Bangkok: Regierung plant Krankenversicherung für freiberufliche Arbeitnehmer

Um die Regierung bei der Bewältigung der alternden Gesellschaft in Thailand zu unterstützen, hat das Kabinett am Dienstag (24. Dezember) einen Vorschlag gebilligt, der es allen freiberuflichen Arbeitnehmern bis zu einem Alter von 65 Jahren ermöglicht, sich im Rahmen des Systems der sozialen Sicherheit für eine Krankenversicherung zu registrieren.

Diese Entscheidung kommt den 4,36 Millionen Selbständigen im Alter von 60 bis 65 Jahren zugute, die noch arbeiten oder noch arbeiten müssen, teilte die stellvertretende Regierungssprecherin Ratchada Dhanadirek nach der Kabinettssitzung am Dienstag den nationalen Medien mit.

Viele dieser Selbständigen Leute arbeiteten im Alter von 60 bis 65 Jahren noch immer als Verkäufer, als Motorradtaxifahrer oder als Bauern, fügte sie hinzu.

Zuvor lag die Altersgrenze für die Anmeldung im Rahmen der Selbstversicherungsoption des Sozialversicherungssystems bei 60 Jahren, die gemäß § 40 des Sozialversicherungsgesetzes als „Versicherte“ bezeichnet werden.

Das Mindestalter für dieses Programm beträgt noch immer für alle Personen 15 Jahre, sagte sie.

Diejenigen, die an diesem Sozialversicherungsprogramm interessiert sind, können zwischen drei monatlichen Beitragssätzen wählen – 70 Baht, 100 Baht oder 300 Baht -, die die Regierung mit Beiträgen von 30 Baht, 50 Baht bzw. 150 Baht abgleichen wird.

Einer der Hauptvorteile dieses Sozialversicherungssystems sei, dass ein versicherter Arbeitnehmer im Falle einer schweren Krankheit eine finanzielle Entschädigung von 300 Baht pro Tag für bis zu 30 Tage pro Jahr erhält, fügte sie weiter hinzu.

Weitere Leistungen seien finanzielle Entschädigungen bei körperlichen Behinderungen und finanzielle Hilfen sowie Zulagen zur Deckung der Bestattungskosten im Todesfall.

Das Kabinett billigte auch den Vorschlag der Agentur für wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit der Nachbarländer, Laos und Myanmar zinsgünstige Darlehen in Höhe von 2,15 Mrd. Baht anzubieten.

Frau Ratchada sagte, dass Laos 1,38 Milliarden Baht für den Bau einer Brücke von der thailändischen Provinz Bung Kan nach Bolikhamsai in Laos im Rahmen eines 30-jährigen Darlehens mit einem Zinssatz von 1,5 % und einer Nachfrist von 10 Jahren erhalten wird.

Sie sagte, das Projekt sei mit der Straße Nr. 8 zum Ost-West Wirtschaftskorridor von Myanmar über Thailand und Laos nach Vietnam verbunden.

„Dieses Projekt wird dazu beitragen, den Grenzhandel am Checkpoint in der Provinz Bung Kan anzukurbeln, auf den alleine im vergangenen Jahr schon 4 Milliarden Baht Umsatz entfielen“, sagte sie.

Myanmar erhält ebenfalls ein 30-jähriges Darlehen von 777 Millionen Baht zu einem Zinssatz von 1,5 % mit einer Nachfrist von 10 Jahren, fügte sie hinzu.

Sie sagte, das Kabinett habe dieses Darlehen zur Finanzierung der dritten Phase des Entwicklungsprojekts der Greater Mekong Subregion für die Stadt Myawaddy genehmigt, die eine entscheidende Schlüsselrolle im internationalen Grenzhandel spielt. / TP-BP

 

 

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2 Antworten zu Bangkok: Regierung plant Krankenversicherung für freiberufliche Arbeitnehmer

  1. Avatar SF sagt:

    Ich habe hier schon mehrfach vorgeschlagen,  der Staat soll für alle,  auch die,  die nicht arbeiten,  in das Sozialsystem einzahlen. 

    Dafür brauchte der Staat nicht mehr >170mrd TB an die Krankenhäuser abzufühnen. 

    Das wäre dann sehr nahe dem System in D. 

    • STIN STIN sagt:

      Ich habe hier schon mehrfach vorgeschlagen, der Staat soll für alle, auch die, die nicht arbeiten, in das Sozialsystem einzahlen.

      warum sollte das ein Schwellenland, dass kein Sozialstaat ist, machen?
      Würden die das machen, hören sofort alle auf zu arbeiten.

      Dafür brauchte der Staat nicht mehr >170mrd TB an die Krankenhäuser abzufühnen.

      Das wäre dann sehr nahe dem System in D.

      und warum sollte ein Schwellenland, einem der reichsten Staaten der Welt nacheifern wollen?
      TH wäre in kurzer Zeit bankrott – weil keiner mehr arbeitet.

      Hat in D auch nicht funktioniert, daher haben die nun Hartz4. 2010 gab es fast 5 Millionen Arbeitslose.
      Würde man die 2-3 Millionen Flüchtlinge nun noch dazu rechnen, hätte D heute um die 8 Millionen Arbeitslose.

      In D gibt es diesen Streit nun um eine Grundrente – 1500 EUR für jeden, egal ob er gearbeitet hat oder nicht.
      Ein absolutes NoGo – D würde gegen die Wand gefahren werden. Daher halte ich von den Sozialdemokraten nicht viel.

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