Außenministerium muss Ausstellung von Thaksins Pass erklären

Bangkok – Das Außenministerium muss bis kommenden Freitag seine umstrittene Entscheidung, den flüchtigen Ex-Premier Thaksin Shinawatra in aller Heimlichkeit mit einem thailändischen Pass ausgestattet zu haben, vor dem Ombudsmann begründen.

Die unparteiische Schiedsperson hatte vor einem Monat erklärt, dass die Entscheidung, einer wegen Korruption verurteilten, flüchtigen Person einen neuen Pass zukommen zu lassen, einer Erklärung bedürfe. Offensichtlich habe man die Tatsache, dass Thaksins Pass von der letzten Regierung konfisziert worden sei und er sich außerdem wegen Terrorismus-Anschuldigungen rechtfertigen müsse, komplett ignoriert.

Ein hochrangiger Beamter des Außenministeriums, der namentlich nicht genannt werden wollte, erklärte im Vorfeld, das Ministerium sei der Meinung, dass die Ausstellung des Passes in Einklang mit Artikel 21 und der Politik der Regierung erfolgt sei. Außerdem sehe man in Thaksin keine Bedrohung für Thailand oder den Frieden innerhalb der Bevölkerung.

Außenministerium muss Ausstellung von Thaksins Pass erklären

Reisepass Thaksin

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2 Antworten zu Außenministerium muss Ausstellung von Thaksins Pass erklären

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    In den Knast kommt Thaksin niemals.
    Scchliesslich hat er alle Instanzen inzwischen “im Griff”
    Der Ombudsmann hat keine Executive Gewalt,
    die hat hier nur Takkis Ganoventruppe.

    Und sollte man ihm wirklich mal den Thai Pass entziehen,
    dann muss er eben wieder als Takki Shinegra durch die Welt jetten.
    So heisst er naemlich in seinem Nicaragua Pass.
    Und einen Uganda Pass hat er auch noch.
    Nur leider keinen Britischen Pass,
    So ein Pech aber auch….

  2. Avatar bukeo sagt:

    na hoffentlich nehmen sie ihm den Reisepass wieder ab, auch wenn es ihn nicht allzu stören dürfte – hat ja eine Menge anderer Pässe.
    Nur ev. kann man ihn dann damit vor den IStGH bringen, wenn er also Montenegriner unterwegs ist. Die haben ja das Rom-Statut seinerzeit ratifiziert. Er wäre also somit greifbar, wegen seinen über 3500 aussergerichtlichen Hinrichtungen.

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