Bangkok: Aktivisten planen 2 Läufe – einen gegen und einen für Prayuth

Die Studentenvereinigung von Thailand, „Student Union of Thailand“ (SUT), plant Mitte Januar 2020 in Bangkok eine Veranstaltung gegen Premierminister Prayuth Chan o-cha. Die Veranstaltung unter dem Namen Wing Lai Lung trägt auch den englischen Namen „Run Against the Dictator“ – Lauf gegen den Diktator – bzw. „Run to Oust the Onkel“ und wird am 12. Januar im Zentrum von Bangkok stattfinden, gab die Studentenvereinigung bekannt.

Nachdem der „Lauf gegen den Diktator“ bekannt wurde, hat am Dienstag (3. Dezember 2019) eine Gruppe von General Prayuths Unterstützern auf Facebook einen Gegenlauf Event mit dem Motto „Folgen sie dem Onkel“ – „Wing Tam Lung“ angekündigt. Die Gruppe möchte damit im Gegenzug General Prayuth unterstützen.

Kurz darauf reagierte auch die Regierung auf die Bemühungen der Student Union of Thailand (SUT), einen Lauf gegen Premierminister Prayuth Chan o-cha zu veranstalten.

Auf die Frage nach dem „Wing Lai Lung“ -Ereignis des SUT („Run to Oust the Onkel“) sagte General Prayuth, er würde es der Öffentlichkeit überlassen, zu entscheiden, auf welcher Seite sie steht und welche Position sie dabei einnimmt.

„Am Ende wird die Gesellschaft darüber entscheiden, ob dieser politische Schritt Sinn macht unter der gegenwärtigen friedlichen politischen Situation „, sagte General Prayuth, der auch den Spitznamen „Lung“ oder Onkel trägt.

Auf die Frage nach einer Gegenbewegung, um ein ähnliches Ereignis zu seiner Unterstützung abzuhalten, witzelte der Premierminister: „Lauf, um mich einzuholen, wenn du kannst“.

Der stellvertretende Ministerpräsident General Prawit Wongsuwon zuckte auf die Nachfrage von Journalisten zu dem geplanten Lauf der Studentenvereinigung und der Gegendemo mit den Schultern und sagte lediglich, dass beide Gruppen dazu berechtigt seien, auf die Straße zu gehen und ihre Meinung zu vertreten.

„Diese Laufveranstaltungen sind in Ordnung, solange ihre Organisatoren nicht gegen das Gesetz über die öffentliche Versammlungen verstoßen“, sagte er. Auf die Frage, ob er an beiden Events teilnehmen würde, witzelte General Prawit: „Wie kann ich es schaffen, mich einem Lauf anzuschließen? Heutzutage kann ich nicht einmal mehr selber alleine ruhig laufen“.

Der Wing Lai Lung Lauf trägt auch den englischen Namen „Run Against the Dictator“ und wird am 12. Januar im Zentrum von Bangkok stattfinden.

Die Veranstaltung sorgte für weitere Schlagzeilen, als Thai Glico Co und Glico Frozen (Thailand) Co am Montag (2. Dezember) bekannt gaben, dass sie nichts mit der politischen Bewegung zu tun hatten und stets politisch neutral waren. Laut den Angaben der Medien hat die Studentenvereinigung eine Logo für ihre Kampagne verwendet, dass dem Markenzeichen von Thai Glico Co und Glico Frozen (Thailand) Co sehr ähnlich sieht.

Die Unternehmen forderten die Organisatoren auf, ihr „Glico Running Man“ -Logo, eine verfälschte Version von Glicos Markenzeichen, zurückzuziehen, da dies zu einem weit verbreiteten Missverständnis geführt hatte, dass Glico die Veranstaltung angeblich sogar gesponsert hätte.

Der Glico Running Man ist eine international anerkannte Marke, die seit mehr als 80 Jahren den Hauptsitz der japanischen Firma in Osaka beleuchtet.

Der Chefstratege der SUT, Herr Tanawat Wongchai sagte auf Facebook, dass das Markenzeichen von Glico von der Kampagne nicht für kommerzielle Zwecke oder mit der Absicht verwendet wurde, Glicos Ansehen zu schädigen.

Im Zuge der Bekanntmachung zu dem Lauf gegen General Prayuth hatte sich auch eine Unterstützungsgruppe für Angehörige der Opfer der politischen Unruhen von 1992 am Sonntag (1. Dezember) besorgt über die sich verschlechternde politische und wirtschaftliche Lage Thailands geäußert.

Der Vorsitzende des Komitees der Angehörigen der Opfer des Schwarzen Mai 1992, Herr Adul Khiewboriboon sagte, es seien bereits erste Warnsignale unter den Bürgern zu erkennen, und die Bedingungen für mögliche bevorstehende Massenproteste seien „fast reif“. Er befürchtet, dass es jeden Moment zu gewaltsamen Straßenprotesten führen könnte.

Der Aktivist nahm sich auch die Zeit, um Herrn Thanathorn Juangroongruangkit, den Vorsitzenden der Future Forward Partei (FFP), zu warnen, in seiner Kampagne gegen die Diktatur in der Öffentlichkeit Vorsicht walten zu lassen. / TP-BP

 

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11 Antworten zu Bangkok: Aktivisten planen 2 Läufe – einen gegen und einen für Prayuth

  1. Avatar Wolf5 sagt:

    Die Junta schlägt zurück:
    Organisatoren eines bevorstehenden Sportereignisses, das gleichzeitig eine Kundgebung gegen Premierminister Prayuth Chan-ocha ist, sagten am Montag, sie seien von “Machthabern” gezwungen worden, eine weitere Pressekonferenz abzusagen.
    http://www.khaosodenglish.com/politics/2019/12/16/run-against-dictatorship-forced-to-cancel-another-presser

  2. Avatar Wolf5 sagt:

    Der Unterschied zwischen Demokratien und Thailand hinsichtlich des Verbotes von Demonstrationen (egal ob diese von links oder rechts angemeldet wurden) besteht grundsätzlich darin, dass z.B. in D die Anmelder von Demonstrationen mittels eingereichten Eilantrag gegen das Verbot meist recht bekommen und die Demonstration wie geplant stattfinden kann.

    Derartiges war und ist in Thailand (insbesondere unter der derzeitigen Junta) undenkbar.

    Zwei Beispiele, wie das Demonstrationsverbot gekippt wurde.

    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-11/npd-kundgebung-verwaltungsgericht-hannover-aufhebung-verbot

    https://www.bz-berlin.de/berlin/marschieren-rechte-am-9-november-durch-berlin

    • STIN STIN sagt:

      Der Unterschied zwischen Demokratien und Thailand hinsichtlich des Verbotes von Demonstrationen (egal ob diese von links oder rechts angemeldet wurden) besteht grundsätzlich darin, dass z.B. in D die Anmelder von Demonstrationen mittels eingereichten Eilantrag gegen das Verbot meist recht bekommen und die Demonstration wie geplant stattfinden kann.

      das ist richtig, es wurden aber schon Demos verboten – wenn die Sicherheit nicht gewährleistet werden kann – als Beispiel.

      Falsch ist in deiner Erklärung, dass es die Möglichkeit eines Einantrages bei Gericht in TH nicht gäbe.
      Doch, gibt es seit der neuen Regierung.

      Jeder Bürger in TH kann in TH einen Antrag einbringen, wenn z.B. – wie aktuell, die Polizei etwas ablehnt.
      Es gab auch schon Urteile gegen die Regierung und Polizei – wie z.B. die Anklage bei einem Verkehrsunfall wegen Mord.
      War ein Wunsch Prawits und der Polizei – Gericht lehnte ab. Nur mal als Beispiel.

      Richtig ist aber auch, dass Gerichte in TH oftmals nicht neutral urteilen, aber sie müssen urteilen.

      Derartiges war und ist in Thailand (insbesondere unter der derzeitigen Junta) undenkbar.

      nein, wurde schon gemacht. Kann man also machen. Vermutlich natürlich nicht mit so grossen Erfolgen wie in Deutschland.

      Zwei Beispiele, wie das Demonstrationsverbot gekippt wurde.

      richtig. Nur hätte man es halt in TH zumindest versuchen sollen.
      Wer nichts wagt, gewinnt nichts. Prayuth würde sich schwer tun, aktuell ein Gerichtsurteil zu ignorieren.

    • STIN STIN sagt:

      Zwei Beispiele, wie das Demonstrationsverbot gekippt wurde.

      https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-11/npd-kundgebung-verwaltungsgericht-hannover-aufhebung-verbot

      https://www.bz-berlin.de/berlin/marschieren-rechte-am-9-november-durch-berlin

      wenn man das ganze Umfeld dieser NDP Demo betrachtet, wo Holocaust-Opfer aus Frankreich von einem Beteiligten verhöhnt wurden,
      da muss man sich dann schon fragen, was sich die Richter dabei gedacht haben.
      Gut möglich, dass die der AfD angehören – kommt ja immer häufiger vor, dass Soldaten, Polizei, Richter u.a. AfD-aktiv sind.

      Demo-Freiheit ja – aber nicht um jeden Preis. Das sehe ich also in D auch nicht gerade positiv.

  3. Avatar Wolf5 sagt:

    Was kaum einer vermutet hätte 555, der Diktator und seine Junta machen weiter, wie wir es aus den zurückliegenden Jahren kennen.

    “Die Organisatoren eines Sportereignisses, das als Kundgebung gegen Premierminister Prayuth Chan-ocha in Rechnung gestellt wurde, sagten am Montag, dass ihre Pressekonferenz über die Aktivität von der Polizei abgesagt werden musste.
    In einer Erklärung teilte die FCCT mit, dass die Lumpini Police Station angeordnet habe, den Pressevorgang abzusagen, da es sich um eine politische Veranstaltung handele.
    “Es wurde nicht erwartet”, sagte Tanawat Wongchai .
    „Ich dachte, nach den Wahlen gibt es die Junta und ihre absolute Macht nicht mehr. Die Regierung hat sich doch als demokratische Regierung beworben. “
    http://www.khaosodenglish.com/politics/2019/12/09/cops-cancel-presser-on-run-against-dictatorship-activists-say/

    • STIN STIN sagt:

      „Ich dachte, nach den Wahlen gibt es die Junta und ihre absolute
      Macht nicht mehr. Die Regierung hat sich doch als demokratische Regierung beworben. “

      auch in Demokratien werden Demo-Veranstaltungen abgesagt. Meist in D von den Bürgermeistern bei AfD oder
      Rechtsnationalen Aufmärschen.

      Die Junta hat keine absolute Macht mehr, nur gibt es halt die von ihr eingerichteten Demo-Gesetze noch.
      Kann aber im Parlament mit Mehrheit geändert werden – müssten halt ein paar vpn den regierenden Parteien umfallen.

      Was dann passieren würde, weiss ich nicht – aber es ist möglich.

  4. Avatar Wolf5 sagt:

    Nachdem der „Lauf gegen den Diktator“ bekannt wurde, hat am Dienstag (3. Dezember 2019) eine Gruppe von General Prayuths Unterstützern auf Facebook einen Gegenlauf Event mit dem Motto „Folgen sie dem Onkel“ – „Wing Tam Lung“ angekündigt.
    Die Gruppe möchte damit im Gegenzug General Prayuth unterstützen.

    Vielleicht erleben diese Prayut-Fans genauso einen Reinfall, wie die CDU mit ihrer Reaktion auf das Rezo-Video “Zerstörung der CDU” und dies, obwohl Amthor mühsam ein Reaktionsvideo gestaltet hatte, welches dann doch nicht veröffentlicht wurde.

    Dann gibt es wieder was zu lachen!

    • Avatar berndgrimm sagt:

      Wenn echt gelaufen würde käme eh keiner.

      Es geht nur um die Show und schöne PR Fotos für Onkel Tu!

      Der Verweis auf das missglückte CDU Antwortvideo auf Rezo

      bringt mich zu den Parallelen mit hier.

      Die hiesige Militärdiktatur mit all ihrer Machtfülle hat sicherlich

      weit weniger geleistet als der grösste CDU/CSU Ministerdepp!

      Aber , sie ist in professioneller Proppaganda absolute Weltspitze geworden!

      Ich habe mir immer Kanal 11 (heute NBT) den Regierungssender angesehen.

      Auch heute noch zappe ich jeden Morgen gegen 8 Uhr da rein.

      Vor dieser Militärdiktatur kamen kurz nach 8 dort englischsprachige Nachrichten.

      Jetzt kommt dort eine grosse Morningshow wobei die beiden Moderatoren

      mich sehr an die nordkoreanische Nachrichtensprecherin erinnern,

      die man immer auf Ausschnitten im Westen sieht.

      Aber abgesehen vom Inhalt ist die Show rundherum absolut professionell

      und man merkt sofort dass die Auftraggeber dieser Militärdiktatur

      sich wirklich gute Werbeagenturen dafür geleiste haben.

      Das Einzige was Thai geblieben ist , ist der mickrige,

      meist unwahre Inhalt!

    • STIN STIN sagt:

      Vielleicht erleben diese Prayut-Fans genauso einen Reinfall, wie die CDU mit ihrer Reaktion auf das Rezo-Video “Zerstörung der CDU” und dies, obwohl Amthor mühsam ein Reaktionsvideo gestaltet hatte, welches dann doch nicht veröffentlicht wurde.

      oder es wird für beide ein Reinfall.

  5. Avatar berndgrimm sagt:

    Da STIN hier immer so tut als wäre Thanathorn nur eine weitere Marionette Thaksins,

    hier ein Interview mit ihm in der Asia Times wo er auch seine Meinung zu

    öffentlichen Protesten im heutigen Thailand darlegt:

    Thanathorn speaks inconvenient truths in Thailand

    Embattled opposition leader says his anti-military, pro-democracy movement will endure even if he’s legally banned

    ByShawn W. Crispin, Bangkok

     

    Thanathorn Juangroongruang, the 40-year-old leader of Thailand’s upstart Future Forward party, is often portrayed as a man in a hurry. That’s in part because he may already be running out of political time.

    His party widely exceeded expectations at this year’s general elections, placing third on an anti-military ticket that by all counts captured the imagination of first time and other young Thai voters.

    Now in the political opposition, his Future Forward party has challenged the legitimacy of the kingdom’s transition from military to democratic rule, marked by its return of coup-maker Prayut Chan-ocha to the premiership.

    But the old guard is fighting back with a vengeance to Thanathorn’s perceived threat, filing in recent months a slew of lawsuits that threaten variously to hobble, ban or even jail the photogenic businessman-cum-politician.

    The first verdict in pending cases alleging illegal shareholdings, sedition, computer crimes and even threatening the royal crown will be handed down on November 20, when the Constitutional Court will decide whether to strip his parliamentary status.

    Any subsequent verdicts that ban Thanathorn or his party could spark new youthful bouts of instability, though Thanathorn tells Asia Times that anti-government street protests would only be considered as a last resort.

    In a November 14 interview with Asia Times’ Shawn W. Crispin at an aptly still under construction new parliament building, Thanathorn outlined his fast-forward vision for a more democratic and less militarized future.

    Asia Times: With 22 legal cases now pending against you and your Future Forward party, are you the victim of a political witch hunt?

    Thanathorn: Definitely. The military organs that conducted the coup d’état five years ago, they are still there. Now they are ruling under a democratic form, but it is still an authoritarian regime. It is still a junta. It just appears in a different form.

    All these cases are used to suppress the people who challenge their rule, who challenge their regime. So we believe it is politically motivated.

    Asia Times: Why do the conservative and military elite seem to fear and loathe you and your party?

    Thanathorn: We talk about inconvenient truths in Thailand. I am 40-years-old and I have already lived under four military coup d’états.

    So we want to end this vicious circle of coup d’états and elections. We want to establish sustainable democracy in Thailand. And to do that you have to reform the military, you have to demilitarize society.

    This is the first time reforming the military is on the public agenda. This is the first time there is a clear policy to reform the military, to make civilian government more superior to the military.

    The reason they are so fearful about what is going on in Thailand is that people bought it; it resonates particularly with the younger generation. So I think that’s why they don’t want us to exist as a political force, as a political party.

    Asia Times: How do you respond to criticism that you and your party are pushing too hard, too fast for political change?

    Thanathorn: (Laughs) Two things. First, defending democracy and defending human rights anywhere in the world is not considered radical. If I’m saying things like this in Japan, if I’m talking like this in Europe, in the US, people aren’t shocked.

    But talking about democracy, talking about human rights, talking about justice, talking about rule of law, I’m seen as a radical here.

    Is it too fast? I think with the speed of the world in which we face I don’t think it’s too fast. I think what the Thai people should be afraid of now is we’re moving too slow.

     

    Asia Times: If new elections were held tomorrow would your party win?

    Thanathorn: (Laughs) I have no idea. Put it this way: I believe the popularity of our party is increasing. People see we are serious about what we talk about. We walk the line. We did what we said we would do.

    So we are gaining public trust. I’m not sure we’re going to win, but I’m sure we will get more votes.

    Asia Times: Do you sense that you are now more popular with the masses than coup-ousted, self-exiled, ex-prime minister Thaksin Shinawatra as a democratic icon?

    Thanathorn: No, I don’t think so. I don’t want to overestimate myself. We haven’t been in the government before and we are the opposition so there’s not much we can do. Thaksin left many legacies when it comes to modernization of public policies.

    Asia Times: How would you characterize your relationship with Thaksin?

    Thanathorn: Actually, I haven’t met him for over 20 years. The last time I met him was by the bedside of my father who was hospitalized with stage four cancer.

    Thaksin visited my father a few nights before he passed away and I just happened to be beside my father that night. Otherwise, I have never met him face-to-face personally. That’s the relationship.

    I think we have a good relationship with Peua Thai, the party [Thaksin] helped to found or whatever is the right word. We have a good working relationship with them [in the political opposition].

     

     

    Asia Times: Do you agree that the previous and current governments’ policies favor a handful of big business families while failing to address the nation’s wealth divide?

    Thanathorn: Oh definitely. I totally agree many sectors of our economy are still under oligopolistic or monopolistic structures. Too many sectors. It gives a few families in Thailand rent-seeking opportunities to create an enormous amount of wealth. That much is clear, that much is known.

    If you look at the past coup d’état, these big families were always behind them. So I think it goes hand-in-hand when it comes to reducing the gap between the rich and the poor, democracy and demilitarization.

    These things are basically the same thing. If you can not do one thing, you can not do the other.

    Asia Times: What will happen if the Constitutional Court strips you of your parliamentary status on November 20?

    Thanathorn: People totally misunderstand this. It’s just an MP status, whether I’m an MP or not. It’s not about me being totally permanently disqualified from doing politics.

    People talk about disbandment of our party. But no, not this case. Even if I’m not an MP I can still be a prime minister candidate. Even if I’m not an MP I can still be the party leader.

    Asia Times: But there are several other pending cases that could ban you and your party from politics.  So can your party survive without your iconic leadership?

    Thanathorn: If you asked me this question maybe six months or a year ago, I would say no. But now I am confident that our party is getting stronger and I am totally convinced that with or without me it continues.

    As long as the military still rules, our party continues, our struggle continues. This is more of a journey than an organization, a journey of the people who want to see a democratic Thailand.

    Asia Times: With the prevailing political winds, do you expect eventually to go to jail?

    Thanathorn: Possibly.

     

    Thai Prime Minister Prayut Chan-ocha arrives for a photo opportunity with members of the new Thai cabinet at Government House in Bangkok, July 16, 2019. Photo: AFP/Lillian Suwanrumpha

    Asia Times: You have said previously that if your party is banned that you would take to the streets. Is that still the case?

    Thanathorn: In 2010, people protested in the streets. One hundred people died, thousands were wounded. Some lost their eyes, some lost their legs. No-one has been held accountable to this day, ten years past. No-one has been held accountable.

    So I think the wounds of the crackdown are still very fresh, still very fresh. However, I also have to say the anger is real, the winds of change are tangible.

    You walk on the street and talk to the people they don’t like the prime minister, they are disappointed with the current economic conditions, they want to see change, they cannot take it anymore.

    So on one hand you still have the memory of the crackdown in the minds of the people. But on the other hand you have this anger, you can feel it. So I don’t know what is going to tip the balance. I don’t know.

    For us, unless and until all options are exhausted, we won’t go to the streets. The cost is high – you’re talking about lives of ordinary people. So for us we are still convinced the transition can be made peacefully in the parliament. Even though the hope is not big, but it is still there.

    Asia Times: Army Commander General Apirat Kongsompong recently took tacit aim at your party as representing a resurgent leftist threat. Why do you think he singled out your party?

    Thanathorn: We stand for demilitarization, so they don’t like it. It’s a state within the state.

    You see the parliament? Politicians can’t even touch them, we can’t audit their books, we can not see how they spend the people’s money.

    So there is no check and balance mechanism there. When it comes to the people and the military there is no linkage, so they are a state within a state. That’s wrong.

    Asia Times: Some think General Apirat has prime ministerial ambitions. What’s your opinion?

    Thanathorn: It’s possible. He’s going to retire soon. But the only chance he has of becoming prime minister is if there is chaos.

    If there is chaos he could stage another coup d’état and become prime minister. So the only thing that would bring him to be prime minister is chaos.

    Asia Times: So does he tacitly want your party to create street chaos, perhaps in response to you being banned from politics?

    Thanathorn: Possibly.

    Asia Times: Your party has already made waves in challenging military power. What was the thinking behind your party’s voting against an emergency decree to move elite military units into the King’s royal guard?

    Thanathorn: I refuse to answer this question. My official answer would be our secretary general Piyabutr (Saengkanokkul) has already answered this in parliament. That is our official answer (related to the decree’s lack of transparency).

    Asia Times: Some construed that as a direct challenge to royal power. Was that the intent?

    Thanathorn: I refuse to answer this question.

    Asia Times: Why do Prayut’s ruling Palang Pracharat Party (PPRP) members consistently try to portray you and your party as anti-monarchy?

    Thanathorn: Because we have no corruption cases, we have never been in government before. I think that’s the easiest way to demonize someone in Thailand.

    Basically, tyranny anywhere in the world you need to create an imaginary enemy. It was Thaksin before, an imaginary enemy of the nation.

    So now I have become an imaginary enemy of the state. And the easiest way to build that momentum is to brand the person you want to demonize as anti-monarchy.

     

    Asia Times: Is there an inherent conflict between an emphasis on unity and loyalty, and the push, pull and contest of democratic politics?

    Thanathorn: Let me put it this way: Everywhere in the world where monarchy still exists, a sustainable and strong monarchy happens to be in a democracy.

    However, if there is no democracy and there is a monarchy, the institution creates stress, enormous stress in that society.

    So I think the long-term prosperity of the monarchy as an institution goes together with democracy. Unless and until you build a strong democracy, monarchy as an institution will not be sustainable.

    Asia Times: And do you think Thailand is headed in that democratic direction?

    Thanathorn: Hopefully.

     

    Wenn man den Text liest weiss man genau warum Thanathorn unbedingt

    beseitigt werden muss.Ich hoffe sehr für Thailand dass er überlebt.

  6. Avatar berndgrimm sagt:

    Ja, die diktatorische Prahlerei hat Onkel Tu drauf.

    Er weiss dass er durch Nichts von der Macht zu trennen ist

    und dass seine Auftraggeber ums Verrecken keine andere Marionette finden.

    Na ja, lange hat er ja eh nicht mehr denn wenn das Geld alle ist geht er freiwillig.

    Natürlich mit grossem Zapfenstreich!

     

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