Bangkok: Ein Leben ohne Plastiktüten – ist das überhaupt möglich?

(STIN) Und so beginnt eine neue Ära in Thailand und ein neues Paradigma, Plastiktüten als Umweltparias angesehen werden können, anstatt alltägliche Notwendigkeiten des Landes des Lächelns.

Gestern war der erste Tag des Verbots von Einweg-Plastiktüten, das von rund 75 Läden, Shops usw. im Rahmen des thailändischen Einzelhandelsverbandes zur Reduzierung von Plastikmüll verhängt wurde. Das Verbot umfasst 7-Eleven- und Family Mart-Läden, in denen das verschwenderische Verteilen von Plastiktüten nun der Vergangenheit angehört.

Das Verbot zielt darauf ab, etwa 13,5 Milliarden Plastiktüten, die zuvor an Käufer ausgehändigt wurden, oder 30% der jährlich in Thailand verwendeten Plastiktüten zu reduzieren die ansonsten auf Deponien landen. Oder schlimmer noch, an unseren Stränden, Wasserstraßen oder im Meer.

Im Rahmen der Kampagne mit dem Titel „Sagen Sie jeden Tag Nein zu Plastiktüten“ geben 24.500 Vertriebskanäle aller 75 Mitglieder keine Plastiktüten mehr für Einkäufe ab. Sie sagen, dass sie Thailand näher an eine Gesellschaft ohne Plastikmüll bringen wollen.

Das Department of Pollution Control gab kürzlich bekannt, dass jährlich 40% oder 18 Milliarden Plastiktüten aus dem Frischmarkt stammen, während der Rest 30% oder 13,5 Milliarden Tüten aus örtlichen Lebensmittelläden stammen.

In zwei Tests an diesem Morgen besuchten Vertreter der Medien einen Family Mart und einen 7-Eleven und freut sich, mitteilen zu können, dass uns in beiden Fällen mitgeteilt wurde, dass sie keine Plastiktüten mehr zur Verfügung stellen.

Für viele Thais und auch Expats wird es natürlich eine grosse Umstellung – nun schlagartig ohne die geliebten Plastiktüten leben zu müssen – aber ist alles nur eine
Frage der Organisation. Es geht sicher auch ohne diesen Müll.

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5 Antworten zu Bangkok: Ein Leben ohne Plastiktüten – ist das überhaupt möglich?

  1. Avatar SF sagt:

    Es ist ueberhaupt kein Verbot! Dafuer braucht es ein Gesetz!

    Link oder :Liar:

    Sie wissen das ganz genau, verbloeden aber wieder vorsaetzlich die Leser

    • STIN STIN sagt:

      Es ist ueberhaupt kein Verbot! Dafuer braucht es ein Gesetz!

      Gesetz ist schon durch das Parlament gelaufen. Ab 2022 gibt es das Verbot, dann dürfen die Läden keine Plastiktüten mehr
      ausgeben. Dann darf dich auch kein Polizist mehr mit einer bei einer Kontrolle unterwegs erwischen. Der wird dann fragen, woher du die hast.
      Ob dann privater Besitz von Plastiktüten auch verboten ist, weiss ich noch nicht. Werde ich aber dann ggf hier darüber berichten.

      Es geht zu Ende mit den Plastikmüll – gewöhn dich dran oder bekomme Magengeschwüre.

      Link oder :Liar:

      https://thethaiger.com/hot-news/plastics/thailand-to-ban-three-kinds-of-plastic-by-end-of-this-year

  2. Avatar ben sagt:

    Bin 100% für Umweltschutz – aber die Sache mit den Plastiksäcken ist lächerlich. Die hätten schon lange nur Säcke geben können, wenn vom Kunden gewünscht, statt alles x-fach in Plastik zu verpacken. Wichtig ist ja, das für Früchte/Gemüse ein kleiner Plastiksack sehr praktisch ist – kann nachher verwendet werden um organische Abfälle zu sammeln, dass man den Kehricht nicht täglich entsorgen muss. Zudem – wenn ich 2l eiskalte Milch kaufe, will ich die sicher nicht in der  Mehrzwecktasche neben einem frischen, knusprigen Brot… – UND die Hauptsache: es ist nicht der Plastik an sich, sondern das unsachgemässe Entsorgen/Recyceln des Plastik – es steht ja nirgends geschrieben, dass Plastik im Meer entsorgt werden soll!…

    • Avatar berndgrimm sagt:

      Da kann ich Ben nur vollkommen zustimmen!

      Es ist wieder eine typische Thai Show ohne jeglichen Nutzwert.

      Wir sammeln schon immer Plastiktüten um sie wiederzuverwenden.

      Schlussendlich als Müllbeutel weil meine Frau selber kocht.

      Es sind nicht nur die Beutel welche die Meere vollmachen.

      Plastikflaschen, Plastikverpackungen und besonders die

      Styroporverpackung aus den Garküchen schwimmen haufenweise

      im Golf von Thailand.

      Wenn 7-11 etwas wirklich sinnvolles für die Umwelt tun will,

      so sollen sie aufhören ultra Kleinpackungen zu verkaufen

      wo die Verpackung teurer ist als der Inhalt.

      Man kann selbst Thai dazu bringen nicht nur von der Hand

      in den Mund zu leben!

      So lief bei uns (bzw unseren Freunden) der erste Tag ohne Plastiktüten:

      Vormittags im Lotus "Zero Carbon" in Bang Phra !

      Die Farang Frau (Stamm- und Grosskunde dortselbst) kam mit

      ihrer 10jährigen Tochter und einem Wagen voll Eingekauftes

      an die Kasse , legte die Sachen aufs Band und stellte

      ihre verschiedenen Einkaufstaschen und Körbe wie immer vorne hin

      wo eingepackt wird.

      Die Kassiererin schob die Taschen und Körbe zur Seite und

      legte die Produkte auf die freigemachte Fläche.

      Die 10jährige Tochter fragte auf Thai warum sie nicht einpackte.

      Die Antwort:

      Anweisung der Geschäftsführung!

      Eingepackt wird nur in die Plastiktüten die man für 3 bzw 5 THB

      an der Kasse kaufen kann.

      Soweit zum neuen Umweltbewusstsein in Thailand!

    • Avatar Erwin sagt:

      Es wird sich (so schnell) nichts ändern. Veränderungen fangen im Kopf an, und da ändert sich nichts.

      Dass 7/11 oder Lotus keine Plastiktüten mehr vergibt habe ich noch nicht erlebt. Ich bin bei uns der einzige der mit dem Jutesack einkaufen geht. Zumindest habe ich noch keinen anderen mit sowas gesehen. Auch auf dem Markt will man mir für jede Zwiebel eine Plastiktüte andrehen und belächelt mich immer, wenn ich meinen Beutel hinhalte.

      Recycling Anlagen würden sich schon rentieren, nur müsste der Müll vorher sortiert werden und das geschieht nicht. Ich habe in Europa selbst mehrere aufgestellt, und weiß, dass die Betreiber nicht am Hungertuch knappern.

      Bei uns stehen Müllcontainer an der Straße. Je einer für Bio, Glas, Plastik, Papier und Sonstiges.

      Eingeworfen wird da wo gerade noch Platz ist. Egal was da dran steht. Und wenn der Müllwagen kommt, werde alle Inhalte zusammengeworfen. Von Mülltrennung keine Spur.

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