Die Regierung, vor allem Justizminister Pracha Promnok, sollte die Verantwortung für den Tod von Ampon übernehmen, denn es war ihre Pflicht die Straftäter der Majestätsbeleidigung in das temporäre Gefängnis für politische Gefangene nach Laksi zu verlegen, sagte er.

 

http://www.bangkokpost.com/news/politics/309492/thousands-mourn-uncle-sms-at-cremation

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2 Kommentare zu Tausende besuchten “Uncle SMS” Feuerbestattung

  1. bukeo sagt:

    Ich denke……………..
    geschrieben von Walter Roth , August 27, 2012

    …diese rege Teilnahme an der Feuerbetattung Amphons ist ein deutliches Zeichen.

    eigentlich schwach.
    Ein paar tausend nur…..

    Bei den Genesungswünschen im Krankenhaus gibt es schon Millionen Unterschriften.

    Politisch, weil man sich dabei zeigt und damit manifestiert das man dieses Gesetz heute weit weniger achtet wie vor Jahren noch.

    das mag sein – 2005 hat der König auch erklärt, er wünsche Kritik. Als an dem König liegts nicht – eher an den Regierungen.
    Warum reformiert Yingluck LM nicht – einfach ein Gespräch direkt mit dem König – alle anderen übergehen und pasta. Wenn der König dann seinen Wunsch bestätigt, kann auch das Militär nichts mehr machen.
    Warum geht sie nur Orden abholen….?

    Dann, weil man so bekundet das man Amphon nicht für Schuldig hält.

    lt. König war er auch nicht schuldig und dieser hätte ihn sofort begnadigt, wenn er das Gesuch vorgelegt bekommen hätte. So war es leider zu spät.

    Von welcher Seite man es besieht, es ist für die Generäle und ihr Königshaus sicher kein schmeichelhaftes Kompliment wenn sich die Leute mit ihrer Teilnahme derat gegen sie ausprechen.

    denkt jemand, dass das Militär von 1000+ Thais – bei 60 Millionen Einwohnern – beeindruckt ist.
    Schlimmer wäre es – wenn der König nur 1000 Genesungswünsche erhalten hätte.
    So hat er aber bereits Millionen erhalten. Sowie Mark Teufel – bin auch ich der Ansicht, das die Mehrheit der Thais hinter diesem König steht und das sogar von den 1000 Teilnehmern bei Uncle Sam, viele der Regierung die Schuld geben, nicht dem König. Ist im letzten Absatz auch so geschildert worden.

  2. bukeo sagt:

    Die Regierung, vor allem Justizminister Pracha Promnok, sollte die Verantwortung für den Tod von Ampon übernehmen, denn es war ihre Pflicht die Straftäter der Majestätsbeleidigung in das temporäre Gefängnis für politische Gefangene nach Laksi zu verlegen, sagte er.

    genau, nicht immer dem König die Schuld geben – der wollte ja Kritik erlauben, macht nur keine Regierung.
    Diese Regierung alleine ist Schuld daran, das er nicht als haftunfähig nachhause entlassen wurde.
    Also rein in den Knast mit den Verantwortlichen.

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