Bangkok: Exporte könnten um bis zu 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr schrumpfen

Am Donnerstag (21. November 2019) teilte das thailändische Handelsministerium mit, dass die thailändischen Exporte für das gesamte Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr zwischen 1,5 und 2 Prozent schrumpfen.

Frau Pimchanok Vonkorpon, die Generaldirektorin des Amtes für Handelspolitik und -strategie des Ministeriums, stufte eine frühere Prognose für ein Nullwachstum im Jahr 2019 sogar noch weiter herab und spricht jetzt von einem Minus zwischen 1,5 bis 2 Prozent. Allerdings soll sich die Situation im nächsten Jahr (2020) schon wieder verbessern, sagte sie weiter.

Der Rückgang in diesem Jahr dürfte knapp unter 2 Prozent liegen, wenn der Baht gegenüber den Fremdwährungen nicht noch weiter an Wert gewinnt und wenn der globale Ölpreis nicht weiter steil nachgibt, fügte sie hinzu.

Sie sagte, dass die Exporte in diesem Monat (November) noch schrumpfen werden und dann im nächsten Monat zum Jahreswechsel auch schon wieder expandieren würden.

Das Ministerium gab am Donnerstag (21. November) bekannt, dass der gesamte thailändische Exportsektor im Oktober um 4,57 Prozent geschrumpft sei und den gesamten Handelswert auf 20,8 Milliarden US-Dollar belassen habe.

Laut den weiteren Angaben von Frau Pimchanok waren vor allem ein Rückgang des Ölpreises um mehr als 25 Prozent und eine geringere Nachfrage nach Rohstoffen wie Reis und Kautschuk für den sinkenden Export verantwortlich.

Die Auswirkungen der internationalen Handelskriege verbessern sich dagegen etwas, wie ein Anstieg der Elektronikexporte in Thailand zeigt, fügte sie hinzu.

Es gibt aber auch noch andere schädliche Faktoren, wie die Aufwertung des Baht und die Sorgen um den allgemein sinkenden Export, die sich langfristig auf die thailändischen Exporte auswirken können.

Die Gesamtexporte für die ersten 10 Monate des Jahres 2019 beliefen sich auf 207 Milliarden US-Dollar, das ist ein Rückgang von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Frau Pimchanok rechnet für das nächste Jahr mit einem Exportwachstum von mindestens 2 Prozent, da sich die Exporteure bereits an die Handelskriegssituation zwischen China und den USA angepasst haben und nach neuen Märkten suchen.

Gleichzeitig warnte auch der Präsident der thailändischen Vereinigung der Reismüller „Thai Rice Mills Association“, Herr Kriangsak Tapananon, davor, dass der thailändische Reisexport in diesem und im kommenden Jahr (2020) aufgrund des harten Preiswettbewerbs noch weiter sinken wird.

Wir gehen davon aus, dass alleine die Exporte von Jasmin Reis auf 1,2 Millionen Tonnen sinken werden, während die Gesamtexporte aller Reiskategorien ebenfalls auf 8 Millionen Tonnen sinken werden. Im Laufe des vergangenen Jahres war der Reisexport bereits von 11 Millionen Tonnen auf 10 Millionen Tonnen und dann noch weiter auf 9,5 Millionen Tonnen pro Jahr gesunken, sagte er.

Präsident Kriangsak wies darauf hin, dass der Anteil des thailändischen Reises auf dem Weltmarkt geringer sei als früher, da der von den Wettbewerbern der anderen Länder verkaufte Reis wesentlich billiger als der thailändische Reis sei.

Um erfolgreich gegen diesen Preisverfall vorzugehen, müssen wir vielleicht das gesamte thailändische Reis Export System überprüfen“, sagte Herr Kriangsak. „Um dies jedoch rückblickend auf die Markttendenz, die Menge und die Preisgestaltung zu tun, besteht das Hauptproblem zwangsläufig zunächst in den Senkung der Produktionskosten“, betonte er.

Es ist allerdings auch fraglich, ob die Politik der Regierung, nur den Produktionssektor einschließlich der Reisbauern zu unterstützen, dafür ausreicht, um das gesamte Reishandelssystem zu unterstützen, fügte er hinzu. / TP-TN

 

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